Specials und Filmreihen

 

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

ELLE

(französische OmU)

Von Paul Verhoeven, Frankreich / Deutschland / Belgien 2016, 131 Min.
Mit Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Anne Consigny

Die Geschäftsfrau Michèle ist erfolgreiche Leiterin einer großen Videospielfirma und gehört zu den großen Namen in der Branche. Ihren Erfolg verdankt sie vor allem ihrer rigorosen, rücksichtslosen Arbeitsweise, die auch ihre Konkurrenten zu spüren bekommen. In ihrem Liebesleben zeigt die Karrierefrau dieselbe unterkühlte Attitüde wie im Berufsleben. Doch als Michèle eines Tages in ihrem Zuhause von einem Fremden überfallen und brutal vergewaltigt wird, verändert sich ihr Leben schlagartig. Dass der Täter draußen unerkannt herumläuft, lässt Michèle keine Ruhe, doch Anzeige erstatten will sie nicht. Mit eisernem Willen entschließt sie sich dazu, auf eigene Faust die Spuren ihres Peinigers zu verfolgen, um sich an ihm zu rächen. Michèles riskantes Unterfangen gerät schon bald außer Kontrolle...

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Termine

Mi. 07.11., 20:00
Mi. 21.11., 20:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

DER AFFRONT

(arabische OmU)

Von Ziad Doueiri, Libanon / Belgien / Frankreich / Zypern / USA 2017, 113 Min.
Mit Adel Karam, Julia Kassar, Kamel El Basha

Do. 25.10. mit anschließendem Gespräch mit Andreas Wulf Projektkoordinator Libanon / medico international

Während Toni Mechaniker und libanesischer Christ, seine Pflanzen auf dem Balkon wässert, tropft durch ein illegal montiertes Abflussrohr Wasser auf den Kopf des unter ihm entlanglaufenden Yasser, einem Vorarbeiter, der als palästinensischer Flüchtling in Beirut lebt. Yasser beschimpft Toni und löst damit eine Kettenreaktion aus: Seine halbherzige Entschuldigung will der arrogante und hitzköpfige Toni nicht annehmen, stattdessen beleidigt dieser im Gegenzug nun auch Yasser. Der Streit eskaliert und landet schließlich vor Gericht. Der Prozess zieht sich, die Anwälte streiten und als der Fall schließlich die Aufmerksamkeit der Medien weckt, kommt es auf der Straße zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rechten Libanesen und palästinensischen Flüchtlingen.

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Termine

Do. 25.10. bis Di. 30.10., 20:00
Do. 01.11. bis Di. 06.11., 19:30

DIE ERBINNEN – LAS HEREDERAS

(spanische OmU)

Von Marcelo Martinessi, Paraguay / Deutschland / Uruguay / Norwegen / Brasilien / Frankreich 2018, 98 Min.
Mit Ana Brun, Margarita Irún, Ana Ivanova

Am Do. 29. 11. im Anschluss Filmgespräch mit Verena Lueken, Filmkritikerin. Reihe Film des Monats in Kooperation mit der Jury der evangelischen Filmarbeit / epd film.

Zwei reiche Erbinnen sehen sich eines Tages mit der unschönen Realität konfrontiert, als das geerbte Geld aufgebraucht ist. Eine landet im Gefängnis und die andere ist gezwungen, einen Chauffeur-Service für die High Society zu gründen...

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Termine

Do. 29.11. bis Mi. 05.12., 20:00

FRAUEN IN BERLIN

Von Chetna Vora, DDR 1982, 139 Min.

