Specials und Filmreihen

 

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NIPPON CONNECTION

Japanisches Filmfestival Frankfurt am Main

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MORI, THE ARTIST'S HABITAT – Mori no iru basho

(japanische OmeU)

Von Shuichi OKITA, Japan 2018, DCP, 99 Min.

Deutschlandpremiere in Anwesenheit des Regisseurs

Mit welchem Bein fängt eine Ameise an zu laufen? Mit solch tiefgründigen Fragen konnte sich der Maler Morikazu KUMAGAI (1880–1977) sehr lange und ausführlich beschäftigen, am liebsten in seinem eigenen Garten. Beim meditativen Studium der Pflanzen- und Tierwelt empfing er die wichtigsten Inspirationen für seine Werke. Eine exzentrische Persönlichkeit, wie geschaffen für ein filmisches Porträt. Publikumsliebling Shuichi OKITA entwirft in seinem neuesten Film allerdings kein gewöhnliches Biopic, sondern präsentiert einen Tag im Leben des Künstlers in Form einer feinsinnig-ironischen Komödie, gewürzt mit einer Prise Slapstick.
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Mi. 30.05., 20:00

OUTRAGE CODA – Autoreiji saishusho

(japanische OmeU)

Von Takeshi KITANO, Japan 2017, DCP, 104 Min.

Otomo, verkörpert von Multitalent Takeshi KITANO, hat den japanischen Yakuza den Rücken gekehrt, um in Korea für den einflussreichen Gangster Mr. Chang zu arbeiten. Doch als ein Yakuza während einer Reise nach Korea einen Eklat auslöst, setzt sich eine Kettenreaktion der Gewalt in Gang und Otomo wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Mit OUTRAGE CODA schließt Takeshi KITANO seine Trilogie über den alternden Gangster Otomo ab. Erneut verbindet der Filmemacher seine Markenzeichen, lakonischen Humor und unerwartete Gewaltausbrüche, um in hochästhetischen Bildern sein Stammgenre, den Gangsterfilm, auf unterhaltsame Weise zu dekonstruieren.
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Mi. 30.05., 22:15

MARY AND THE WITCH’S FLOWER – Meari to majo no hana

(japanische OmU mit deutscher Voice over)

Von Hiromasa YONEBAYASHI, Japan 2017, DCP, 102 Min., FSK 6

Der Umzug zur Großtante hat für die kleine Mary magische Folgen: Zwei Katzen bringen sie mit einer geheimnisvollen Blume in Kontakt, und unversehens reist Mary auf einem fliegenden Besen zu einer geheimen Hexenakademie hoch oben in den Wolken. Hier wird sie irrtümlicherweise für eine neue Schülerin gehalten, was ihr zuvor eintöniges Leben auf den Kopf stellt. Regisseur Hiromasa YONEBAYASHI arbeitete lange für Studio Ghibli. MARY AND THE WITCH’S FLOWER entstand in Zusammenarbeit mit ehemaligen Ghibli-Animator*innen bei Studio Ponoc.
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Do. 31.05., 15:30

TREMBLE ALL YOU WANT – Katte ni furuetero

(japanische OmeU)

Von Akiko OKU, Japan 2017, DCP, 117 Min.

Yoshika träumt auch nach vielen Jahren immer noch von ihrem Schulschwarm. Sie plant ein Klassentreffen in der Hoffnung, endlich sein Herz zu gewinnen. Doch dann gesteht ihr unerwartet ihr verschrobener Büronachbar seine Liebe. Aus einer Prämisse, die stark nach Seifenoper klingt, macht Akiko OKU die wohl erfrischendste romantische Komödie seit langem. Dank der einfühlsam erzählten Geschichte, den treffsicheren Gags und einem bestens aufgelegten Cast geht TREMBLE ALL YOU WANT weit über gängige Genre-Klischees hinaus – und meistert den Drahtseilakt zwischen Komik und Melancholie.
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Do. 31.05., 17:30

OH LUCY!

