Specials und Filmreihen

 

Karten kaufen

NEUBAU

Von Johannes M. Schmit, Deutschland 2020, 82 Min.
Mit Tucké Royale, Monika Zimmering, Jalda Rebling

Sommer in der Uckermark. Markus ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin. In Tagträumen erscheint ihm eine Schar schillernder Dämonen als Vorboten einer queeren urbanen Wahlfamilie. Als er sich in Duc verliebt, wird alles noch komplizierter. Denn eigentlich stehen in Markus’ Neubauwohnung schon die gepackten Kisten für den Umzug in die große Stadt.
Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit erzählen von einem jungen Mann, der sich mit einem dezidiert nicht-normativen Lebensentwurf von konservativen Sexualitäts- und Geschlechtervorstellungen befreit. Der queere Heimatfilm, der als unabhängige Produktion in einem Künstler_innen-Kollektiv entstand und eine „Neue Selbstverständlichkeit“ zeigt, wurde mit dem Max Ophüls Preis 2020 ausgezeichnet.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 01.04. bis Fr. 30.04., 00:03

STREAMING ANGEBOTE

Diese Filme können Sie zu Gunsten des Mal Seh'n Kino online ansehen.

TONSÜCHTIG - DIE WIENER SYMPHONIKER

Von Malte Ludin und Iva Svarcová, Österreich 2020, 94 Min.

Die Wiener Symphoniker werden von den meisten Hörern als erstklassiges, großes Orchester wahrgenommen, über dessen Innenleben sie nicht viel wissen. Für die Musiker gehören Disziplin, Hingabe und das Abverlangen von Höchstleistungen zu ihrem täglichen Brot. Sie zehren förmlich danach. Dass das seine Spuren im Privatleben hinterlässt, ist nicht verwunderlich. So stellt eine Frau ihrem Mann die Frage, mit wem er denn nun eigentlich verheiratet sei: Mit ihr oder seinem Instrument? Die Regisseure Malte Ludin und Iva Švarcová haben es sich zur Aufgabe gemacht, das große Ensemble aufzubrechen und von innen zu zeigen. Dabei überschreiten sie Grenzen und bekommen so die Möglichkeit, das private Leben der Musiker zu zeigen.

Zum Streaming Link

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 08.04. bis Fr. 30.04., 00:02

SILENCE RADIO

(spanische OmU)

Dokumentarfilm von Juliana Fanjul, Mexico / Schweiz 2019, 79 Min.

Im März 2015 wird Carmen Aristegui, die bekannteste Stimme des unabhängigen Journalismus in Mexiko, aufgrund politischen Drucks und falscher Behauptungen mit ihrem Team vom MVS-Radiosender entlassen und angeklagt. Am nächsten Tag demonstrieren und unterschreiben mehr als 200.000 Menschen eine Petition, in der ihre Rückkehr zum Sender und das Ende der Zensur gefordert wird. Trotz dieser außergewöhnlichen Mobilisierung gibt der Sender nicht nach.
Der Dokumentarfilm "Silence Radio" taucht ein in den langen und gefährlichen Kampf von Carmen Aristegui. Es ist ein Kampf gegen die monopolistische Konzentration der Medien in Mexiko und gegen ein autoritäres und korruptes politisches System, das durch Drohungen und Einschüchterung von Drogenkartellen untergraben wird. Mit außergewöhnlichem Mut stellen sich Carmen und ihr Team der enormen Aufgabe, selbst einen Raum der freien und unabhängigen Meinungsäußerung zu schaffen, um weiterhin Menschen zu erreichen und auf die Missstände in ihrem Heimatland aufmerksam machen zu können. Carmen Aristegui sagt: "Die Angst darf nicht siegen. Wir dürfen keinen Raum fürs Schweigen lassen."
SILENCE RADIO begleitet die unbeugsame Frau während sie weiter publiziert und ein Team von investigativen Journalisten durch die vergiftete mexikanische Medienlandschaft manövriert.

Zum Streaminglink

 

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 15.04. bis Fr. 30.04., 00:01

MAL SEH'N on DEMAND

„Mal Seh’n on Demand“ will sich primär der hessischen Filmszene widmen, sowohl dem Nachwuchs als auch den langjährigen Filmschaffenden. Oft ist es nicht möglich, einen Film nach seiner Premiere (bspw. beim Lichter Filmfestivals) über einen längeren Zeitraum im Kinosaal präsent zu halten. Eine solche Plattform soll also kein Ersatz für eine Kinoauswertung sein, eher eine Ergänzung, wenn die Festivals und Kinos durchlaufen sind.
Der Kinosaal und die Gemeinschaft sind durch nichts zu ersetzen! Doch der Vielfalt des regionalen Filmschaffens gebührt eine größere Aufmerksamkeit.

Alle Filme in der Übersicht

THE WATSON’S HOTEL

(OmeU)

Von Ragunath Vasudeyan, Nathaniel Knop und Peter Rippl, Deutschland 2018, 81 Min.

THE WATSON’S HOTEL ist ein Film über ein Gebäude in Mumbai. Als eines der ersten Luxushotels in Indien wurde seine gusseiserne Konstruktion komplett in England vorproduziert und zusammen mit den Ziegeln, der Inneneinrichtung nach Indien verschifft und dort zusammengebaut. 1863 fertig gestellt, war es ein Symbol der Überlegenheit des britischen Empires.
Das Hotel war Schauplatz vieler besonderer Ereignisse, insbesondere der Vorstellung des Kinematographen durch die Gebrüder Lumière 1896. Das Jahr markiert damit die Ankunft des Kinos auf dem indischen Subkontinent.
Der Filmessay zeigt, was aus dem Hotel über die Jahrzehnte geworden ist. Er portraitiert Menschen, die heute in dem vernachlässigten Gebäude leben und arbeiten und zeigt einen Mikrokosmos Indiens in einem nicht verrottbaren Eisenskelett des Kolonialismus.
THE WATSON’S HOTEL ist eine Auseinandersetzung mit einem Bauwerk, das über eine schwierige koloniale und postkoloniale Geschichte Zeugnis ablegen könnte – wenn es nicht verfällt. Aber wie kann und soll man so ein symbolisches Gebäude bewahren?