Remake. Frankfurter Frauen Film Tage
Zu Gast: Gudrun Plenert, Thomas Pleneret, Tamara Trampe

In langen, kaum geschnittenen Einstellungen sprechen Frauen über ihr Leben. Alle Gespräche sind in Innenräumen gedreht und zeugen von Vertrauen und großer Offenheit. Es geht um die Arbeit, die Beziehung, was vom Tage bleibt, um das Familiäre, das selbstverständlich politisch ist. Zum roten Faden der Gespräche wird das Verhältnis von Wunsch und Wirklichkeit und womöglich die Ahnung, dass eine dauerhaft glückliche Beziehung mit einem Mann ebenso unwahrscheinlich ist, wie eine glückliche Zukunft des Arbeiter- und Bauernstaats. Chetna Vora kam 1976 zum Regiestudium an die HFF in Babelsberg. Frauen in Berlin wäre ihr erster Langfilm geworden, die Produktion wurde jedoch vor Fertigstellung von der HFF abgebrochen und das Negativmaterial größtenteils vernichtet. Geblieben ist eine zuvor heimlich auf Video abgefilmte Rohfassung, die gerade in dieser Form zu einem unschätzbar aufrichtigen Dokument geworden ist. Chetna Vora zog 1983 mit ihrem Lebenspartner, dem Filmemacher Lars Barthel, und der gemeinsamen Tochter nach Indien. Sie starb 1987. (Tobias Hering, Begleittext zur Filmreihe In deutscher Gesellschaft. Passagen-Werke ausländischer Filmemacher*innen 1962–1992, 2018)

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Termine

Do. 15.11., 20:00

SORRY ANGEL

(französische OmU)

Von Christophe Honoré, Frankreich 2018, 132 Min.
Mit Vincent Lacoste, Pierre Deladonchamps, Denis Podalydès

Paris, 1993. Der Schriftsteller Jacques ist Mitte 30, teilt sich das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn Louis mit dessen leiblicher Mutter und versucht, sich das Leben nicht zu sehr von seiner HIV-Infektion diktieren zu lassen. Auf einer Lesung in der Bretagne lernt er den Nachwuchsfilmemacher Arthur kennen, der gerade beginnt, sich von den Fesseln der Provinz zu befreien. Arthur verliebt sich auf den ersten Blick in den geheimnisvollen Autor. Doch Jacques zögert, sich auf die Beziehung mit dem deutlich jüngeren Mann einzulassen. Auch weil er ahnt, dass ihnen dafür nicht mehr viel Zeit bleiben würde ...
Christophe Honoré zählt seit seinen Kritikerlieblingen "Meine Mutter" (2004) und "Chanson der Liebe" (2007) zu den aufregendsten europäischen Regisseuren seiner Generation. Sein neuer Film, der im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt wurde, ist ein intimes und generationenübergreifendes Zeitstück über das Leben in der Pariser Bohème in der Hochphase der Aids-Krise. In den Hauptrollen glänzen mit Pierre Deladonchamps ("Der Fremde am See") und Vincent Lacoste ("Jungs bleiben Jungs", "Eden") zwei Hoffnungsträger des jungen französischen Kinos.
Ein zärtlicher und zutiefst berührender Film über körperliche und intellektuelle Verführung, übers Jungsein und Altwerden, über die große Liebe und den Mut, bis zuletzt seinen Gefühlen zu folgen.

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Termine

Mi. 24.10., 19:30
Do. 01.11. bis Di. 06.11., 21:30

GIRL

(französische OmU)

Von Lukas Dhont, Belgien 2018, 105 Min.
Mit Victor Polster, Arieh Worthalter, Oliver Bodart, Tijmen Govaerts, Katelijne Damen

Queerfilmspecial
Gewinner der Queer Palm aus Cannes.

Lara ist 15 und hat einen Traum: Sie will Balletttänzerin werden. Als sie an einer renommierten Akademie unter Vorbehalt angenommen wird, zieht sie mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder nach Brüssel. Währenddessen versucht Lara noch einen zweiten Kampf zu gewinnen: Sie will sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Äußerlich ist sie bereits ein Mädchen, doch ihr Körper ist noch der eines Jungen. Ihr Vater unterstützt sie bei ihrem Vorhaben, begleitet seine Tochter bei jedem Schritt und ist für sie da, genau wie Psychologen und Ärzte. Doch der Leistungsdruck auf die junge Ballerina ist enorm und nebenbei wird Lara durch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ins heiß-kalte Wasser der Pubertät geworfen. Das kräftezehrende Training zwingt Lara schließlich zur Selbstkasteiung, mit der sie wiederum ihre Operation aufs Spiel setzt. Ihre beiden großen Träume scheinen sich immer mehr zu widersprechen. Als die Ärzte ihr schließlich das Ballett verbieten, trifft Lara eine folgenschwere Entscheidung, mit der sie endgültig zur Frau werden will.

