Specials und Filmreihen

 

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Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

BLUES BROTHERS

von John Landis, USA 1980, 132 Min.
Mit John Belushi, Dan Aykroyd, James Brown

Psychoanalytische Interpretation: Dr. Norbert Spangenberg, Institut für Psychoanalyse der DPG

Gerade erst aus dem Gefängnis entlassen, gelobt der Ganove Jake endlich Besserung und hat dafür auch schon eine Idee. Gemeinsam mit seinem Bruder Elwood Blues will er ihre alte Band wieder zusammenbringen, um an die 5000 Dollar zu kommen, die dem Waisenhaus fehlen, in dem sie selber früher aufgewachsen sind. Die Brüder setzen alles daran, ihren Plan umzusetzen. Problematisch daran ist Zweierlei: Erstens wurde die ehemalige Band in alle Winde zerstreut, zweitens haben Jake und Elwood bald die Polizei am Hals. Aber davon lassen sich die beiden Musiker nicht beeindrucken, denn sie haben eine wichtige Mission zu erfüllen. Gegen zahlreiche Widerstände, zu denen Nazis, Countrymusikfans und andere verrückte Gestalten beitragen, verfolgen sie ihr Ziel. Dabei hinterlassen sie eine Spur des Chaos immer gigantischerer Ausmaße.

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Mi. 31.08., 19:30
Mi. 14.09., 19:30

HAIRAREB

(OmeU)

Von Oshoveli Shipoh, Namibia 2019, 115 Min.

In Kooperation mit der Deutsch-Namibischen-Gesellschaft

„Hairareb“ erzählt die Geschichte eines alten Farmers, der eine schöne junge Braut heiratet, um seine Farm vor einer verheerenden Dürre zu retten. Sie basiert auf einem Buch von August C. Bikeur. Die Geschichte wird durch die Augen eines namibischen Ältesten und am tiefsten verwurzelten Stämme, der Damara, erzählt. Der Film wurde von der „Namibia Film Commission“ unterstützt und von Ellen Ernst und Dantagos Jimmy-Melani produziert und wurde im Rahmen des Filmfestivals „Festival International du Film PanAfricain“ im französischen Cannes zweifach mit dem Dikalo-Preis 2021 ausgezeichnet. Zum einen wurde Schauspielerin Hazel Hinda zur besten Schauspielerin für ihre Rolle als „Moira“ in „Hairareb“ gekürt. Darüber hinaus erhielt der Film eine „Besondere Erwähnung von der Jury für Spielfilme“.

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Mi. 24.08., 20:00

BABYN JAR. KONTEXT

(OmU)

Von Sergei Loznitsa, Ukraine / Niederlande 2021, 120 Min.

Mit anschließendem Filmgespräch mit Markus Roth, Fritz Bauer Institut

Das Massaker von Babyn Jar, bei dem nationalsozialistische Einsatzgruppen und lokale Polizeieinheiten 33.771 Jüdinnen und Juden erschossen, gehört zu den schlimmsten Verbrechen des vergangenen Jahrhunderts. Was eigentlich unfilmbar scheint, wurde dokumentiert. Mithilfe deutscher und sowjetischer Archivaufnahmen rückt Regisseur Sergei Loznitsa den Schrecken von Babyn Jar in einen historischen Kontext zwischen 1941 -1952. Und leistet auf diese Weise einen essenziellen Beitrag gegen das Vergessen.

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Mi. 07.09., 18:00

QUEERFILMFESTIVAL

Vom 8. bis 14. September 2022 zeigt das queerfilmfestival wieder die besten queeren Filme des Jahres

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VORURTEIL UND STOLZ

(schwedische OmU)

Von Eva Beling, Schweden / Island / Finnland 2021, 100 Min

Der schwedische Stummfilm „Ikarus“ (1916) von Mauritz Stiller erzählt andeutungsreich von der Liebe zwischen einem schwulen Bildhauer und seinem Model – und gilt als eines der ersten Zeugnisse des queeren Kinos überhaupt. Stiller entdeckte auch Greta Garbo, die im Hollywood der 1920er und 30er Jahre mit Crossdressing und sexuell ambigen Figuren zum ersten queeren Leinwandstar wurde. In den Filmen des Meisterregisseurs Ingmar Bergman finden sich vor allem Beispiele von unterdrückter lesbischer und schwuler Sexualität. Vilgot Sjöman hingegen zeigte in seinem Film „Tabu“ (1977) eine ganze Palette nicht-heterosexuelle Spielarten – und sogar eine Pride-Parade.