(japanische OmeU)

Von Atsuko HIRAYANAGI, Japan / USA 2017, DCP, 95 Min.

Setsuko lebt perspektivlos und enttäuscht in Tokio – bis sie ihr Herz an ihren neuen Englischlehrer John verliert. Leider interessiert sich dieser mehr für ihre Nichte, mit der er in die USA reist. Setsuko und ihre Schwester folgen dem Paar in den Sonnenstaat Kalifornien auf eine Reise, nach der nichts mehr so sein wird, wie es war. Mit außerordentlichem Gespür für komisches Timing inszeniert Atsuko HIRAYANAGI in ihrem Debütfilm ein bezauberndes Gefühlswirrwarr. Die diesjährige NIPPON HONOR AWARD-Preisträgerin Shinobu TERAJIMA glänzt dabei mit einer vielschichtigen Performance, für die sie bei den Independent Spirit Awards als beste Schauspielerin nominiert wurde.
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Do. 31.05., 20:00

FOREBODING – Yocho sanpo suru shinryakusha gekijoban

(japanische OmeU)

Von Kiyoshi KUROSAWA, Japan 2018, DCP, 140 Min.

Der Himmel über Tokio ist anders als sonst, Menschen verhalten sich seltsam, merkwürdige Ereignisse häufen sich und es hört nicht auf zu regnen. Diese Verdichtung eigenartiger Phänomene lässt Etsuko befürchten, dass die Erde auf eine Katastrophe zusteuert. Als sie versucht, diese aufzuhalten, scheint es bereits zu spät zu sein. Für seine beunruhigende Vision vom Ende der Menschheit greift der mehrfach preisgekrönte Regisseur Kiyoshi KUROSAWA (NIPPON HONOR AWARD 2016) auf Stilmittel des Science-Fiction- und Horrorfilms zurück. FOREBODING ist die Spielfilmversion der gleichnamigen Mini-TV-Serie und wurde bereits auf der Berlinale 2018 gezeigt.
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Do. 31.05., 22:00

LU OVER THE WALL – Yoake tsugeru Ru no uta

(japanische OmeU)

Von Masaaki YUASA, Japan 2017, DCP, 107 Min.

Kai lebt in dem verschlafenen Fischerdorf Hinashi. Als er eines Tages seiner Band auf der sogenannten Meerjungfraueninsel probt, begegnet ihnen die Nixe Lu. Wie verzaubert von Kais Liedern, besucht sie ihn fortan regelmäßig. Doch da die Dorfbewohner*innen große Furcht vor Meerjungfrauen haben, muss die Freundschaft geheim bleiben. Mit seinem originellen Zeichenstil erzählt Masaaki YUASA eine Geschichte für Jung und Alt. Der bereits mehrfach ausgezeichnete Animationsfilm wurde von der Idee bis hin zum Drehbuch vom Regisseur selbst konzipiert.
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Fr. 01.06., 15:30

RIVER’S EDGE

(japanische OmeU)

Von Isao YUKISADA, Japan 2018, DCP, 118 Min.

Ichiro und seine beste Freundin Haruna, die ihn regelmäßig vor den Angriffen seiner Mitschüler*innen schützt, entdecken eine Leiche am nahegelegenen Fluss. Der unheimliche Fund ist der Ausgangspunkt einer Kette von Ereignissen, die in einer Eskalation von Gewalt enden wird. In seiner ersten Manga-Adaption widmet sich Isao YUKISADA erneut seinem bevorzugten Sujet, dem Coming-of-Age-Film. Um Themen wie Mobbing, verheimlichte Homosexualität, Prostitution und ungewollte Schwangerschaft spinnt er in RIVER’S EDGE das Bild einer desillusionierten Jugend. Die Adaption des gleichnamigen Mangas aus dem Jahr 1993 wurde bei der Berlinale 2018 mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet.
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Fr. 01.06., 17:30

DEAR ETRANGER – Osanago warera ni umare

(japanische OmeU)

Von Yukiko MISHIMA, Japan 2017, DCP, 127 Min.

