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AB 04.03.2017

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

DER JUNGE KARL MARX

Von Raoul Peck, Österreich / Belgien / Deutschland 2016, 118 Min.
Mit August Diehl, Stefan Konarske, Vicky Krieps

Am Do. 02.03. Begrüßung durch Filmpatin Janine Wissler, MdL Die Linke, Hessen.

1844, kurz vor der industriellen Revolution, lebt der erst 26-jährige Karl Marx mit seiner Frau Jenny im französischen Exil in Paris. Eines Tages wird ihm der junge Friedrich Engels vorgestellt, doch für den feinen Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers hat der andauernd bankrotte Familienvater Marx zunächst nur Verachtung übrig. Bald aber zeigt sich, dass die beiden mehr als nur denselben Humor gemeinsam haben. Engels hat kürzlich über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben und er liebt Mary Burns, eine Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Gemeinsam verfolgen er und Marx ein gemeinsames Ziel. Als Kampfgefährten respektieren und inspirieren sie sich gegenseitig und zusammen mit Jenny verfassen sie Texte, die eine Revolution entfachen sollen…

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Termine

Do. 02.03. bis Di. 14.03., 19:45
So. 19.03., 13:30
So. 26.03., 13:30

CERTAIN WOMEN

(englische OmU)

Von Kelly Reichardt, USA 2016, 107 Min.
Mit Kristen Stewart, Michelle Williams, Laura Dern

Im US-Bundesstaat Montana berühren sich die Leben von einer Gruppe unterschiedlicher Menschen. Die Anwältin Laura Wells muss versuchen, eine Geiselnahme zu beenden, die einer ihrer Klienten wegen einer seiner Meinung nach ungerechtfertigten Schadenersatzforderung angezettelt hat. Das Paar Gina und Ryan Lewis beginnt gerade mit der Arbeit am gemeinsamen Haus, doch gerät in eine Ehekrise, als sie versuchen, einem alten Mann eine Sandsteinader abzukaufen. Und zwischen der jungen Anwältin Beth Travis, die in einer Abendschule unterrichtet, und der Farmhelferin Jamie entwickelt sich langsam eine Beziehung.
Basierend auf Kurzgeschichten aus der Geschichtensammlung „Both Ways Is the Only Way I Want It” der amerikanischen Autorin Maile Meloy.

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Do. 02.03. bis Mi. 08.03., 22:00
Do. 09.03. bis Mi. 15.03., 17:45

DIE LETZTEN MÄNNER VON ALEPPO

(arabische OmU)

Von Feras Fayyad, Dänemark / Syrien 2016, 110 Min.

Am 04.03. im Anschluss Filmgespräch. In Anwesenheit des Filmteams.

Im vom Krieg zerrütteten Aleppo in Syrien ist es der Syrische Zivilschutz, im Deutschen „Weißhelme“ genannt, der immer wieder all seine Kräfte aufbietet, um der Bevölkerung zu helfen. Zu den Gründungsmitgliedern der Organisation gehören Khaled, Mahmoud und Subhi, die immer zur Stelle sind, wenn Bomben einschlagen oder Anschläge verübt wurden – unter Einsatz des eigenen Lebens retten sie Menschenleben, bergen aber viel zu oft nur noch Tote an den Unglücksstellen. Für die Dokumentation „Die letzten Männer von Aleppo“ haben die Filmemacher die Arbeit der freiwilligen Helfer zwei Jahre lang begleitet, sie bei ihrem Einsatz gegen die täglichen Bedrohungen in den zerstörten Straßen, aber auch beim Kampf gegen die eigenen Ängste und für ein Stück Menschlichkeit und Hoffnung im Krisengebiet gefilmt.

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Sa. 04.03., 17:45
Do. 23.03. bis Mi. 29.03., 18:00

THE HAPPY FILM

(englische OmU)

Von Stefan Sagmeister, Ben Nabors und David Hillman Curtis, USA 2016, 91Min.

Stefan Sagmeister ist ein Designer aus Österreich, der in seiner Traumstadt New York lebt und Albumcover für die Rolling Stones, Jay Z und die Talking Heads gestaltet. Eigentlich hat es ihn richtig gut im Leben getroffen, doch schon seit einiger Zeit stellt er sich die Frage, ob das jetzt wirklich alles ist. Um eine Antwort darauf zu finden, geht er ein ganz neues Projekt an – seine eigene Persönlichkeit. Ob er sie aktiv umgestalten kann, um so ein besserer und glücklicherer Mensch zu werden? Um seinem Ziel näherzukommen, probiert er sich in Meditation und Verhaltenstherapie, und auch Psychopharmaka kommen zum Einsatz. Die Ergebnisse benotet er regelmäßig, doch in den nur schwer kontrollierbaren Selbstversuch schleicht sich immer wieder sein altes Leben ein und macht die Reise zu einem glücklicheren Ich komplizierter als gedacht.