Eva Beling hat sich in den schwedischen Filmarchiven auf die Suche nach queeren Geschichten, Figuren und Momenten gemacht – und eine ganze Schatztruhe geborgen, mit der sie die Entwicklung von den Anfängen bis zu Filmen wie „Something Must Break“ (2014) und „Als wir tanzten“ (2019) nachzeichnet. Ihr spektakuläres Archivmaterial ergänzt sie durch Interviews mit Darsteller:innen wie Harriet Andersson und Liv Ullmann, Regisseur:innen wie Marie-Louise Ekman und Levan Akin sowie mit Queer- und Filmwissenschaftler:innen. Belings rebellische Neulektüre einer ganzen nationalen Kinematographie im Dienste der queeren Sichtbarkeit setzt ein fantastisches Beispiel: Jedes Land sollte seinen eigenen „Vorurteil und Stolz“ haben!

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Do. 08.09., 19:45

PETER VON KANT

Von François Ozon, Frankreich 2022, 85 Min.

Peter von Kant, einst ein großer Regisseur, mittlerweile über seinem Zenit, wankt liebend, leidend, schreiend, saufend und singend durch sein Kölner Atelier. Über seine Ex-Muse Sidonie lernt Peter den jungen und schönen Schauspieler Amir kennen. Doch so schnell wie die leidenschaftliche Affäre zwischen den beiden beginnt, endet sie auch – nachdem Amir durch Peter berühmt geworden ist. Von Amir verspottet und gedemütigt, verfällt Peter einer Zerstörungssucht, die selbst seine Mutter und seinen letzten treuen Begleiter Karl trifft …
Mit „Tropfen auf heiße Steine“ (2000) hat François Ozon schon einmal ein Theaterstück von Rainer Werner Fassbinder kongenial verfilmt. Sein neues Kammerspiel ist eine Art Remake von Fassbinders Meisterwerk „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ (1972). Statt drei Frauen umschwirren sich in der intimen Enge einer eleganten Künstlerwohnung hier aber drei Männer. Dass die von Denis Ménochet gespielte, von Kokain-Konsum gezeichnete Hauptfigur Peter stark an den Fassbinder der 1970er-Jahre erinnert, ist kaum ein Zufall. Im Februar eröffnete Ozons Hommage noch die Berlinale – und jetzt das Queerfilmfestival!

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Do. 08.09., 21:45

MEIN ERSTER SOMMER

(englische OmU)

Von Katie Found, Australien 2020, 80 Min.

„Die Außenwelt ist böse!“ Das hat die 16-jährige Claudia unzählige Male von ihrer Mutter gehört. Nun ist die Mutter tot und Claudia ganz allein in ihrem abgelegenen Haus. Bis plötzlich die gleichaltrige Grace im Garten auftaucht – voller Temperament, aber ebenfalls traumatisiert. Gegenseitig können sich die beiden jungen Frauen helfen und sich eine Hoffnung geben, die sie bisher nicht kannten. Doch dann droht das romantische Sommeridyll zerstört zu werden.

Die australische Regisseurin Katie Found begleitet in „Mein erster Sommer“ zwei Außenseiterinnen, die in der sonnendurchfluteten Abgeschiedenheit das Glück zu zweit entdecken. Ein intimes und sensibel erzähltes Coming-of-Age-Drama in verträumten Bildern – mit den fantastischen Newcomerinnen Markella Kavenagh und Maiah Stewardson in den Hauptrollen.

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Fr. 09.09., 19:45

SOLL ICH DICH EINEM SOMMERTAG VERGLEICHEN?

(arabische OmU)

Von Mohammad Shawky Hassan, Ägypten / Libanon / Deutschland 2022, 66 Min.

Die Liebesgeschichte beginnt, wie tausendundeine Liebegeschichten vor ihr begonnen haben: „Es war einmal …“ Eine Erzählerin berichtet von der Beziehung zweier Männer. Ein polyamouröser Chor von früheren Liebhabern setzt ein. Im Club Sheherazad kommen und gehen die Figuren. Es geht um Grindr-Dates, Herzschmerz, Liebe zu dritt. Und was ist mit einem Happy End?