Nach dem Scheitern seiner ersten Ehe hat Makoto mit Nanae und ihren Töchtern eine neue Familie gegründet, die durch die Geburt des ersten gemeinsamen Kindes vervollständigt werden soll. Doch während Nanaes jüngere Tochter den Nachwuchs bereits herbeisehnt, reagiert die ältere Schwester mit einem zunehmend rebellischen Verhalten, das die Familie in eine ernste Krise zu stürzen droht. Yukiko MISHIMA nähert sich mit dem Familiendrama einem der populärsten Genres des japanischen Films. Mit erstaunlichem Feingefühl erzählt sie dabei eine mitreißende Geschichte, die von einem herausragenden Ensemble um die NIPPON HONOR AWARD-Preisträger*innen Tadanobu ASANO und Shinobu TERAJIMA getragen wird.
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Fr. 01.06., 20:00

OCCULT BOLSHEVISM – Reiteki Borisheviki

(japanische OmeU)

Von Hiroshi TAKAHASHI, Japan 2017, Blu-ray, 72 Min.

Eine Séance in einer verlassenen Fabrik bildet den Rahmen für diesen eindringlichen Horrorfilm von Hiroshi TAKAHASHI, Autor von THE RING. Unklar bleibt zunächst, welchen Zweck die Initiatoren der Séance verfolgen. Wirkt es anfangs als sei es rein wissenschaftliches Interesse, so stellt sich bald heraus, dass weitaus düsterere Beweggründe dahinter stecken. Nachdem sich J-Horror durch jahrelanges Wiederkäuen der ewig selben Geschichten in die Belanglosigkeit manövriert hat, kommt nun endlich, worauf Fans seit geraumer Zeit warten: Ein Film, der die liebgewonnenen Aspekte des J-Horrors aufgreift, gleichzeitig aber innovativ genug ist, um nicht nur das hundertste Zitat zu sein.
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Fr. 01.06., 22:45

RAMEN HEADS

(japanische OmeU)

Von Koki SHIGENO, Japan 2017, DCP, 93 Min.

Verwöhnen Sie bei unserem Filmdinner Ihre Augen und Gaumen mit exquisiten Leckerbissen! In diesem Jahr entführt Sie der Dokumentarfilm RAMEN HEADS von Koki SHIGENO in die Welt der Nudelsuppen. Dazu reichen wir Bento-Boxen, gefüllt mit verschiedenen japanischen Köstlichkeiten (eine vegetarische Variante steht ebenfalls zur Auswahl).
Osamu TOMITA gilt als einer der besten Ramen-Köche Japans. Von der aufwändigen Herstellung der kräftigen Brühe bis zum Mischen des Nudelmehls für den perfekten Biss ist seine tägliche Arbeit minutiös geplant. Trotzdem bleibt Raum für Abwechslung, denn die Ramen-Zubereitung folgt keinem strengen Gesetz. Wir begleiten TOMITA auf einem Besuch in den Restaurants der Konkurrenz: Das Zusammenspiel von Nudeltyp, Brühe und Suppeneinlagen variiert in schier unzähligen Kombinationen. Das Ziel, das die „Ramen Heads“ dabei auf mitunter sehr exzentrische Weise verfolgen, vereint die Köche: Ein köstliches und abwechslungsreiches Gericht anzubieten, das man jeden Tag essen möchte.
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Sa. 02.06., 14:00

PUMPKIN AND MAYONNAISE – Kabocha to mayonezu

(japanische OmeU)

Von Masanori TOMINAGA, Japan 2017, Blu-ray, 93 Min.

