Specials und Filmreihen

 

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

ELTERNSCHULE

Von Ralf Bücheler und Jörg Adolph, Deutschland 2018, 112 Min.

Am Samstag, 13.10. anschl. Gespräch mit Protagonist Dietmar Langer, Dipl. Psychologe (Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Ruhr-Universität Bochum)

Ralph Bücheler und Jörg Adolph begleiten in ihrer Dokumentation „Elternschule“ mehrere Familien, bei denen ein Kind Therapiebedarf hat, über den gesamten Zeitraum einer stationären Behandlung in der psychosomatischen Abteilung der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen. Dabei geht es nicht nur um die Erkrankung des Kindes, sondern auch die Beziehungen innerhalb der Familie und schlussendlich um die Frage, wie gute Erziehung geht. Zu den porträtierten Kindern gehören Laura, die 14 Stunden am Tag schreit, Anna, die ständig Streit mit ihrer Mutter hat, Lucy, die noch nie durchgeschlafen hat, Joshua, der mit Aggressionsproblemen kämpft, Mohammed Ali, der sich blutig kratzt, Felix, der nur Milch trinkt, die er aber gleich wieder erbricht, und Zahra, die außer Pommes und Chicken Nuggets überhaupt nichts mehr isst.

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Termine

Do. 11.10. bis Mi. 17.10., 17:30

DIE DEFEKTE KATZE

Von Susan Gordanshekan, Deutschland 2018, 97 Min.
Mit Pegah Ferydoni, Hadi Khanjanpour, Henrike von Kuick

Am Do. 11.10. anschl. Filmgespräch mit Darsteller Hadi Khanjanpour. In Kooperation mit epd film / Film des Monats

Die studierte Elektrotechnikerin Mina kommt neu nach Deutschland und soll gemäß der Tradition und dem Wunsch ihrer Eltern eine arrangierte Ehe mit einem Mann aus dem Iran eingehen. Schließlich stimmt sie einer Hochzeit mit Kian zu, der Assistenzarzt ist und in Deutschland bereits seit frühster Kindheit ein mustergültiges Leben als Immigrant führt. Doch obwohl sich Mina und Kian merklich Mühe geben und auch eine gewisse Zuneigung füreinander empfinden, merken beide schnell, dass es gar nicht so leicht ist, eine Ehe zu führen, wenn man sich überhaupt nicht kennt, und ihre Beziehung besteht aus wenig mehr als dem Austausch von Höflichkeiten. Ein weiteres Problem ist, dass Kian sich mit Minas modernen Ansichten nicht so recht arrangieren kann. Als Mina sich dann auch noch einer merkwürdigen Katze annimmt, scheint die Ehe endgültig gefährdet. Doch dann werden die Karten auf einmal neu gemischt...

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Termine

Do. 11.10. bis Fr. 12.10., 19:30
Sa. 13.10., 20:00
So. 14.10. bis Mo. 15.10., 19:30

DER AFFRONT

(arabische OmU)

Von Ziad Doueiri, Libanon / Belgien / Frankreich / Zypern / USA 2017, 113 Min.
Mit Adel Karam, Julia Kassar, Kamel El Basha

Do. 25.10. mit anschließendem Gespräch mit Andreas Wulf Projektkoordinator Libanon / medico international

Während Toni Mechaniker und libanesischer Christ, seine Pflanzen auf dem Balkon wässert, tropft durch ein illegal montiertes Abflussrohr Wasser auf den Kopf des unter ihm entlanglaufenden Yasser, einem Vorarbeiter, der als palästinensischer Flüchtling in Beirut lebt. Yasser beschimpft Toni und löst damit eine Kettenreaktion aus: Seine halbherzige Entschuldigung will der arrogante und hitzköpfige Toni nicht annehmen, stattdessen beleidigt dieser im Gegenzug nun auch Yasser. Der Streit eskaliert und landet schließlich vor Gericht. Der Prozess zieht sich, die Anwälte streiten und als der Fall schließlich die Aufmerksamkeit der Medien weckt, kommt es auf der Straße zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rechten Libanesen und palästinensischen Flüchtlingen.

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Termine

Do. 25.10. bis Di. 30.10., 20:00

SELTSAME DINGE

Melodram von Julia Krause und Friederike Thielmann. Performance für Piano und Kinoleinwand

Laut Studien der R+V Versicherung ist seit 2016 das Gefühl der Unsicherheit und Bedrohung in Deutschland kontinuierlich angestiegen. Die Weltordnung scheint aus den Fugen und ruft die alten Germanismen von Angst und Weltschmerz wieder auf. Das Melodram im Mal Seh’n Kino nimmt diese Gefühlslagen und die unheimliche Sprache des Expressionismus des frühen Kinos wieder auf und verkündet durch musikalischen Ausdruck und den Ausruf cineastischer Schrifttafeln bevorstehende Katastrophen. Seltsame Dinge… überlagert Text, Gestik und Musik zu einem Drama für Pianist und Kinoleinwand.

