Specials und Filmreihen

 

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

VIVA LA MUERTE

(OmU)

Von Fernando Arrabal und Hassen Daldoul, Tunesien / Frankreich 1971, 90 Min.
Mit Fernando Arrabal, Anouk Ferjac, Nuria Espert

Psychoanalytische Interpretation: Norma Heeb. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG, Frankfurt.

Fando ist um die zehn Jahre alt, als in Spanien der Bürgerkrieg tobt. Er wohnt bei seiner Mutter, seiner Tante Klara sowie seinen Großeltern, die allesamt gottesfürchtig sind. Sexualität ist ein Tabuthema in seiner Familie. Zudem haben seine Eltern unterschiedliche politische Ansichten: während seine Mutter mit dem faschistischen Regime sympathisiert, bekennt sich sein Vater zum Kommunismus. Aus diesem Grunde wird er schließlich auch von Soldaten festgenommen. Als der Junge einen Brief findet, in welchem seine Mutter gesteht, dass sie selbst es war, die ihren Mann, verraten hat, fängt er an, gegen das, was um ihn herum geschieht, aufzubegehren. Er stellt sich brutalste Racheszenarien vor, die der düsteren Realität, in der sich die Lage mehr und mehr zuspitzt, um nichts nachstehen…

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Termine

Mi. 08.02., 20:00
Mi. 22.02., 20:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

HAVARIE

Von Philip Scheffner, Deutschland 2015, 97 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Philip Scheffner

38 Seemeilen vor der spanischen Hafenstadt Cartagena oder 100 Seemeilen von der Hafenstadt Oran in Algerien entfernt besteht die Welt im Mittelmeer nur aus Wasser, Himmel und dem endlos weiten Horizont. An diesem Ort, wo nichts zu sein scheint, kommen Hoffnungen, Ängste und Träume derer zusammen, die sich auf den beschwerlichen Weg in ein neues Leben gemacht haben. Doch am 14. September 2012 meldet das Kreuzfahrtschiff „Adventure of the Seas“ der spanischen Seenotrettung um 14:56 Uhr ein manövrierunfähiges Schlauchboot mit 13 Seelen an Bord. Dies ist die Situation, die Regisseur Philip Scheffner für seinen Dokumentarfilm „Havarie“ in einer einzigen, ungeschnittenen Sequenz abbildet, basierend auf einem YouTube-Clip, bei dem der Vorfall aufgezeichnet wurde. Der Funkverkehr des Kreuzfahrtschiffes mit der Hafenzentrale, einem Seenotrettungskreuzer und einem Hubschrauber, sowie Aufnahmen mit Touristen, Offizieren und anderen Personen begleiten den Film akustisch.

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Termine

Di. 31.01., 19:45

EUROPA – EIN KONTINENT ALS BEUTE

Von Christoph Schuch und Rainer Krausz, Deutschland 2016, 78Min.

Am So. 26. Februar in Anwesenheit der Regisseure Christoph Schuch und Reiner Krausz

Jahrzehntelang wurden die Europäer zwischen Finnland und Zypern von einem Versprechen zusammengehalten, das Frieden und mehr Wohlstand in Aussicht stellte. Doch seit der Finanzkrise 2008 befindet sich das europäische Projekt in der größten Misere seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Kontinent wird gespalten von neoliberalen Wirtschaftskonzepten, Korruption und Banken, die global agieren. Arbeitsrechte und soziale Standards werden immer weiter aufgeweicht, was Völkerhass, Klassenkampf und Nationalismus schürt und die Menschen in die Hände von Rechtspopulisten treibt. In Christoph Schuchs Dokumentarfilm „Europa – Ein Kontinent als Beute“ werden wichtige Fragen zur Problematik gestellt, allen voran natürlich: Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Und wie schaffen wir es wieder aus dieser gefährlichen Situation heraus?

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Termine

Do. 23.02. bis Mi. 01.03., 18:00

UNTER DER OBERFLÄCHE

Kurzfilmprogramm von Alex Gerbaulet

Anschl. Ausstellungseröffnung im SCHAUT! (1.Stock)  TIEFENSCHÄRFE  (2016) 15 Min.
von Alex Gerbaulet und Mareike Bernien.
Die Künstlerinnen sind anwesend

DATTERODE 2005 | 7 Min.
Videotagebuch einer Reise in das nordhessische Dorf Datterode. Dort wurde im Jahr 2001 ein niederländischer Kriegsverbrecher enttarnt, der während des zweiten Weltkriegs jüdische Menschen an Nazi Deutschland ausgeliefert hat. 1946 ist er nach Datterode gezogen, wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt, aber nie ausgeliefert.