Zum Streaminglink
 

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 01.04. bis Fr. 30.04., 00:05

DAS 25. JAHR – VON DER POETISIERUNG DER WELT

Ein Theater-Film von Otmar Hitzelberger, D 2019, 90 Min.

1991 gründete sich das Theater Willy Praml aus den Wurzeln freier Theaterarbeit in Frankfurt am Main. Frei und unabhängig arbeitet es bis heute. Der Film hat das Theater im 25. Jahr seines Bestehens begleitet.
In den ersten Jahren seines Bestehens fehlt dem Ensemble um Regisseur Willy Praml eine feste Spielstätte. Also begibt man sich auf Wanderschaft und lotet die Quartiere der Stadt aus. Immer auf der Suche nach geeigneten Orten und mit dem Ziel der künstlerischen Okkupierung: Eine Tiefgarage, eine alte Hafenschmiede, die Ufer des Mains. Nomaden ohne feste Heimat – doch mitten im Leben zuhause.
Im Jahr 2000 kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung: Das Theater nimmt – zunächst temporär gedacht – die Naxoshalle im Frankfurter Ostend in Besitz. Ein Ort, der dem Theater seither seinen Stempel aufgedrückt hat, wie umgekehrt das Theater diesem Ort. Denn wer weiß, was in einer Stadt wie Frankfurt, in der jeder Quadratmillimeter Boden der Spekulation auf maximale Rendite ausgesetzt ist, aus dieser Halle geworden wäre, hätte das Theater nicht beschlossen: Wir sind gekommen, um zu bleiben. Diese Halle ist die Welt.

Zum Streaming Link

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 14.04. bis Fr. 14.05., 00:06

CORONA – WENN DIE WELT STILL STEHT – WIR SIND NICHT ALLEIN

(teilweise engl. OV)

Dokumentarfilm von Enrico Corsano, D 2021, 63 Min.

In dem Dokumentarfilm, der zwischen April 2020 und März 2021 entstand, erzählen Menschen aus Hongkong, Indien, Guatemala, Mexiko, Spanien, England, Italien und Deutschland, wie sie die Krise erlebt haben und erleben. Die Gespräche wurden per Skype oder Zoom geführt und aufgezeichnet.
„Schon früh hatte ich von meinen italienischen Verwandten von den Problemen mit dem Virus erfahren. Was sie mir erzählten, war besorgniserregend. Dann tauchten auch erste Fälle hier in Deutschland auf und es kam Mitte März zum Lockdown, was wir noch sehr gelassen hinnahmen. Teilweise waren die Auswirkungen sogar positiv. Der Himmel über Frankfurt war plötzlich klar. Die Welt wurde stiller. Und wir dachten, das ist doch gar nicht so schlimm und dass es sicher bald vorbei sein wird.
Aber die Welt kam zum Stillstand und heute, ein Jahr später, gibt es immer noch keine Perspektive.“ Enrico Corsano

Zum Streaminglink

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 14.04. bis Fr. 14.05., 00:07

WAS HÄLT SIE AM LEBEN?

Filmschaffende in der Coronakrise – Ein Kurzfilm von Andrzej Klamt, D 2021, 25 Min. HD
Mit Mit: Philip Flämig, Brenda Lien, Su Müller, Anke Sevenich, Thomas Stellmach,

Künstlerinnen und Künstler sind besonders hart von den Anti-Corona-Maßnahmen getroffen worden. Die meisten von ihnen haben keine feste Anstellung und verdienen meistens als Freiberufler und Selbstständige ihren Lebensunterhalt.
Der Kurzfilm gibt fünf Künstlerinnen und Künstlern Stimme und Raum für Ihre Sicht auf eine einzigartige Situation. Was hat die Krise mit ihrer Psyche gemacht? Was hält sie am Leben? Worin finden sie Lebenssinn? In Ihrer Kunst? Viele Fragen und einige Antworten darauf.
Die Corona-Krise hat die Filmschaffenden nicht nur mit voller Wucht materiell getroffen, sondern auch ihre Kunst oft existenziell in Frage gestellt. Fast alle Gewerke und Berufe rund um die Film- Theater- und Medienproduktion können kaum oder nur in homöopathischen Ausmaßen ausgeübt werden. Dieses verhängnisvolle doppelte Betroffen-Sein hat viele Künstler und Künstlerinnen zum Nachdenken, zum Handeln oder zum Zweifeln gebracht.
Hinzu kommt eine gefühlte Geringschätzung der Arbeit der Künstler/innen durch die Politik, die naturgemäß in der Mehrheit von Menschen mit festem und regelmäßigem Verdienst gemacht wird, für die die Kunst oft die schönste „Nebensache“ der Welt ist bzw. bereits in Zeiten vor Corona lediglich als „weicher“ Stadtortfaktor oder Imagevorteil gesehen worden ist.
Das Ziel der künstlerischen/filmischen Arbeit, welche letztendlich immer nach einer Sinnsuche strebt und sich an dem Wahren, Guten und Schönen abarbeitet, steht in hartem Kontrast zu dem "nicht mehr gebraucht" werden in Zeiten der Pandemie.

Zum Streaming - Ein kostenloses Konto bei Vimeo ist erforderlich

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 22.04. bis Mo. 31.05., 00:08