Sonntagsmatinee

 

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DIEGO MARADONA

(OmU) 

Von Asif Kapadia, Großbritannien 2019, 130 Min.

Dem Argentinier Diego Maradona gelang in seinem Heimatland der große Durchbruch als Fußballer und danach stand ihm die Welt offen. Aus den Slums von Buenos Aires ging es für ihn über den großen Teich nach Barcelona, wo ihm der Erfolg vorerst nicht mehr treu war. Nach mehreren Verletzungspausen und mit dem Ruf, lieber Party zu machen als auf dem Rasen zu stehen, ging es für ihn 1984 nach Italien zum SSC Neapel. Der Wechsel zu dem erfolglosen Fußballclub wirkte auf Außenstehende wie ein Abstieg auf der Karriereleiter. Doch die Fans des Vereins standen geschlossen hinter ihrer Mannschaft und waren hungrig auf den großen Erfolg. Sieben Jahre blieb Maradona beim SSC Neapel, was sowohl für den Spieler als auch den Verein und die Stadt eine Zeit des Wandels war. Maradona wurde von den Fans behandelt wie eine Ikone, denn er brachte ihnen die Erlösung. Er brachte ihnen den Erfolg. Gemeinsam mit der Mannschaft gewann er 1987 die italienische Meisterschaft, ein Jahr zuvor holte er mit der Nationalmannschaft Argentiniens sogar die Weltmeisterschaft. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: Diego ließ sich mit der Mafia ein und wurde drogensüchtig. Asif Kapadia widmet sich in seinem Dokumentarfilm dem Phänomen Maradona.

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Termine

So. 20.10., 11:30
So. 27.10., 11:30

NUREJEW - THE WHITE CROW

(OmU: englisch, russisch, französisch)  

Von Ralph Fiennes, Großbritannien / Frankreich / Serbien 2018, 127 Min.
Mit Oleg Ivenko, Adèle Exarchopoulos, Chulpan Khamatova

Während der ebenso temperamentvolle wie attraktive Rudolf Nurejew in seiner Heimat, der Sowjetunion, längst ein Star ist, blieben dem Balletttänzer Erfolge im Ausland lange verwehrt – bis er Anfang der 60er Jahre Gelegenheit bekommt, die beste Tanzakademie des Landes in Paris zu vertreten. Immerhin herrscht der Kalte Krieg und die Sowjetunion will nach außen hin Stärke zeigen, auch in der Kunst. Schon bald dreht sich sein Aufenthalt im aufgeschlosseneren Frankreich allerdings um weit mehr als nur um seinen Auftritt. Als er Clara Saint trifft, mit der er gemeinsam durch die Straßen schlendert und die westliche Welt in Museen und Jazz-Clubs kennenlernt, genießt Rudolf die kurzzeitige Freiheit in vollen Zügen. Er blüht regelrecht auf, was den KGB-Spionen, die ihm auf Schritt und Tritt folgen, allerdings so gar nicht schmeckt. Schließlich entscheidet sich der Star sogar, seiner Heimat gänzlich den Rücken zu kehren – und beantragt politisches Asyl.

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Termine

So. 20.10., 13:45
So. 27.10., 13:45