Von einem Tag auf den anderen ändert sich das Leben von Barkeeperin Tsuchida und ihrem arbeitslosen Freund Seiichi, der auf eine Karriere als Musiker hofft: Seiichi findet heraus, dass Tsuchida nebenbei als Hostess arbeitet, um ihm bei der Verwirklichung seines Traums zu helfen. Kurz darauf begegnet Tsuchida ihrem Ex-Freund, was längst vergessene Gefühle hervorruft. PUMPKIN AND MAYONNAISE ist eine gelungene Verfilmung von Kiriko NANANANs legendärem Manga, der die diffusen Gefühle einer Frau zwischen zwei Männern mit großer Sensibilität schildert.
Mit freundlicher Unterstützung von YASKAWA Europe GmbH.
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Sa. 02.06., 18:00

WE ARE – Ao no kaerimichi

(japanische OmeU)

Von Michihito FUJII, Japan 2017, DCP, 120 Min.

Sieben Freunde stehen mit dem Ende der gemeinsamen Schulzeit am Scheideweg. Während einige ihr Glück in Tokio suchen, bleiben die anderen in ihrer Heimatstadt Maebashi. Regisseur Michihito FUJII entwickelt aus dieser Ausgangssituation ein herausragendes Ensembledrama, das wir bei NIPPON CONNECTION als Weltpremiere zeigen. Während FUJII die Wege der einzelnen Protagonisten verfolgt, die sich über einen Zeitraum von zehn Jahren immer wieder kreuzen, erzählt er eine zeitlose Coming-of-Age-Geschichte über Freundschaft, Verlust und gescheiterte Träume – inklusive eines mitreißenden Soundtracks!
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Sa. 02.06., 20:00

BAMY

(japanische OmeU)

Von Jun TANAKA, Japan 2017, DCP, 100 Min.

Unter mysteriösen Umständen trifft Fumiko nach vielen Jahren ihren alten Schulfreund Ryota wieder. Aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich eine innige Liebesbeziehung und die beiden bereiten schon bald ihre Hochzeit vor. Doch die romantische Stimmung wird von einem dunklen Geheimnis überschattet, das zunehmend für Verstörung sorgt: Ryota besitzt die seltene Gabe, Geister zu sehen. Wo verläuft die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit? Und was hat ein roter Regenschirm mit alldem zu tun? Das bereits auf zahlreichen Festivals gefeierte Horror-Drama ist Jun TANAKAs Regiedebüt und besticht durch seine dichte Atmosphäre.
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Sa. 02.06., 22:30

THE THIRD MURDER – Sandome no satsujin

(japanische OmeU)

Von Hirokazu KOREEDA, Japan 2017, DCP, 124 Min.

Anwalt Shigemori soll den wegen Raubmordes angeklagten Misumi verteidigen, der zuvor durch einen drei Jahrzehnte zurückliegenden Mordfall im Gefängnis gelandet war. Bei erneuter Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Trotzdem bekennt sich Misumi schicksalsergeben zu der Tat. Bei Befragungen und Recherchen werden bei Shigemori allerdings Zweifel an dem Geständnis seines Mandanten wach. Hirokazu KOREEDA inszeniert mit THE THIRD MURDER ein abgründiges Psychoduell um Schuld, Sühne, Wahrheit und Lüge, das mehrfach bei den Japan Academy Awards 2017 ausgezeichnet wurde. NIPPON HONOR AWARD-Preisträger Koji YAKUSHO und Masaharu FUKUYAMA ziehen dabei alle Register der Schauspielkunst.
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So. 03.06., 17:30

DESTINY: THE TALE OF KAMAKURA – Destiny Kamakura monogatari

(japanische OmeU)

Von Takashi YAMAZAKI, Japan 2017, Blu-ray, 129 Min.

Die junge Akiko heiratet den Schriftsteller Masakazu und zieht zu ihm in das sagenumwobene Kamakura. An diesem Ort leben Menschen und spirituelle Wesen in Harmonie zusammen. Schnell freundet sie sich mit den exzentrischen Bewohner*innen an. Das Leben mit der 130 Jahre alten Magd Kin, der eigentlich schon verstorbenen Frau Seto und einem liebenswerten Unglücksgeist erweist sich als kurzweilig. Doch als Masakazu eines Morgens aufwacht, ist seine Frau verschwunden. Jetzt gilt es, sie aus den Fängen böser Geister zu befreien. Die Manga-Adaption DESTINY: THE TALE OF KAMAKURA erzählt eine romantische Geschichte in einer Welt voller Magie.
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So. 03.06., 20:00

THE NIGHT IS SHORT, WALK ON GIRL – Yoru wa mijikashi arukeyo otome

(japanische OmeU)

Von Masaaki YUASA, Japan 2017, DCP, 93 Min.

