Specials und Filmreihen

 

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

INK OF YAM

(OmU)

Von Tom Fröhlich, Deutschland 2018, 78 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Tom Fröhlich und Tibor Luckenbach, Bundesvorsitzender Junges Forum Deutsch-Israelische Gesellschaft, und Gästen. In Kooperation mit Junges Forum DIG - Deutsch-Israelische Gesellschaft

Eine Bombe schlägt ein, die Fenster vibrieren - nur ein paar Minuten später beginnt die Nadel wieder zu summen. In einer Stadt voller Konflikte haben Poko Chaim und Daniel Bulitchev, zwei russische Tätowierer, einen Ort geschaffen, an dem es keine Mauern gibt. Hier verewigen sie die Geschichten der Einwohner Jerusalems. Die Tinte unter der Haut verbindet sie alle. Ein Blick auf ihre Tätowierungen wirft ein ganz neues Licht auf das Herz der Heiligen Stadt und ihre Einwohner. Das Tätowierstudio steht allen offen, unabhängig von Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Die Gespräche, die unter den schmerzlichen Umständen stattfinden, ähneln häufig Bekenntnissen. So geben die Kunden Einblick in ihr Leben in dieser umstrittenen Stadt, ihren Glauben und ihre Ängste in diesem ständigen Konflikt, der ihren Alltag täglich ausmacht. Es gibt Momente, in denen Poko und Daniel fast gleichzeitig Psychologen und Künstler sind...

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Termine

So. 05.05., 14:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

TAIKON

(schwedische OmeU)

Von Lawen Mohtadi und Gellert Tamas, Schweden 2015, 97 Min.

TAIKON ist das beeindruckende Porträt einer der wichtigsten Menschenrechtsaktivistinnen im Europa des 20. Jahrhunderts: Katarina Taikon. Oft als »Martin Luther King von Schweden« bezeichnet, lernte sie Lesen und Schreiben erst mit Ende Zwanzig und wurde zu einer der meistgelesenen Autorinnen Schwedens. Taikon war Kaldaraš-Romni, führend in der Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung ihres Landes, Schriftstellerin und Schauspielerin, die vor allem mit der Buchreihe Katizi Bekanntheit erlangte – basierend auf ihren eigenen Erfahrungen als Roma-Kind im Waisenhaus.
Anhand von fesselndem Archivmaterial und Gesprächen mit Freund*innen, Wegbegleiter*innen und Familie skizziert der Film das dramatische Leben von Katarina Taikon: ihren Kampf für die Umsetzung der Bürgerrechte der Rom*nja in Schweden, ihren politischen Aktivismus, ihre Kampagnen und ihre Bücher. Mit ihrer Arbeit zielte sie darauf, ein Bewusstsein für die Lebensbedingungen und Diskriminierung von Rom*nja, insbesondere den fehlenden Zugang zu Bildung und Wohnraum, zu schaffen. Taikons Kampf in den 60er-Jahren war sehr erfolgreich, doch sie wurde auch zum Ziel bösartiger Angriffe seitens der Politik und seitens »einfacher Leute«. TAIKON erzählt nicht zuletzt von der Entstehung des modernen schwedischen Wolfahrtsstaates und von der einen Gruppe, die darin keinen Platz hatte: die Minderheit der Rom*nja.
copyright der Fotos: Björn Langhammer

Anschließend Gespräch mit Gellert Tamas (Regie) und Dotschy Reinhardt (Musikerin, Autorin und Menschenrechtlerin), Moderation: Nicolette Naumann (Nitribitt – Frankfurter Ökonomien)
Kinothek Asta Nielsen e.V. in Kooperation mit Mal Se'hn Kino, Nitribitt – Frankfurter Ökonomien, Förderverein Roma e.V., Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Pupille – Kino in der Uni e.V.


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Termine

Mi. 24.04., 20:00

„FRAUEN BILDET BANDEN!“ SPURENSUCHE ZUR MILITANTEN FRAUENGRUPPE „ROTE ZORA“

Von FrauenLesbenfilmcollectif Las Otras, Christine Lamberty, Maria Baumeister, Deutschland 2018, 77 Min.

Film und Gespräch mit: LAS OTRAS FrauenLesbenFilmCollectif (Berlin) Moderiert und unterstützt von der FrauenLesbenGruppe Frankfurt

Die „Rote Zora“ war in den 1970er und 1980er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD. Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit. Mit ihren Aktionen prägte und beeinflusste die „Rote Zora“ eine gesamte Generation feministischer und lesbischer Aktivistinnen mit Folgen, die weit über die klandestin arbeitende Gruppe hinausreichten.
Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der „Roten Zora“ und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden. Und bieten Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte.

Beide Regiseurinnen kommen aus der autonomen Frauenbewegung der 70er und sind bis heute dort aktiv.Sie verstehen ihre Filme als Teil der Auseinandersetzung in der politischen Bewegung. Christine Lamberty war von Anfang an Teil des Kollektivs und an fast allen Produktionen beteiligt. Maria Baumeister gehörte zu den Gründerinnen, war am Film über die Frauen der sans papier beteiligt und danach nicht mehr aktiv im Kollektiv.

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Termine

So. 28.04., 14:00

JONAS - VERGISS MICH NICHT!

(deutsche Fassung)

Von Christophe Charrier, Frankreich 2018, 82 Minuten
Mit Félix Maritaud, Nicolas Bauwens, Tommy-Lee Baïk, Aure Atika, Marie Denarnaud, Pierre Cartonnet, Ilian Bergala

Jonas ist 33, lebt im südfranzösischen Toulon und arbeitet als Krankenträger. In seiner Freizeit lässt er sich von einem Sexdate zum nächsten treiben, nachts zettelt er in Clubs regelmäßig Streit an. Als ihn sein Exfreund aus der Wohnung schmeißt, fährt Jonas auf seinem Motorrad scheinbar ziellos durch die Straßen. Er kann nicht vergessen, was vor 18 Jahren mit ihm passiert ist. Er kann Nathan nicht vergessen, den coolen Jungen mit der Narbe im Gesicht, der im neuen Schuljahr plötzlich neben ihm saß und ihm kurz darauf seinen ersten Kuss gab. Der irgendwie erwachsener und mutiger war als er. Und den er in einer verhängnisvollen Nacht für immer verlor. Um selbst weiterleben zu können, muss sich Jonas endlich seiner Vergangenheit und seinen Wunden stellen.
Christophe Charrier verknüpft in seinem ersten Langfilm virtuos zwei Zeitebenen miteinander, auf denen er vom schwulen Heranwachsen im Frankreich der 90er, der ersten großen Liebe, von Scham, Schuld und einem gewaltigen, alles verzehrendes Trauma erzählt, das nach und nach an die filmische Oberfläche kommt wie die Erinnerung an einen düsteren Traum. In der Hauptrolle brilliert Félix Maritaud ("Sauvage", "120 BPM", "Messer im Herz"), einer der derzeit angesagtesten jungen Darsteller des europäischen Kinos.

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Termine

Mi. 15.05., 20:00