Julia Krause, Friederike Thielmann (Konzept, Regie), Jacob Bussman (Klavier) arbeiten seit 2010 in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. 2016 entstand im Rahmen von implantieren die Arbeit EN PASSANT. Sie interessieren sich für ein dezentes Verschieben von Kontexten und verfolgen das Ziel, den Zuschauer stets ein wenig ins Schwanken zu bringen.

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Termine

Mi. 26.09., 20:00
Sa. 29.09. bis So. 30.09., 14:00

GIRL

Von Lukas Dhont, Belgien 2018, 105 Min.
Mit Victor Polster, Arieh Worthalter, Oliver Bodart, Tijmen Govaerts, Katelijne Damen

Queerfilmspecial: Zusätzlich zu "SORRY ANGEL" zeigen wir Euch im Oktober in ausgewählten Kinos eine exklusive Preview von GIRL, dem Gewinner der Queer Palm aus Cannes.

Lara ist 15 und hat einen Traum: Sie will Balletttänzerin werden. Als sie an einer renommierten Akademie unter Vorbehalt angenommen wird, zieht sie mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder nach Brüssel. Währenddessen versucht Lara noch einen zweiten Kampf zu gewinnen: Sie will sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Äußerlich ist sie bereits ein Mädchen, doch ihr Körper ist noch der eines Jungen. Ihr Vater unterstützt sie bei ihrem Vorhaben, begleitet seine Tochter bei jedem Schritt und ist für sie da, genau wie Psychologen und Ärzte. Doch der Leistungsdruck auf die junge Ballerina ist enorm und nebenbei wird Lara durch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ins heiß-kalte Wasser der Pubertät geworfen. Das kräftezehrende Training zwingt Lara schließlich zur Selbstkasteiung, mit der sie wiederum ihre Operation aufs Spiel setzt. Ihre beiden großen Träume scheinen sich immer mehr zu widersprechen. Als die Ärzte ihr schließlich das Ballett verbieten, trifft Lara eine folgenschwere Entscheidung, mit der sie endgültig zur Frau werden will.

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Termine

Di. 16.10., 19:30
Do. 25.10. bis Di. 30.10., 18:00

BECKS

(amerikanische OmU)

Von Daniel Powell und Elizabeth Rohrbaugh, USA 2017, 92 Min.
Mit Lena Hall, Mena Suvari, Dan Fogler

Queerfilmspecial
Nachdem ihre Freundin mit ihr Schluss gemacht hat, zieht eine erfolglose Musikerin zurück in ihre Heimatstadt und verdingt sich als Sängerin in der Bar eines Freundes. Dort macht sie eine unerwartete Bekanntschaft, die ihr Leben verändern wird. Inspiriert von Alyssa Robbins Leben.

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Do. 18.10., 22:00

SORRY ANGEL

(französische OmU)

Von Christophe Honoré, Frankreich 2018, 132 Min.
Mit Vincent Lacoste, Pierre Deladonchamps, Denis Podalydès

Paris, 1993. Der Schriftsteller Jacques ist Mitte 30, teilt sich das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn Louis mit dessen leiblicher Mutter und versucht, sich das Leben nicht zu sehr von seiner HIV-Infektion diktieren zu lassen. Auf einer Lesung in der Bretagne lernt er den Nachwuchsfilmemacher Arthur kennen, der gerade beginnt, sich von den Fesseln der Provinz zu befreien. Arthur verliebt sich auf den ersten Blick in den geheimnisvollen Autor. Doch Jacques zögert, sich auf die Beziehung mit dem deutlich jüngeren Mann einzulassen. Auch weil er ahnt, dass ihnen dafür nicht mehr viel Zeit bleiben würde ...
Christophe Honoré zählt seit seinen Kritikerlieblingen "Meine Mutter" (2004) und "Chanson der Liebe" (2007) zu den aufregendsten europäischen Regisseuren seiner Generation. Sein neuer Film, der im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt wurde, ist ein intimes und generationenübergreifendes Zeitstück über das Leben in der Pariser Bohème in der Hochphase der Aids-Krise. In den Hauptrollen glänzen mit Pierre Deladonchamps ("Der Fremde am See") und Vincent Lacoste ("Jungs bleiben Jungs", "Eden") zwei Hoffnungsträger des jungen französischen Kinos.
Ein zärtlicher und zutiefst berührender Film über körperliche und intellektuelle Verführung, übers Jungsein und Altwerden, über die große Liebe und den Mut, bis zuletzt seinen Gefühlen zu folgen.