Senpai steht auf seine Kommilitonin, das junge Mädchen mit den schwarzen Haaren. Damit sie sich in ihn verliebt, versucht er, ihr so oft wie möglich über den Weg zu laufen. Die Rahmenhandlung ist bei diesem Spektakel aber eher zweitrangig. Das Hauptaugenmerk des Films liegt auf der Reise der jungen Studentin durch das Nachtleben Kyotos. Beim Trinken in einer Bar gerät sie von einer absurden Situation in die nächste. Masaaki YUASA hat hier ein eindrucksvolles Kunstwerk geschaffen, das mit einer abstrakten Optik sowie einer gelungenen Mischung aus Comedy und Wahnsinn zu überzeugen weiß.
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So. 03.06., 22:30

KOLYMA – STRASSE DER KNOCHEN

(OmU)

Von Stanislaw Mucha, Deutschland 2018, 89 Min.

Am Do. 21. 06. Premiere in Anwesenheit von Regisseur Stanislaw Mucha

Am Oberlauf des russischen Flusses Kolyma und im Kolyma- und Tscherskigebirge gab es nach dem während des Kalten Krieges zahlreiche Arbeitslager, in denen Gefangene nach Gold und andere Mineralien schürfen mussten. In seiner Dokumentation „Kolyma - Straße der Knochen“ geht Regisseur Stanislaw Mucha auf Spurensuche in diesem Gebiet und stellt dabei fest, dass heutzutage von der langen, blutigen Geschichte der Region – Spitznamen wie „Tor zur Hölle“ für die Bucht von Magadan und „längster Friedhof der Welt“ für die 2.000 km lange Kolyma-Straße vom Ochotskischen Meer nach Jakutsk kommen schließlich nicht von ungefähr – nicht mehr allzu viel zu spüren ist. Auf seiner Reise erlebt er allerlei Kurioses und trifft auf skurrile Gestalten und zeichnet so das Porträt einer sehr speziellen Region.

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Do. 21.06., 20:00
Fr. 22.06. bis Mi. 27.06., 18:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

WUNDER DER WIRKLICHKEIT

Von Thomas Frickel, Deutschland 2017, 97 Min.

Am Sa. 26. Mai in Anwesenheit von Regisseur Thomas Frickel

Rüsselsheim in den 80ern: Zwischen biederer Opelaner-Romantik und Fluglärm entwickelt sich eine provokante Subkultur. Ihr kongenialer Protagonist ist der junge Aktionskünstler und Filmemacher Martin Kirchberger. Mit bizarren Aktionen zwischen Fluxus und Dada mischen er und seine Freunde die Autostadt auf: Sie filmen sich auf brennenden Stühlen, und drehen skurrile fiktionale Dokumentarfilme – lange bevor die Gattung „Mockumentary“ erfunden ist. Doch kurz vor ihrem großen Durchbruch passiert die Katastrophe. Am letzten Drehtag für ihren satirischen Anti-Kriegsfilm „Bunkerlow“ stürzen sie 1991 mit dem Flugzeug ab. 28 Menschen sterben. 25 Jahre nach diesem großen Unglück der deutschen Filmgeschichte arbeitet Kirchbergers damaliger Wegbegleiter Thomas Frickel das Trauma auf und lässt die legendären Rüsselsheimer Künstlergruppen um „Kirchi“ wieder aufleben.
„Wunder der Wirklichkeit“ wurde mit dem Hessischen Filmpreis 2017 in der Kategorie „Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. In der Jury-Begründung heißt es: „Die Dokumentation meistert den Grenzgang zwischen Komik – die Darstellung satirischer Inhalte – und Tragik –die Schilderung von Überlebenden über das traurige Unglück –in sehr eindrucksvoller Weise. [...]‚Wunder der Wirklichkeit’ ist eine herausragende, packende Hommage an Thomas Frickels Freund Martin Kirchberger und die Gruppe „Cinema Concetta“– und eine sehr nahegehende Entdeckungsreise in die Grauzone zwischen Erfundenem und der Wirklichkeit.“