Auf Basis seines eigenen Liebestagesbuchs erschafft Mohammad Shawky Hassan eine metareflexive queere Variante von „Tausendundeine Nacht“: ein nicht-heteronormatives Musical, das arabische Volkssagen mit ägyptischer Popmusik kombiniert und Lieder und Gedichte multimedial zu neuer, leuchtender Entfaltung bringt. Sein Film, betitelt nach Shakespeares 18. Sonett, entwirft nicht weniger als einen überzeitlichen Safe Space, in dem persönliche und kollektive Erinnerungen mit unseren gegenwärtigen Hoffnungen und Träumen zusammenklingen.

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Fr. 09.09., 21:30

SWEETHEART

(englische OmU)

Von Marley Morrison, Großbritannien 2021, 103 Min.

Die introvertierte 17-Jährige AJ interessiert sich für die wirklich wichtigen Dinge, zum Beispiel wie man Pullis für Elefanten strickt oder wie das Methan der Kühe unseren Planeten zerstört. Weniger begeistern kann sie sich für den anstehenden Familienurlaub: eine ganze Woche mit ihren spießigen Eltern und ihren nervigen Schwester in einer stinklangweiligen Feieranlage an der Küste von Dorset, wo es nicht mal WiFi gibt – der blanke Horror! AJ bereitet sich auf die schlimmsten sieben Tage ihres Lebens vor. Bis sie der Rettungsschwimmerin Isla begegnet, die betörend nach Chlor riecht …

Marley Morrisons herrlich skurrile Coming-of-Age-Komödie wurde beim Filmfestival in Glasgow mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, für fünf British Independent Film Awards nominiert und von der Presse als einer der besten britischen Filme des Jahres gefeiert. Ein echtes Feel-Good-Movie!

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Sa. 10.09., 19:45

CONCERNED CITIZEN

(hebräische OmU)

Von Idan Haguel, Israel 2022, 82 Min.

Ben hält sich für einen liberalen schwulen Mann. Er hat einen gut bezahlten Job und wohnt mit seinem Partner Raz in einem schicken Apartment in einem migrantisch geprägten Stadtteil Tel Avivs. Zum Glück fehlt dem Paar nur noch ein Kind. Um ihre Wohngegend zu verschönern, pflanzt Ben einen Baum auf der anderen Straßenseite. Doch seine gut gemeinte Tat löst eine Kette von Ereignissen aus, an deren Ende ein Geflüchteter aus Eritrea brutal von Polizisten zusammengeschlagen wird. Bens Bild von sich selbst, seiner Beziehung, ja der ganzen Gesellschaft gerät aus den Fugen.

Mit bitterbösem Humor zeichnet Regisseur Idan Haguel eine satirische Parabel über das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung, unhinterfragte Privilegien und tief sitzende Vorurteile. Für seine elegant erzählte Sozialkritik wurde „Concerned Citizen“ bereits auf der Berlinale gefeiert.

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Sa. 10.09., 21:30

NELLY & NADINE

(OmU)

Von Magnus Gertten, Schweden / Belgien / Norwegen, 92 Min.

Die unglaubliche Liebesgeschichte zweier Frauen, die sich in einem Konzentrationslager ineinander verlieben

Die belgische Opernsängerin Nelly Mousset-Vos und die chinesische Widerstandskämpferin Nadine Hwang lernen sich Heiligabend 1944 im KZ Ravensbrück kennen, wo beide Gefangene sind. Ab diesem Moment verbringen die beiden Frauen so viel Zeit wie möglich miteinander. Kurz vor Kriegsende werden sie für einige Monate getrennt, finden sich wieder, ziehen zusammen nach Venezuela, um dort ihre Liebe frei leben zu können, und später nach Brüssel.

Viele Jahre lang wurde Nellys und Nadines bemerkenswerte Liebesgeschichte geheim gehalten, sogar vor engsten Familienmitgliedern. Jetzt hat Nellys Enkelin Sylvie das Privatarchiv des Liebespaars geöffnet. Magnus Gertten berührender Dokumentarfilm erzählt anhand von Nellys Tagebuch und Fotos, Liebesbriefen und Filmrollen eine bemerkenswerte Geschichte über den Horror des Krieges, gut gehütete Familiengeheimnisse und die Liebe gegen alle Widerstände.

