Specials und Filmreihen

 

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FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

ESTHER NEWTON MADE ME GAY

(OV)

von Jean Carlomusto, USA 2022, 90 Min.

In Anwesenheit von Jean Carlomusto. Eine Kooperation mit dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe Uni Frankfurt, Staedelschule, Frankfurt und Gutenberg Uni, Mainz.
Die Kulturanthropologin Esther Newton hat im Lauf ihrer Karriere immer wieder die Normen von Geschlecht, Sexualität und anthropologischer Forschung in Frage gestellt und damit die Weichen gelegt für die LGBTQ und Gender Studies. Dadurch wurden Generationen von Studierenden geprägt. Die 80jährige gibt Einblicke in ihr Leben, auch als agile Hundetrainerin. Das Porträt einer ikonischen „Butch Lesbian“.

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Termine

Do. 14.07., 18:00

MONEYBOYS

(OmU)

Von C.B. Yi, Frankreich / Österreich / Belgien / Taiwan 2020, 118 Min.
Mit Kai Ko, Chloe Maayan, Zent Meihuizi

Der junge Fei lebt in einer chinesischen Großstadt und verdient sein Geld als „Moneyboy“, als illegaler Sexarbeiter, um seine Familie auf dem Land zu unterstützen. Seine Verwandten akzeptieren zwar sein Geld, nicht aber seine Homosexualität. Fei beschließt, sein Leben neu zu ordnen, sich zur Liebe zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und für seinen neuen Geliebten Long. Doch die Vergangenheit als „Moneyboy“ ist nicht so einfach abzustreifen …

In seinem packenden Spielfilmdebüt, das vor allem durch seine virtuose Bildgestaltung und ein nuanciert-intimes Schauspiel besticht, erzählt C.B. Yi von der Verlorenheit eines jungen Mannes und einer ganzen Generation, die zwischen dem wirtschaftlichen und moralischen Druck der Gesellschaft in einer Sackgasse festzustecken scheint. „Moneyboys“ feierte seine Premiere in Cannes und wurde seitdem vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Max Ophüls Preis 2022 als Bester Spielfilm.
„MONEYBOYS ist ein existenzieller, queerer und zugleich universaler Film über Liebe, der politische Bedeutung nicht verfolgt, aber sie erzeugt“, heißt es in der Jury-Begründung. „C.B. Yi erzählt seine Geschichte mit einer tiefen Herzlichkeit. Dabei definiert er trotz der harten Umstände seine Figuren nicht über Mitleid. Stattdessen gibt C.B. Yi den Charakteren und dem gesamten Film eine außergewöhnliche Würde.“

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Mi. 13.07., 19:45

DAS GLÜCK ZU LEBEN

Dokumentarfilm von Réka Szabó, Ungarn 2019, 83 Min.

Alleine kehrte Éva Fahidi nach dem Zweiten Weltkrieg nach Ungarn zurück. Im Alter von 20 Jahren hatte sie Auschwitz-Birkenau überlebt, während 49 Mitglieder ihrer Familie ermordet wurden, darunter ihre Mutter, ihr Vater und ihre kleine Schwester. Heute, im Alter von 90 Jahren, wird Eva gebeten, an einer Tanztheateraufführung über ihren Lebensweg teilzunehmen. Dies wäre ihre erste Erfahrung auf einer Bühne. Réka Szabó, die Regisseurin, stellt sich ein Duett zwischen Eva und der jungen, international gefeierten Tänzerin, Emese Cuhorka, vor. Réka möchte diese beiden Frauen, jung und alt, auf der Bühne interagieren sehen, um zu sehen, wie ihre Körper und Geschichten ineinandergreifen können. Eva stimmt sofort zu. Drei Frauen, drei Monate, eine Geschichte der Grenzüberschreitung. Während die außergewöhnlichen Momente in Evas Leben zu Theaterszenen destilliert werden, entsteht eine wahrhaft wunderbare und kraftvolle Beziehung zwischen den drei Frauen.

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Mi. 20.07., 18:00

1001 NIGHTS APART

(OmU)

Dokumentarfilm von Sarvnaz Alambeigi, Iran 2022, 80 Min.

Nach der Revolution im Iran 1979 führten die Iraner, die im Iran lebten, und jene, die ins Ausland geflohen waren, völlig unterschiedliche Leben. Und dann gab es noch die Generation, die nach der Revolution geboren wurde. Sie wussten nichts über die Vergangenheit ihres Landes und interessierten sich auch nicht dafür. Teilweise war es auch gar nicht so einfach, etwas über die Geschichte des Landes herauszufinden, schließlich wurden viele historische Zeugnisse während des Aufstandes zerstört. Das, was übrig blieb, ist oft nur eine erfundene Wahrheit. Aus Scham versuchen viele Iraner bis heute ihre Identität zu verstecken. Die Regisseurin Sarvnaz Alambeigi zeigt zwei Ballettaufführungen von „Scheherazade“, die in zwei unterschiedlichen Epochen und von zwei völlig unabhängigen Generationen auf die Bühne gebracht wurden. Die Geschichte ist inspiriert durch die Geschichte der Scheherazade in 1001 Nacht, in dessen Verlauf die Tänzer auch ihre eigenen Geschichten erzählen.

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Termine

Do. 21.07. bis Mi. 27.07., 18:00

TANZ-KURZFILME & GESPRÄCH

von Manuel Gaubatz und Oliver Magda

THE BOOK I WILL NEVER WRITE,
D 2021, Erzählerin: Sonja Fröhling (97 Jahre),
mit Petar Sekulic und Manuel Gaubatz,
Gespräche mit Bewohnern eines Altenheims und Aussagen der Großmutter des Tänzers Manuel Gaubatz über das Lernen zwischen dem 90. Und 100. Lebensjahr inspirierten zu dieser Performance über Alter, Einsamkeit und die Wichtigkeit kleiner Dinge.
LEBEN
D 2020
mit Jelena Markovic + Manuel Gaubatz
Wenn ein Teenager an Depressionen und Borderline leidet, stehen Familie und Freunde dem oft hilflos gegenüber. Ein Tagebuch diente als Grundlage für den Film.

Entstanden während des Corona-Lockdown mit Unterstützung eines Brückenstipendiums der Hessischen Kulturstiftung. Die Tanzfilme reflektieren die Themen Alter, Einsamkeit, Depression und Borderline. In Anwesenheit des Teams

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Termine

So. 24.07., 16:00