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Termine

Do. 24.05. bis Fr. 25.05., 18:00
Sa. 26.05., 17:45
So. 27.05. bis Mo. 28.05., 18:00
So. 10.06., 14:00

THE POETESS

(arabische OmU)

Von Stefanie Brockhaus und Andreas Wolf, Saudi-Arabien 2017, 90 Min.

In Anwesenheit von Hissa Hilal und dem Regisseur Andreas Wolf

Die saudische Poetin Hissa Hilal schaffte etwas, was vorher noch keiner Frau gelang: Sie erreichte das Finale der Reality-TV-Show “Million’s Poet” aus Abu-Dhabi, ein Dichter-Wettbewerb mit einem Preisgeld von 1 Millionen Dollar, der von Männern dominiert ist. Vor 75 Millionen Zuschauern kritisiert Hissa, die in Abaya und Niqab gekleidet auf die Bühne tritt, in ihren Gedichten die patriarchale arabische Gesellschaft und prangert einen für seine extremistischen Fatwas berüchtigten Geistlichen an. Die Regisseure Stefanie Brockhaus und Andreas Wolff porträtieren in THE POETESS eine Frau, die furchtlos religiösen Fanatismus anprangert und für einen friedlichen Islam eintritt.

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Termine

Di. 29.05., 20:00

KURZFILME CINEMA CONCETTA

Von Martin Kirchberger, Deutschland 1980, ca. 90 Min.

In Ergänzung zu „Wunder der Wirklichkeit ein einzigartiger Einblick in das Schaffen der Gruppe Cinema Concetta rund um Martin Kirchberger, die das Rüsselheim der 80er in Aufruhr versetzte. Erich Schaffner, ehemals Darsteller in „Kirchis“ Filmen, entdeckt mit uns das Archiv wieder: von brennenden Stühlen, über die Kunst des Gurkensteckens, bis hin zu Bunkerlow, dem Film, der dem Team zum Verhängnis wurde.
Filme:
SCHNEEWALZER – Kirchis Großeltern erzählen von früher, der Großvater spielt die Mundharmonika.
STUHL IN EXTREMSITUATIONEN – Eine Person in Asbestkleidung auf einem brennenden Stuhl.
DER STEIN – Wie bringt man einen über 300kg schwerer Betonmonolithen zum Schweben?
SCHGAGULER – Über die Kunst des Gurkensteckens.
BRENDEL IN SPEIKERN – Zugegeben: Ein Kinosessel drückt eher als ein Kneipenstuhl.
DER FLUSENSAMMLER – Ein Frankfurter Hausbesitzer schaut nach dem Rechten.
BUCHHOLZ BLEIBT – Käpt’n Buchholz zieht los und befestigt Bäume.
FRANKFURT FÜHLEN – Peter Paul Keller weiß: Die Architektur einer Stadt beeinflusst die muskuläre Entwicklung ihrer Bevölkerung.
BUNKERLOW – Der satirische Anti-Kriegsfilm, der dem Filmteam zum Verhängnis wurde.

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Mi. 06.06., 21:45
Mi. 20.06., 18:00

„ZWISCHEN ALFRED HITCHCOCK UND DAVID LYNCH“

Kinothek Asta Nielsen und Mal Seh'n Kino präsentieren: Die Filme von Miriam Gossing und Lina Sieckmann

Die Filmessays der beiden Filmemacherinnen (geb. 1988, Absolventinnen der Kunsthochschule für Medien, Köln) wirken durch das subtile Spiel mit der Wahrnehmung und den Sehgewohnheiten des Zuschauers rätselhaft und oft unheimlich. Gossing/Sieckmann werden persönlich drei ihrer Werke vorstellen: ONE HOUR REAL (2017), OCEAN HILL DRIVE (2016) und DESERT MIRACLES (2015).