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So. 11.09., 14:00

DER SCHWIMMER

(hebräische OmU)

Von Adam Kalderon, Israel 2021, 90 Min.

Erez will das Ticket für Olympia! Aber dafür muss sich der ehrgeizige Nachwuchsstar erst noch beim Vorentscheid durchsetzen, der vom israelischen Schwimmverband in einem abgelegenen Trainingscamp veranstaltet wird. Die Konkurrenz in hautengen Speedos ist hart. Doch die schwerste Prüfung stellt sein bildhübscher Mitbewerber Nevo dar, in den sich Erez gegen alle Warnungen mit Haut und Haar verliebt.

Adam Kalderons hochsommerliches Sportdrama geizt nicht mit halbnackten Tatsachen und einer reizvollen Spannungskurve, stellt im Kern aber auch die entscheidende Frage, was im Leben mehr zählt: professioneller Erfolg oder die große Liebe.

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So. 11.09., 19:45

IRRLICHT

(portugiesische OmU)

Von João Pedro Rodrigues, Portugal / Frankreich 2022, 67 Min.

Man schreibt das Jahr 2069. Auf dem Sterbebett erinnert sich der ehrwürdige Regent Alfredo, König ohne Krone, an seine ausschweifende Jugend als Feuerwehr-Azubi. Die Begegnung mit seinem Ausbilder Afonso entzündete damals eine leidenschaftliche Liebe – und den gemeinsamen Willen, den gesellschaftlichen Status quo zu verändern.

Der neue Filme des portugiesischen Kultregisseurs João Pedro Rodrigues („O Fantasma“, „Der Ornithologe“) ist eine wunderbar wilde und perfekt choreografierte Mischung aus Musical, Folklore und queerer Erweckungsgeschichte im Zeichen des Umweltschutzes – also ganz großes Kino!

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So. 11.09., 21:30

WET SAND

(georgische OmU)

Von Elene Naveriani, Schweiz / Georgien 2021, 115 Min.

Ein Dorf am Schwarzen Meer in Georgien, mit freundlichen Menschen, die glauben, sich zu kennen. Eines Tages wird der alte Eliko in seinem Haus erhängt aufgefunden. Vor allem Amnon, der am Strand eine kleine Bar betreibt, wirkt erschüttert. Elikos Enkelin Moe reist aus Tiflis an, um die Beerdigung zu organisieren. Im Dorf stößt sie auf ein Netz von Lügen und Geheimnissen. Erst als Amnon sein Schweigen bricht, scheint ein Neuanfang möglich …

„Wet Sand“ von Elene Naveriani gibt den Außenseiter:innen des ländlichen Georgiens eine Stimme und ist ein filmisches Manifest gegen Homophobie. Seine Premiere feierte das zugleich melancholische und hoffnungsvolle Drama über Generations-übergreifende Solidarität und queere Selbstermächtigung in Locarno, wo Hauptdarsteller Gia Agumava als Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde.

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Mo. 12.09., 19:45

THE SCHOOLMASTER GAMES

(schwedische OmU)

Von Ylva Forner, Schweden 2022, 82 Min.

An der St.-Sebastian-Akademie sind alle Studenten schwul, jedes Seminar dreht sich um Homosexualität und der Campus vibriert nur so vor erotischen Ränkespielen. Machtzentrum ist der strenge Schuldirektor, der mit seinem Lieblings-Zögling Charles die Schoolmaster Games veranstaltet, ein Sexspiel mit klarer Rollenverteilung. Währenddessen bereiten sich die Freunde Tim, Fred, Paul und Noak auf das Vorsingen für die heißbegehrte Winter-Prozession vor. Eine mysteriöse Nachricht stürzt den Direktor in eine veritable Existenzkrise – und führt zu einem abrupten Ende der Schoolmaster Games. Oder doch nicht…?

In ihrem vor originellen Ideen und skurrilen Figuren nur so sprühenden Langfilmdebüt erzählt die schwedische Regisseurin Ylva Forner auf Basis des gleichnamigen Romans von Kristofer Folkhammar von einem sagenhaften Ort zwischen schwulem Safe Space, musikalischem SM-Keller und sexueller Verbesserungsanstalt, in dem man sich auch Jean Genet oder Marquis de Sade bestens als Gastprofessoren machen würden.

