Specials und Filmreihen

 

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Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

ROSEMARY‘S BABY

(OmU)

Von Roman Polanski, USA 1968, 136 Min.
Mit Mia Farrow, John Cassevetes, Ruth Gordon

Mit anschließender psychoanalytischer Interpretation und Diskussion mit Ellen Englert und Birgit Peschmann. In Kooperation mit der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft.

Das bisher kinderlose Ehepaar Rosemarie und Guy Woodhouse ziehen zusammen in eine neue Wohnung im Herzen von New York. Wie sie bei der Besichtigung erfahren, hat das Haus eine mysteriöse Vergangenheit, was primär Rosemarie nicht davor abschreckt, sich dennoch dort niederzulassen. Als sie nach einem tödlichen Unfall einer Mieterin das ältere Ehepaar Minnie und Roman Castevet kennenlernen, fühlen sich die neuen Bekannten geradezu euphorisch zu den Woodhouses hingezogen. Bei einem gemeinsamen Essen fällt Rosemarie nach dem Genuss einer Mousse au Chocolat in einen tiefen Schlaf, in dem sie träumt, dass sie vom Teufel vergewaltigt wird. Tatsächlich, so erfährt sie nach ihrem Erwachen, hat ihr Ehemann mit ihr geschlafen, weil dieser die Zeit des Eisprungs nutzen wollte. Als sie kurz darauf schwanger wird, nimmt das Unheil seinen Lauf.

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Termine

Mi. 03.11., 20:00
Mi. 17.11., 20:00

Kinothek Asta Nielsen e.V. präsentiert

Die Kinothek Asta Nielsen ist eine Gründung von Filmliebhaberinnen. Von Filmkuratorinnen, Filmhistorikerinnen und -theoretikerinnen, Kritikerinnen und Filmstudierenden. Sie sehen den Sinn und Zweck einer Kinothek darin, das, was durch die Raster des heutigen Kinos fällt, jenseits des Spezialistentums zugänglich und im Kino wieder erfahrbar zu machen.

BE NATURAL: THE UNTOLD STORY OF ALICE GUY-BLACHÉ

(OmU)

Von Pamela B. Green, USA 2019, 102 Min.
Mit Alice Guy-Blaché, John Bailey, Geena Davis, Julie Delpy, Ava Du Vernay, Patty Jenkins, Ben Kingsley, Agnès Varda, Evan Rachel Wood

Mit einer Einführung mit Prof. Heide Schlüpmann. In Kooperation mit Kinothek Asta Nielsen.

Alice Guy-Blaché begann mit dem Filmemachen 1896, nur ein Jahr nach der Geburtsstunde des Kinos [...]. Eigentlich war sie als Gaumont-Sekretärin zuständig für die Bewerbung photographischer Apparaturen, das Sortiment wurde auf eine einfache Version des Kinematographen ausgeweitet. Die Sekretärin fragte den Arbeitgeber, ob sie auch mal ein paar Filmszenen drehen dürfte, so erzählt Alice Guy-Blaché in einem Fernsehinterview, das 1957 entstand. Ja, das ist was für junge Frauen, soll er gesagt haben. Die Werbung für den Kinematographen zeigte eine überraschende Genderbalance: ein Mann und eine Frau halten gleicher¬maßen das Gerät in der Hand und haben Spaß beim Filmen. [...]

Die amerikanische Filmemacherin Pamela Green hat in ihrem Dokumentarfilm Be Natural: The Untold Story of Alice Guy-Blaché die feministische Wirkungskraft der Filmpionierin herausgearbeitet. Ihr Einfluss reichte bis zu Sergej Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin (1926) mit der berühmten Treppenszene, in der sich ein Kinderwagen selbständig macht, und Oktober (1928), mit seinen sich männlich gebärdenden Flak-Schützinnen. Eisenstein, so weiß es der russische Filmhistoriker Naum Kleiman, erwähnte die Filme von Alice Guy-Blaché in seinen Notizen. Sehr sorgfältig führt Pamela Green für jede These das Originalargument und das historische Dokument auf. Sie überlässt (fast) nichts der Spekulation, häuft Materialien und biographische Details an, versammelt die Töchter, zeichnet Stammbäume und versieht Einflüsse mit Linien und Pfeilen. Für jede Aussage findet sie das passende Dokument, visualisiert auf der Landkarte, in welchen Archiven sich das Wissen über die erste Filmemacherin der Geschichte verstreut hat, ganz so, dass einem fast Sehen und Hören vergeht. (Dunja Bialas, artechock.de)

Der gesamte Text wäre hier zu lesen:
https://www.artechock.de/film/text/kritik/b/benase.htm

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Termine

Mi. 10.11., 18:00

MIT EIGENEN AUGEN

Dokumentarfilm von Miguel Müller-Frank, Deutschland 2020, 115 Min.

Am 9.11. in Anwesenheit von Miguel Müller-Frank und Knud Zilian, Vorsitzender Deutscher Journalistenverband

Seit der Digitalisierung stehen Journalisten wie selten zuvor unter Druck. Doch wie funktioniert Redaktionsarbeit eigentlich? Was für Prozesse werden bis zur Entstehung einer Sendung in Gang gesetzt? Der Filmemacher Miguel Müller-Frank beobachtet die Redaktion des ARD-Politikmagazins Monitor bei der Arbeit und Entstehung mehrerer Sendungen.

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Termine

Di. 09.11., 20:00
Do. 11.11. bis Mi. 17.11., 18:00

FIREBIRD

(OmU)

Von Peeter Rebane, EE/UK 2021, 107 Min.

Estland in den 1970ern, auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs. Der junge Soldat Sergey und seine Jugendfreundin Luisa dienen auf einem Luftwaffenstützpunkt der UdSSR. Als Roman auf die Basis versetzt wird, verfallen beide dem Charme des kühnen Kampfpiloten. Doch die aufkeimende Liebe zwischen den Männern muss um jeden Preis geheim bleiben – Roman steht bereits auf der Überwachungsliste des KGB.
Peeter Rabanes mitreißender Liebesthriller mit Tom Prior und Oleg Zagorodnii basiert auf einer wahren Geschichte und ist zu einer Zeit, in der in Russland queere Menschen wieder schwersten Repressionen ausgesetzt sind, von beklemmender Aktualität. Auch die nationale Premiere des Films beim Internationalen Film Festival Moskau wurde von wüsten Protesten begleitet. Wir zeigen „Firebird“ voller Stolz!

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Termine

Mi. 24.11., 20:00
Do. 25.11. bis Mi. 01.12., 22:15