Kuratiert und vorgestellt von Louise Burkart und Karola Gramann
Im Anschluss an die Vorführung Publikumsgespräch mit den Regisseurinnen

Das Programm
Desert Miracles, Gossing/Sieckmann, Deutschland / USA 2015, 10 Min., 16mm auf HD, Farbe, Stereo
Home Stories, Matthias Müller, Deutschland 1990, 12 Min. 16mm, Farbe, Ton
Ocean Hill Drive, Gossing/Sieckmann, Deutschland 2016, 21 Min., 16mm auf HD,
Farbe, Stereo
One Hour Real, Gossing/Sieckmann, Deutschland 2017, 12 Min., 16mm auf HD, Farbe, Stereo
und eine Surprise

Desert Miracles
ist die filmische Untersuchung einer ökonomisierten Architektur der Sehnsucht. In 22 Tableaus meditiert der Film über die Interieurs verschiedener Hochzeitskapellen im US-Bundesstaat Nevada und lässt in den opulenten Szenerien die umfassende kulturelle Organisierung des Gefühls „Liebe“ erahnen. Eine weibliche Stimme liest einen ambivalenten Brief an einen unbekannten Geliebten vor, in dessen Verlauf sie sich mit den Herausforderungen moderner Beziehungen in einer anhaltenden Balance zwischen Selbstverwirklichung und Optimierung konfrontiert sieht. Der Text entstand auf der Grundlage verschiedener anonymer Posts in US-Hochzeitsforen. Aus den unterschiedlichen Perspektiven auf das Begehren, auf Beziehungen und gesellschaftliche Erwartungen setzt sich ein einziger fiktiver weiblicher Charakter zusammen.

Das Programm verbindet die aktuellen Arbeiten des Künstlerduos Gossing/Sieckmann mit einer Arbeit von Matthias Müller aus den 1990er Jahren.

Home Stories
Gossing / Sieckmann sehen einen Zusammenhang ihrer eigenen Arbeit mit diesem frühen Flm von Matthias Müller .  Homestories ist ein Montagefilm, er besteht aus vom Fernsehgerät abgefilmte Szenen aus Hollywood-Melodramen der 1950er und 1960er Jahre. Immer wiederkehrende Suspense-Motive und Handlungsklischees erlauben es, Szenen aus verschiedenen Filmen mit unterschiedlichen Protagonistinnen nahtlos ineinander übergehen zu lassen. Die Bearbeitung verdichtet den dramatischen Umschlag vom Heimischen zum Un-heimlichen; es bildet sich  ein imaginäres Kollektiv von Frauen, die in immer wiederkehrenden Situationen gefangen zu sein scheinen. Motive, die sich ebenso in den Werken von Gossing/Sieckmann wiederfinden, jedoch eine andere Ausprägung erfahren.

Ocean Hill Drive 
untersucht in dokumentarischen Bildern das seltene Pha?nomen des 'shadowflicker', welches sich aufgrund einer zu dicht platzierten Windturbine in einer Vorstadtsiedlung nahe Boston ereignet. Der pulsierende Schattenwurf dringt in die ha?usliche Spha?re verschiedener Eigenheime der us-amerikanischen Suburbia und bewirkt eine hypnotisierende Unterbrechung der Wahrnehmung des Raums. Der sogenannte Flickereffekt, ein aus dem Kontext des Strukturelllen Films bekanntes Motiv, taucht hier innerhalb dokumentarischer Aufnahmen verschiedener Wohnra?ume und Landstriche der amerikanischen Ostku?ste auf. Die Folgen dieses alltäglich erlebten Flickereffekts im Alltagsleben sind gravierend.  Das soziale und psychologische Gleichgewicht der Nachbarschaft wird zunehmend erschüttert. Der von einer farblosen Sprecherinnenfigur vorgetragene Text setzt sich aus fragmentarischen Originalaussagen verschiedener Anwohner zusammen. Es entsteht eine lose Narration an der Grenze zwischen Dokumentarischem und Fiktion.