GEFANGENENBILDER | TATTOOED PRISONERS zusammen mit Mirko Winkel | 2007 | 14 Min.
Ein Modellprojekt der Jugendanstalt Neustrelitz ermöglicht jungen Straftätern, ihre verfassungsfeindlichen Symbole übertätowieren zu lassen. Gespräche während einiger dieser Tätowiersitzungen umkreisen das Spannungsverhältnis von Tätowierungen als individuellem Ausdruck einerseits und Teil einer Sprache der Macht andererseits, bei der es auch um die Deutungsmacht über Bilder und den Zugriff auf den Körper geht.

SCHON NACHMITTAG | ALREADY AFTERNOON Zusammen mit Ines Meier | 2009 | 13 Min.
Das Leben am Stadtrand, zwischen Traum und Realität, Autobahn und Vorgarten. „Unsere Geographien des ‚Heimischen’, werden bei Alex Gerbaulet als geschlossene Anstalten sichtbar, die auf Ausschluss basieren. Die künstlichen Gehäuse werden zugleich zu Metaphern unseres Bewussteins. Sie geben Aufschluss über persönlich wie kollektiv Verdrängtes.“ (K.Sykora)

SCHICHT / SHIFT 2015 | 29 Min.
SCHICHT ist zugleich Abrechnung und Spurensuche nach der (eigenen) Vergangenheit. Alex Gerbaulet begibt sich in ihrem Film auf einen Schwindel erregenden Trip durch Salzgitter: Eine Stadt wie ein Cyborg, in der sich Faser für Faser Geschichte ablagert. Roter Faden ist ihre Familiengeschichte, die durch Aufzeichnungen aus dem Privatarchiv zum Leben erweckt wird.

INSTALLATION
TIEFENSCHÄRFE | DEPTH OF FIELD
zusammen mit Mareike Bernien | 2016 | 15 Min.
TIEFENSCHÄRFE untersucht Orte in Nürnberg, an denen der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) zwischen 2000 und 2005 drei Morde veru?bt hat. Es ist eine beobachtende Umkreisung, welche die Tatorte u?ber ihre Umgebung kontextualisiert, in ihren Markierungen liest und ihre heutige Be- und Umnutzung zeigt. Das Bodenlose der Taten taucht als formales Element in der Bildsprache auf, indem die horizontale Bildachse immer wieder aus dem Lot gerät.

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Termine

Mi. 25.01., 18:00

Kinothek Asta Nielsen e.V. präsentiert

Die Kinothek Asta Nielsen ist eine Gründung von Filmliebhaberinnen. Von Filmkuratorinnen, Filmhistorikerinnen und -theoretikerinnen, Kritikerinnen und Filmstudierenden. Sie sehen den Sinn und Zweck einer Kinothek darin, das, was durch die Raster des heutigen Kinos fällt, jenseits des Spezialistentums zugänglich und im Kino wieder erfahrbar zu machen.

LE BONHEUR

(französiche OmU)

Von Agnès Varda, Frankreich 1965, 79 Min.
Mit Jean-Claude Drouot, Claire Drouot, Marie-France Boyer

Präsentation der Zeitschrift „Frauen und Film“, Heft 68, Aufbruch. Regisseurinnen der 60er Jahre. Zu Gast: die Herausgeberinnen Brojana Gakovics und Sabine Schöbel. In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen

LE BONHEUR ist ein Film über das Glück anhand der Geschichte eines zum Glück begabten Mannes, der seine Frau, seine Kinder und die Natur liebt. Als er sich in eine andere Frau verliebt, bedeutet das die Vermehrung seines vollkommenen Glücks. Nachdem seine Ehefrau bei einem Picknick zu Tode kommt, wird ihre Rolle von der Geliebten übernommen. Der Film endet, wie er beginnt: die Kleinfamilie im Grünen (wie in einem Gemälde von Renoir oder Manet), ein Fest der Farben, dazu Musik von Mozart. All das wird ungerührt gezeigt, ohne Wertung, ohne Psychologie und Moral.

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Termine

So. 29.01., 14:00

MIT SIEBZEHN - QUAND ON A 17 ANS

(französische OmU)

Von André Téchiné, Frankreich 2016, 114 Min.
Mit Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila

Irgendwo in den französischen Pyrenäen gehen die beiden 17-jährigen Damien und Thomas in dieselbe Klasse eines Gymnasiums. Damien wohnt bei seiner Mutter Marianne, einer Landärztin, im Tal. Sein Vater ist Hubschrauberpilot beim Militär und befindet sich im Auslandseinsatz. Der adoptierte Thomas lebt hingegen auf einem entlegenen Bauernhof und braucht jeden Tag mehr als eine Stunde zur Schule. Als bei seiner Mutter eine Schwangerschaft festgestellt wird, lädt Marianne Thomas dazu ein, für eine Weile bei ihr und Damien zu wohnen, um die Familie zu entlasten und auch der kürzere Schulweg würde ihm sicher guttun. Doch Damien und Thomas können sich nicht ausstehen und sind von der Aussicht, gemeinsam zu leben, alles andere als begeistert. Die Spannungen, die zwischen ihnen herrschen, entladen sich schon bald in Gewalt…

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Termine

Mi. 15.02., 20:00