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Termine

Do. 25.10. bis Di. 30.10., 18:00

SAUVAGE

(französische OmU)

Von Camille Vidal-Naquet, Frankreich 2018, 99 Minuten •
Mit Félix Maritaud, Éric Bernard, Nicolas Dibla, Philippe Ohrel •

Léo ist 22, lebt in Straßburg und verkauft seinen Körper. Nachts lässt er sich durch die Stadt treiben, tagsüber schläft er irgendwo für ein paar Stunden. Wenn es Ärger mit Freiern gibt, hilft ihm sein bester Freund Ahd. Aber der Partner, nach dem Léo sich sehnt, der Mann, in dessen Armen er einschlafen darf, kann Ahd nicht für ihn sein. Léos rastlose Suche geht immer weiter. Sein Herz schlägt wild dabei.
Der Debütfilm von Regisseur Camille Vidal-Naquet steht mit seiner zarten Rohheit in der stolzen Tradition der empfindsamen Stricherfilme von Patrice Chéreau („Der verführte Mann“), André Téchiné („Ich küsse nicht“), Gus Van Sant („My Private Idaho“) und Robin Campillo („Eastern Boys“). Für seine kompromisslose Darstellung eines jungen Mannes zwischen Verlorenheit, körperlicher Selbstausbeutung und einer unstillbarer Sehnsucht nach menschlicher Nähe wurde Léo- Darsteller Félix Maritaud („120 BPM“) bei dem Filmfestspielen in Cannes mit dem Rising Star Award der Louis Roederer Foundation ausgezeichnet und als neue Hoffnung des französischen Kinos gefeiert. Ein intensives, zutiefst berührendes Porträt.

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Termine

Mi. 14.11., 20:00
Mi. 28.11., 21:45

DER PRINZ UND DER DYBBUK

(OmU)

Von Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski, Polen / Deutschland 2018, 82 Min.
Mit Michael Waszyinski

Jüdische Filmtage 2018

Eine cineastische Reise auf den Spuren des polnischen Filmemachers Michal Waszynski, der aufgrund von Intoleranz und Abneigung im Laufe seines Lebens verschiedene Namen, Titel und Religionen annahm, um seine jüdische Vergangenheit und Homosexualität zu verschleiern. Waszynski war an der Produktion von über 40 Filmen beteiligt, arbeitete in Italien und Spanien unter verschiedenen Pseudonymen. Im Laufe seiner Karriere kollaborierte er unter anderem mit Filmstar Sophia Loren und Ausnahmeregisseur Orson Welles. Neben dem Lebensweg Waszynskis steht auch sein Werk, „Der Dybbuk“ (Jiddisch für Geist), ein Film, der auf einer alten jüdischen Legende beruht, im Fokus der Dokumentation. In der Geschichte geht es um eine Frau, die vom Geist ihrer verstorbenen ersten Liebe besucht wird. Bei der Begegnung stehen romantische Besessenheit und unerwiderte Gefühle im Mittelpunkt.

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Mi. 24.10., 18:00

MORITZ DANIEL OPPENHEIM – THE FIRST JEWISH PAINTER

Von Isabel Gathof, Deutschland 2017, 101 Min.