One Hour Real schaut hinter die Kulissen und Fassaden eines zeitgeno?ssischen Freizeitpha?nomens: sogenannte Real Life Escape Games. Angelehnt an die Inszenierung populärer Horrorfilme und Ego-Shooter Games findet eine Rückübersetzung des virtuellen in den realen Raum statt. Gefühle von Angst, Kontrollverlust und Gefahr werden innerhalb eines Zeitfensters von einer Stunde in gesichertem Terrain erprobt. In der unvoreingenommenen Betrachtung der automatisierten Mechanismen innerhalb verschiedener Escape Rooms wirft der Film Fragen von Überwachung, Rollenspiel und der Beziehung zwischen Gefangenschaft und Begehren auf.

Als Zugabe gibt es eine Surprise.

Sie sind mit ihren Arbeiten auf internationalen Festivals vertreten und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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Mi. 13.06., 19:30

EVERYDAY ECHO STREET – A SUMMER DIARY + MOM’S MOVE

Filme von Susan Mogul

In Anwesenheit von Susan Mogul
Susan Mogul (Los Angeles) zählt zu den wichtigsten Exponentinnen des feministischen Experimentalfilm-Schaffens und der Performance-Kunst in den USA der letzten Jahrzehnte. Ihre autobiographisch gefärbten Filmarbeiten und Performances verbinden die Form des Essays mit Elementen der Stand-up Comedy und stellen tradierte Geschlechterrollen und Machtverhältnisse auf ebenso spielerische wie provokative Art und Weise in Frage.

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Di. 19.06., 18:00

MARVIN

(französische OmU)

Von Anne Fontain, Frankreich 2017, 114 Minuten
Mit Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois, Vincent Macaigne, Catherine Salée, Jules Porier, Catherine Mouchet, Charles Berling, Isabelle Huppert

Martin Clement, geboren als Marvin Bijou, ist entkommen. Dem Dorf seiner Kindheit. Der Tyrannei seines Vaters. Der Resignation seiner Mutter. Den Schikanen seiner Geschwister und Mitschüler. Allen, die ihn nicht verstehen wollten, weil er anders war als sie. Aber es gab auch Verbündete. Seine Lehrerin Madame Clement, die ihm die Welt des Theaters zeigte und deren Namen er voll Dankbarkeit annahm. Den Schriftsteller Abel Pinto, der ihn ermutigte, seine Geschichte aufzuschreiben. Und die Schauspielerin Isabelle Huppert, die sein Lebensstück mit ihm auf die Bühne bringen will. Martin ist bereit, für diese Aufführung alles zu riskieren. Sie soll zum endgültigen Zeugnis seiner Neuerfindung werden.
Für ihr authentisches Porträt eines schwulen Jungen, der sich von seiner prekären Herkunft befreit und zu einer eigenen künstlerischen Stimme findet, wechselt Regisseurin Anne Fontaine zwischen Marvins traumatischer Vergangenheit in der ostfranzösischen Provinz und Martins verheißungsvoller Gegenwart in der Pariser Bohème hin und her. Die berührende Geschichte einer queeren Selbstermächtigung gegen alle sozialen und kulturellen Widerstände erinnert stark an Édouard Louis' Bestseller "Das Ende von Eddy" (2014), ist aber keine Adaption. Bei den Filmfestspielen in Venedig wurde der Film, in dem neben Newcomer Finnegan Oldfield ("Nocturama", 2016) mit Isabelle Huppert und Charles Berling auch zwei Stars des französischen Kinos glänzen, mit dem Queer Lion ausgezeichnet.

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Mi. 20.06., 20:00