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VIEL GUTES ERWARTET UNS – SÅ MEGET GODT I VENTE

(dänische OmU) 

Von Phie Ambo, Dänemark 2014, 100 Min.
Mit Niels Stokholm, Rita Stokholm, Rene Redzepi

Niels lässt bei seiner Landwirtschaft noch Idealismus walten. Entgegen dem Trend in der Landwirtschaft, Tiere immer mehr zu drangsalieren und auszubeuten, räumt Niels den Tieren einen Freiraum ein, in dem sie sich ganz nach ihren natürlichen Bedürfnissen entfalten können. Das macht ihn zu mehr als nur einem "Bio-Bauer". Seine Methoden zahlen sich für den Dänen jedenfalls aus: Seine landwirtschaftlichen Produkte genießen in allen Teilen des Landes einen sehr guten Ruf und werden sogar vom preisgekrönten Nobelrestaurant NOMA in Kopenhagen gepriesen. Seine Kollegen jedoch begegnen ihm mit einer ordentlichen Portion Skepsis. Und auch die Kontrollbehörde hat etwas gegen Niels' Praktiken und droht damit, ihm die Lizenz für die Viehzucht zu entziehen...

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Termine

So. 26.04., 11:30

LEVIATHAN

(russische OmU) 

Von Andrey Zvyagintsev, Russland 2014, 141 Min.
Mit Aleksey Serebryakov, Elena Lyadova, Vladimir Vdovitchenkov, Roman Madyanov, Sergey Pokhadaev

Der korrupte Bürgermeister einer kleinen Küstenstadt hat es auf das Land, das Anwesen und die kleine Autowerkstatt von Kolia und seiner Familie abgesehen. Kolia lebt dort mit seiner Ehefrau Lilya und seinem jugendlichen Sohn Roma. Um gegen den raffgierigen Politiker und seine Pläne vorzugehen, bittet Kolia seinen alten Freund Dmitri um Hilfe. Dmitri hat es nach Beendigung des Wehrdienstes bis zum angesehenen Anwalt in Moskau gebracht. Vor Gericht wollen sie gegen den Bürgermeister vorgehen und den Verkauf weit unter Wert verhindern. Sollte das nicht gelingen, besteht Plan B darin, möglichst viel kompromittierendes Material gegen den zwielichtigen Politiker zu sammeln. Doch als Kolia seinen besten Freund und seine Frau zusammen im Bett erwischt und sich die Schläger des Bürgermeisters melden, kommt alles ganz anders.

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Termine

So. 26.04., 13:30

FEMMINIELLI

(OmU) 

von Nino Pezzella, Deutschland / Italien 2014, Orig. 16 mm, Endkopie: digital, 113 Min.

Im Spanischen Viertel, mitten in der Altstadt von Neapel, existiert noch das Phänomen der „Femminielli“. Biologisch Männer und vergleichbar mit Drag-Queens, verkörpern sie einen „Hermaphroditen-Kult“, der mit seinen Ritualen in der Tradition der Antike steht. 

Sie erfüllen viele gesellschaftliche Funktionen, die sich zwischen dem Profanen und Sakralen bewegen. Als Glücksbringer entsprechen sie dem heidnisch-kultischen Ausdrucksbedürfnis des Subproletariats und stellen in den Augen ihrer Umwelt durch ihre Androgynität den traditionellen Bezug zum Übernatürlichen her. Der neapolitanische „Femminiello“ mit seiner genuinen und authentischen Form von Theatralik und Humor ist von großer kultureller und ästhetischer Relevanz und nicht mit Folklore zu verwechseln. (N.P.)

Der Film wurde zwischen 2001 und 2011 gedreht und 2014 fertig gestellt.

Er wurde mit dem Hessischen Filmpreis in der Kategorie "Experimentalfilm" 2014 ausgezeichnet.
Experimentalfilmpreis des Verbandes der Deutschen Filmkritik 2014
 

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Termine

So. 03.05., 11:30

DER LETZTE DER UNGERECHTEN – LE DERNIER DE INJUSTES

(teilweise französisch englische OmU) 

Von Claude Lanzmann, Frankreich / Österreich 2013, 220 Min.
Mit Benjamin Murmelstein, Claude Lanzmann

Claude Lanzmann ließ in "Shoah", seiner Dokumentation von 1985, ein bestimmtes Interview außen vor, das er 1975 mit dem Rabbiner und Funktionär der Nationalsozialisten, Franz Murmelstein, führte. In seiner neuen Doku "Der Letzte der Ungerechten" bringt Lanzmann jenes über eine Woche aufgenommene, insgesamt elf Stunden lange Interview zum Vorschein und thematisiert vor allem Murmelsteins Beziehung zum SS-Führer Adolf Eichmann. Lanzmanns Absicht ist es auch, Murmelsteins guten Namen wiederherzustellen, da dieser nicht einfach Kollaborateur gewesen sei, sondern aktiv sein Möglichstes getan hätte, den Juden im Ghetto Theresienstadt zu helfen. Denn während Murmelstein von den einen als Held gefeiert wurde, verlangten andere für seine Rolle im Holocaust seit langem die Todesstrafe für den Rabbiner.

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Termine

So. 10.05., 12:00
So. 17.05., 12:00
So. 24.05., 12:00