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FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

DER ZEUGE

Von Bernd Michael Lade, Deutschland 2022, 97 Min.
Mit Bernd Michael Lade, Maria Simon, Lina Wendel

Am Fr. 3.3. in Anwesenheit von Regisseur Bernd Michael Lade
Deutschland, kurz nach dem 2. Weltkrieg: Als jahrelanger Häftling der KZs Buchenwald, Lichtenburg, Esterwegen und Flössenburg erlebte Carl Schrade die Gräueltaten der Nazis aus nächster Nähe. Jetzt soll der ehemalige Juwelenhändler als Kronzeuge der Anklage vor einem Gericht aussagen, um seine Peiniger hinter Gitter zu bringen. Auf der Anklagebank sitzen SS-Männer, NSDAP-Funktionäre und Ilse Koch, die Frau des berüchtigten KZ-Kommandanten Karl Koch. Die Liste ihrer menschenverachtenden Verbrechen ist lang, die Liste der Ausreden und Rechtfertigungen beinahe noch länger. An der Schuld besteht kaum ein Zweifel. Aber woher stammt Carl Schrades umfassendes Wissen über die Abläufe in der Lagerverwaltung und wie überlebte er mehr als zehn Jahre in den Lagern?

Als Regisseur und Hauptdarsteller entwirft Bernd Michael Lade (früher Mitglied der DDR-Punkband "planlos") in DER ZEUGE ein spannendes Gedankenexperiment, basierend auf realen Gerichtsprotokollen. Das dialektisch erzählte Prozess-Drama über Schuld und Unschuld stellt Täter- und Opferaussagen schonungslos gegenüber. In nie da gewesener Direktheit offenbart er die Mechanismen, die zur systematischen Ausbeutung und schlussendlichen Vernichtung von Millionen Menschen in den Konzentrationslagern führten.

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Termine

Fr. 03.03., 20:00

BIGGER THAN US

(englische OmU)

Dokumentarfilm von Flore Vasseur, Frankreich 2021, 96 Min.

Melati Wijsen entschließt sich dazu, um den Globus zu reisen, um Gleichaltrige zu treffen, junge Aktivisten wie sie, denen es dank ihrer Überzeugung und Entschlossenheit bereits gelungen ist, einen enormen Einfluss auf ihre Fachgebiete auszuüben. Ein Dokumentarfilm über eine Generation, die uns zeigt, wie man lebt und was es bedeutet, auf der Welt zu sein und sich für Menschenrechte, Klima, Meinungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit stark zu machen.

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Termine

Do. 16.02., 15:00
So. 26.02., 14:00

GIRLS, GIRLS, GIRLS

(finnische OmU)

Von Alli Haapasalo, Finnland 2022, 100 Min.

Rönkkö will endlich Sex haben, bei dem sie wirklich etwas fühlt. Mimmi ist da prinzipiell schon einen Schritt weiter, aber ansonsten ziemlich wütend. Zusammen arbeiten die beiden besten Freundinnen in einem Smoothie-Laden. Als eines Tages die ehrgeizige Eiskunstläuferin Emma einen Drink bestellt, bröckelt Mimmis Toughness, und eine Party später lässt sie sich von Emma schon den dreifachen Lutz zeigen. Zwischen Laserpistolenduellen und Bindungsängsten machen sich die drei jungen Frauen auf Liebessuche und klären nebenbei noch die Frage, was im Leben eigentlich wirklich wichtig ist.

Die finnische Regisseurin Alli Haapasalo erzählt in ihrem wilden Freundinnenfilm authentisch und mitreißend davon, wie es sich anfühlt, jung zu sein. Es geht um unbändigen Lebenshunger und die Lust auf super-guten Sex, um Rückschläge und Verletzungen – und das Gefühl, dass man einem anderen Menschen so nah sein will, dass es nicht reicht, nur seine Haut zu berühren. „Girls Girls Girls“ und sein famoses Darstellerinnen-Trio wurden bereits auf der Berlinale und in Sundance gefeiert, wo der Film dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.

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Termine

Mi. 15.02., 20:00