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Mi. 24.10., 19:30

DER PRINZ UND DER DYBBUK

(OmU)

Von Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski, Polen / Deutschland 2018, 82 Min.
Mit Michael Waszyinski

Eine cineastische Reise auf den Spuren des polnischen Filmemachers Michal Waszynski, der aufgrund von Intoleranz und Abneigung im Laufe seines Lebens verschiedene Namen, Titel und Religionen annahm, um seine jüdische Vergangenheit und Homosexualität zu verschleiern. Waszynski war an der Produktion von über 40 Filmen beteiligt, arbeitete in Italien und Spanien unter verschiedenen Pseudonymen. Im Laufe seiner Karriere kollaborierte er unter anderem mit Filmstar Sophia Loren und Ausnahmeregisseur Orson Welles. Neben dem Lebensweg Waszynskis steht auch sein Werk, „Der Dybbuk“ (Jiddisch für Geist), ein Film, der auf einer alten jüdischen Legende beruht, im Fokus der Dokumentation. In der Geschichte geht es um eine Frau, die vom Geist ihrer verstorbenen ersten Liebe besucht wird. Bei der Begegnung stehen romantische Besessenheit und unerwiderte Gefühle im Mittelpunkt.

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Mi. 24.10., 18:00

MORITZ DANIEL OPPENHEIM – THE FIRST JEWISH PAINTER

Von Isabel Gathof, Deutschland 2017, 101 Min.

Am Mi. 31.10. in Anwesenheit von Regisseurin Isabel Gathof

Im Juli 2015 setzt die Stadt Hanau einem ihrer bekanntesten Bürger ein Denkmal: Moritz Daniel Oppenheim. Wer war der „erste jüdische Maler des 19. Jahrhunderts“, geboren 1800 in Hanau, der bis heute als einer der visionärsten Künstler seiner Zeit gilt?
Die selbst aus Hanau stammende Regisseurin Isabel Gathof zeichnet den Lebensweg eines Künstlers nach, der stets den interkonfessionellen Dialog suchte und sich dabei sowohl zu seiner jüdischen als auch seiner deutschen Herkunft bekannte. Welche herausragende Position Oppenheim damit einnahm, wird in Gesprächen mit Historikern und Nachfahren deutlich. Gleichzeitig begleitet der Film mit eindrucksvollen, metaphorisch anmutenden Aufnahmen den Entstehungsprozess des Hanauer Oppenheim-Denkmals.
Isabell Gathof, die wie Oppenheim in Hanau geboren wurde, arbeitete für die Filmmusik mit der Neuen Philharmonie Frankfurt zusammen. Der Film erhielt 2017 eine Nominierung für den Hessischen Film- und Kinopreis in der Sparte Dokumentarfilm. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh ihm das „Prädikat Wertvoll“.

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So. 28.10., 12:00
Mi. 31.10., 18:00

BACK TO THE FATHERLAND

(OmU, englisch / hebräisch)

Von Kat Rohrer und Gil Levanon, Österreich 2018, 75 Min.

In Anwesenheit der Filmemacherinnen Kat Rohrer und Gil Levanon

Gil und Kat, die zwei Filmemacherinnen, sind seit ihren College Zeiten in New York Freunde. Gil ist aus Israel, Kat aus Österreich. Gil ist die Enkelin eines Holocaust Überlebenden, Kat die eines Nazi-Offiziers.
Gil überlegt, nach Berlin zu ziehen. Doch sie fürchtet die Reaktion ihres Grossvaters Yochanan. Dieser wurde mit 15 Jahren von seinen Eltern von Deutschland nach Israel geschickt. Er sah sie nie wieder. Bis heute misstraut er Deutschen und hält sie für unbelehrbare Antisemiten.

Dan, ein junger Bildhauer, zog nach Berlin. Eine Entscheidung, die seine geliebte Großmutter Lea nicht verstand. Da beschließt Dan, die 91 jährige um eine gemeinsame Reise in ihre Heimatstadt Wien zu bitten. Er hofft Antworten auf offene Fragen zu bekommen.

Und Guy hat Israel verlassen um einer Frau nach Salzburg zu folgen. Die einzige Person in der Familie, die Guy bedingungslos in seiner Entscheidung unterstützte,war sein Großvater Uri. Uri war 15 Jahre alt als er und seine Familie aus dem Konzentrationslager Theresienstadt befreit wurden. Er liebt Österreich noch immer. Israel ist heute sein Zuhause, aber Österreich bleibt seine Heimat.

Die israelischen Freunde und Familien von Gil, Dan und Guy können ihre Entscheidung nur schwer akzeptieren. Die jüngsten Entwicklungen in Europa, der Terror und die verstärkte Zuwanderung muslimischer Flüchtlinge entfacht eine intensive Diskussion:
Kommt zu dem latent existierenden Antisemitismus nun auch ein „importierter“ Antisemitismus in Europa auf? Damit wächst der Druck auf die jungen Israelis. War es die richtige Entscheidung nach Europa zu gehen? Wieviel Risiko steckt darin?
Back to the Fatherland“ zeigt die dritte Generation bei ihrem Bemühen, sich eine Zukunft zu schaffen ohne die Vergangenheit zu ignorieren.

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Mi. 31.10., 20:00