Jüdische Filmtage 2018
Am Mi. 31.10. in Anwesenheit von Regisseurin Isabel Gathof


Im Juli 2015 setzt die Stadt Hanau einem ihrer bekanntesten Bürger ein Denkmal: Moritz Daniel Oppenheim. Wer war der „erste jüdische Maler des 19. Jahrhunderts“, geboren 1800 in Hanau, der bis heute als einer der visionärsten Künstler seiner Zeit gilt?
Die selbst aus Hanau stammende Regisseurin Isabel Gathof zeichnet den Lebensweg eines Künstlers nach, der stets den interkonfessionellen Dialog suchte und sich dabei sowohl zu seiner jüdischen als auch seiner deutschen Herkunft bekannte. Welche herausragende Position Oppenheim damit einnahm, wird in Gesprächen mit Historikern und Nachfahren deutlich. Gleichzeitig begleitet der Film mit eindrucksvollen, metaphorisch anmutenden Aufnahmen den Entstehungsprozess des Hanauer Oppenheim-Denkmals.
Isabell Gathof, die wie Oppenheim in Hanau geboren wurde, arbeitete für die Filmmusik mit der Neuen Philharmonie Frankfurt zusammen. Der Film erhielt 2017 eine Nominierung für den Hessischen Film- und Kinopreis in der Sparte Dokumentarfilm. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh ihm das „Prädikat Wertvoll“.

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So. 28.10., 12:00
Mi. 31.10., 18:00

ETGAR KERET – BASED ON A TRUE STORY

(englische OmU)

Von Stephane Kaas, Frankreich / Israel / Niederlande / USA 2017, 67 Min.

Jüdische Filmtage 2018

In seinen Kurzgeschichten spielt der israelische Autor und Filmemacher Etgar Keret mit Fantasie und Realität, auch sein eigenes Leben scheint wie eine moderne Fabel. Die fiktionale Dokumentation von Stephane Kaas greift dieses Motiv auf – Realität, das Erzählen von Geschichten und kunstvolle, lebendige Animationen verschwimmen zu einer bewegenden Hommage an einen der bedeutsamsten, zeitgenössischen israelischen Geschichtenerzähler.

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So. 28.10., 14:00

BACK TO THE FATHERLAND

(OmU, englisch / hebräisch)

Von Kat Rohrer und Gil Levanon, Österreich 2018, 75 Min.

Jüdische Filmtage 2018
In Anwesenheit der Filmemacherinnen Kat Rohrer und Gil Levanon


Gil und Kat, die zwei Filmemacherinnen, sind seit ihren College Zeiten in New York Freunde. Gil ist aus Israel, Kat aus Österreich. Gil ist die Enkelin eines Holocaust Überlebenden, Kat die eines Nazi-Offiziers.
Gil überlegt, nach Berlin zu ziehen. Doch sie fürchtet die Reaktion ihres Grossvaters Yochanan. Dieser wurde mit 15 Jahren von seinen Eltern von Deutschland nach Israel geschickt. Er sah sie nie wieder. Bis heute misstraut er Deutschen und hält sie für unbelehrbare Antisemiten.

Dan, ein junger Bildhauer, zog nach Berlin. Eine Entscheidung, die seine geliebte Großmutter Lea nicht verstand. Da beschließt Dan, die 91 jährige um eine gemeinsame Reise in ihre Heimatstadt Wien zu bitten. Er hofft Antworten auf offene Fragen zu bekommen.

Und Guy hat Israel verlassen um einer Frau nach Salzburg zu folgen. Die einzige Person in der Familie, die Guy bedingungslos in seiner Entscheidung unterstützte,war sein Großvater Uri. Uri war 15 Jahre alt als er und seine Familie aus dem Konzentrationslager Theresienstadt befreit wurden. Er liebt Österreich noch immer. Israel ist heute sein Zuhause, aber Österreich bleibt seine Heimat.

Die israelischen Freunde und Familien von Gil, Dan und Guy können ihre Entscheidung nur schwer akzeptieren. Die jüngsten Entwicklungen in Europa, der Terror und die verstärkte Zuwanderung muslimischer Flüchtlinge entfacht eine intensive Diskussion:
Kommt zu dem latent existierenden Antisemitismus nun auch ein „importierter“ Antisemitismus in Europa auf? Damit wächst der Druck auf die jungen Israelis. War es die richtige Entscheidung nach Europa zu gehen? Wieviel Risiko steckt darin?
Back to the Fatherland“ zeigt die dritte Generation bei ihrem Bemühen, sich eine Zukunft zu schaffen ohne die Vergangenheit zu ignorieren.

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Mi. 31.10., 20:00