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So. 05.03., 12:00

EUROPA – EIN KONTINENT ALS BEUTE

Von Christoph Schuch und Rainer Krausz, Deutschland 2016, 78Min.

Am So. 26. Februar in Anwesenheit der Regisseure Christoph Schuch und Reiner Krausz

Jahrzehntelang wurden die Europäer zwischen Finnland und Zypern von einem Versprechen zusammengehalten, das Frieden und mehr Wohlstand in Aussicht stellte. Doch seit der Finanzkrise 2008 befindet sich das europäische Projekt in der größten Misere seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Kontinent wird gespalten von neoliberalen Wirtschaftskonzepten, Korruption und Banken, die global agieren. Arbeitsrechte und soziale Standards werden immer weiter aufgeweicht, was Völkerhass, Klassenkampf und Nationalismus schürt und die Menschen in die Hände von Rechtspopulisten treibt. In Christoph Schuchs Dokumentarfilm „Europa – Ein Kontinent als Beute“ werden wichtige Fragen zur Problematik gestellt, allen voran natürlich: Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Und wie schaffen wir es wieder aus dieser gefährlichen Situation heraus?

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So. 05.03., 14:00

NERUDA

(spanische OmU)

Von Pablo Larraín, Chile / Argentinien / Frankreich / Spanien 2016, 108 Min.
Mit Luis Gnecco, Gael García Bernal, Mercedes Morán

1948 bezichtigt der chilenische Senator Pablo Neruda, seines Zeichens berühmter Dichter und Kommunist, die Regierung von Präsident Videla des Verrats. Die Retourkutsche folgt sofort in Form von Nerudas Amtsenthebung, seiner Verhaftung kann er nur durch Flucht entgehen. Zusammen mit seiner Frau Delia del Carril versucht er, das Land unbemerkt zu verlassen. Doch der Polizist Peluchoneau ist ihnen bereits hartnäckig auf den Fersen, wodurch ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, dem Neruda einen gewissen Reiz abgewinnen kann. Immer wieder führt er seinen Verfolger mit falschen Spuren in die Irre und schon bald verbreitet sich seine Geschichte in die ganze Welt – selbst Künstler wie Pablo Picasso setzen sich für seine Freiheit ein. In der beeindruckenden Bergwelt Chiles macht sich Neruda dann für das endgültige Ende seines Duells mit Peluchoneau bereit…

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So. 05.03. bis Mi. 08.03., 17:45
So. 12.03., 14:00

LITTLE MEN

(englische OmU)

Von Ira Sachs, USA 2016, 85 Min.
Mit Theo Taplitz, Michael Barbieri, Greg Kinnear

Als der schlecht bezahlte Schauspieler Brian Jardine und seine Frau Kathy von Brians verstorbenem Vater ein Haus in Brooklyn erben, zögern sie nicht lange und ziehen dort ein, denn mietfreies Wohnen ist eine gute Gelegenheit, das Budget der Familie zu schonen. Für ihren schüchternen Sohn Jake bedeutet der Umzug eine große Umstellung, doch er lebt sich schnell ein, als er in dem aufgeweckten Nachbarsjungen Tony einen Freund findet. Tonys Mutter Leonor betreibt im Erdgeschoss des Hauses eine kleine Mode-Boutique, doch während die Beziehungen zwischen den Erwachsenen zunächst freundschaftlich sind, kommt es bald zum Streit, als die Jardines aus eigener finanzieller Not den ortsüblichen Mietpreis von Leonor verlangen, diese sich aber weigert. Denn bislang zahlte sie nur einen kleinen Obulus an Brians Vater und müsste den Laden bei höherer Miete schließen. Für Jake und Tony ist klar: Die Erwachsenen benehmen sich daneben und sie müssen etwas dagegen tun!

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Do. 09.03. bis Mi. 15.03., 22:00

WIEN VOR DER NACHT

Von Robert Bober, Deutschland / Frankreich / Österreich 2016, 73 Min.

Robert Bober erkundet das andere Wien, das bessere Wien vor der Nacht, vor dem Nationalsozialismus. Der Dokumentarfilmer schaut 100 Jahre zurück in die Zeit zwischen dem Ende der Monarchie Österreich-Ungarn und dem Anschluss der Alpenrepublik an Hitler-Deutschland: Damals galt Wien als die kulturelle Hauptstadt Europas und hatte eine große jüdische Gemeinde mit Intellektuellen wie Stefan Zweig, Arthur Schnitzler, Joseph Roth, Franz Werfel und Sigmund Freud. „Wien vor der Nacht“ ist auch ein persönlicher Film, weil Bober die Geschichte seines Urgroßvaters aufarbeitet: Der war ein Jude, der 1904 von Polen in die USA wollte, wegen eines Trachoms aber nicht einreisen durfte und auf dem Rückweg nach Wien kam, in die Stadt, wo er seinen alten Beruf