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Mo. 12.09., 22:00

ANIMA – DIE KLEIDER MEINES VATERS

Von Uli Decker, Deutschland 2022, 94 Min.

Eine wahre Geschichte über Familiengeheimnisse, Geschlechterrollen und eine Kindheit in der bayerischen Provinz

Die kleine Uli will Pirat oder Papst werden, aber auf keinen Fall den Rollenstereotypen ihres bayerischen Heimatortes entsprechen. Nach dem Tod ihres Vaters bekommt sie von der Mutter seine „geheime“ Kiste als Erbe ausgehändigt. Der Inhalt – hochhackige Schuhe, künstliche Fingernägel, Schminke und eine Echthaarperücke – verändert ihren Blick auf den Vater, ihre Familie und die Gesellschaft, in der sie aufwuchs.

Uli Decker erzählt die berührende Lebensgeschichte ihres Vaters als tragisch-komische Achterbahnfahrt durch animierte und dokumentarische Bilderwelten – und wurde dafür dieses Jahr vollkommen zu Recht mit dem Max-Ophüls-Preis für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet!

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Di. 13.09., 19:45

REX GILDO – DER LETZTE TANZ

Von Rosa von Praunheim, Deutschland 2022, 90 Min.

Hossa, hossa, hossa, hossa – Rosa zum 80. Geburtstag!

Er sah blendend aus, konnte singen und tanzen, verkaufte 40 Millionen Schallplatten, wirkte in über 30 Filmen mit, und „Fiesta Mexicana“ konnte jedes Kind mitsingen. Rex Gildo war ein deutscher Star. Doch dass er und sein Manager/Entdecker/Ziehvater Fred Miekley über Jahrzehnte ein Liebespaar waren, wussten nur engste Vertraute. Um Pressegerüchten über sein Schwulsein zuvorzukommen, heiratete Gildo sogar seine eigene Cousine. Nach Miekleys Tod bekam Gildos Karriere tiefe Risse, er wurde tablettensüchtig und hatte Alkoholprobleme. 1999 stürzte er aus dem Fenster seiner Münchner Wohnung, er wurde 63 Jahre alt.

Halb fiktional, halb dokumentarisch erzählt Rosa von Praunheim in seinem neuen Film Rex Gildos Leben als die tragische Geschichte eines Unterhaltungskünstlers, der sich in der repressiven Öffentlichkeit der 1950er und 60er Jahre zu einem Doppelleben gezwungen glaubte und auch später nie den Ausbruch aus seinem Versteck wagte. In den Spielszenen brillieren Newcomer Kilian Berger als junger Rex Gildo und Ben Becker als Fred Miekley.

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Di. 13.09., 21:45

GIRLS, GIRLS, GIRLS

(finnische OmU)

Von Alli Haapasalo, Finnland 2022, 100 Min.

Rönkkö will endlich Sex haben, bei dem sie wirklich etwas fühlt. Mimmi ist da prinzipiell schon einen Schritt weiter, aber ansonsten ziemlich wütend. Zusammen arbeiten die beiden besten Freundinnen in einem Smoothie-Laden. Als eines Tages die ehrgeizige Eiskunstläuferin Emma einen Drink bestellt, bröckelt Mimmis Toughness, und eine Party später lässt sie sich von Emma schon den dreifachen Lutz zeigen. Zwischen Laserpistolenduellen und Bindungsängsten machen sich die drei jungen Frauen auf Liebessuche und klären nebenbei noch die Frage, was im Leben eigentlich wirklich wichtig ist.

Die finnische Regisseurin Alli Haapasalo erzählt in ihrem wilden Freundinnenfilm authentisch und mitreißend davon, wie es sich anfühlt, jung zu sein. Es geht um unbändigen Lebenshunger und die Lust auf super-guten Sex, um Rückschläge und Verletzungen – und das Gefühl, dass man einem anderen Menschen so nah sein will, dass es nicht reicht, nur seine Haut zu berühren. „Girls Girls Girls“ und sein famoses Darstellerinnen-Trio wurden bereits auf der Berlinale und in Sundance gefeiert, wo der Film dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.

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Mi. 14.09., 17:45