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So. 12.03., 12:00
So. 19.03., 12:00
So. 26.03., 12:00

BELOW HER MOUTH

(englische OmU)

Von April Mullen, Canada 2016, 92 Min.
Mit Natalie Krill, Erika Linder, Sebastian Pigott, Mayko Nguyen

In Jasmines Leben läuft alles nach Plan: Sie hat einen Traumjob, einen schicken Sportwagen und einen attraktiven Verlobten. Bis sie eines Nachts bei einer Kneipentour mit ihrer besten Freundin die selbstbewusste Dallas kennenlernt und von ihr elegant aber sehr offensiv angemacht wird. Jasmine widersteht zunächst der fremden Versuchung. Aber ab jenem Moment bekommt sie diese Frau einfach nicht mehr aus ihrem Kopf und beginnt mit ihr nur wenige Tage später eine hemmungslose Affäre. Ihr hübsch eingerichtetes heterosexuelles Leben gerät immer mehr aus der Bahn - vor allem als Jasmine feststellt, dass Dallas mehr für sie ist als nur eine sexuelle Eskapade.

Regisseurin April Mullen drehte ihren leidenschaftlichen Liebesfilm mit einer komplett weiblichen Filmcrew und konnte für die Hauptrollen das für ihren androgynen Look heiß begehrte schwedische Topmodel Erika Linder und die kanadische Tänzerin Natalie Krill gewinnen. In seiner stürmischen Sinnlichkeit und erotischen Bildsprache erinnert "Below Her Mouth" an den Cannes-Gewinner "Blau ist eine warme Farbe" und die Erfolgsserie "The L Word".

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Mi. 15.03., 20:00

MARIJA

(teilweise OmU, türkisch / ukrainisch)

Von Michael Koch, Deutschland / Schweiz 2016, 100 Min.
Mit Margarita Breitkreiz, Georg Friedrich, Sahin Eryilmaz

Marija Vitrychenko hat keine Lust, sich als Opfer zu sehen. Gerade mit ihrer besten Freundin aus der Ukraine nach Deutschland gekommen, einer wirtschaftlich aussichtslosen Situation entflohen, arbeitet sie als Zimmermädchen in einem Dortmunder Hotel. Marija träumt vom eigenen Friseursalon und bessert ihr Einkommen deswegen aus dem Besitz der Gäste auf, geht in den Hotelzimmern auf Diebstour, bis jemand sie verpfeift. Nach ihrem Rauswurf wird sie Assistentin und Escort-Dame für ihren hitzköpfigen Vermieter Cem, der sie abwechselnd liebevoll behandelt und erniedrigt. Beim Geschäftsmann Georg hat sie es besser, für ihn übersetzt sie in Meetings mit Russen. Aber wird es Marija gelingen, sich aus ihren Abhängigkeiten zu lösen?

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Do. 16.03. bis Mi. 22.03., 18:00

MIT SIEBZEHN - QUAND ON A 17 ANS

(französische OmU)

Von André Téchiné, Frankreich 2016, 114 Min.
Mit Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila

Irgendwo in den französischen Pyrenäen gehen die beiden 17-jährigen Damien und Thomas in dieselbe Klasse eines Gymnasiums. Damien wohnt bei seiner Mutter Marianne, einer Landärztin, im Tal. Sein Vater ist Hubschrauberpilot beim Militär und befindet sich im Auslandseinsatz. Der adoptierte Thomas lebt hingegen auf einem entlegenen Bauernhof und braucht jeden Tag mehr als eine Stunde zur Schule. Als bei seiner Mutter eine Schwangerschaft festgestellt wird, lädt Marianne Thomas dazu ein, für eine Weile bei ihr und Damien zu wohnen, um die Familie zu entlasten und auch der kürzere Schulweg würde ihm sicher guttun. Doch Damien und Thomas können sich nicht ausstehen und sind von der Aussicht, gemeinsam zu leben, alles andere als begeistert. Die Spannungen, die zwischen ihnen herrschen, entladen sich schon bald in Gewalt…

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Do. 16.03. bis Mi. 22.03., 20:00
Do. 23.03. bis Di. 28.03., 22:00

PAWLENSKI: DER MENSCH UND DIE MACHT

(russische OmU)

Von Irene Langemann, Deutschland 2016, 99 Min.

Pjotr Andrejewitsch Pawlenski ist ein Konzeptkünstler und Aktivist aus Russland, der in der jüngeren Vergangenheit mit zum Teil extremen Aktionen für Aufsehen gesorgt hat. So nähte er sich aus Protest gegen die Inhaftierung einiger Mitglieder der Punkband Pussy Riot 2012 den Mund zu. Nur ein Jahr später setzte er gleich doppelt einen drauf: Erst protestiert er vor dem Parlamentsgebäude in St. Petersburg nackt und vollständig in Stacheldraht gewickelt, nur um wenig später für seine „Aktion Fixierung“-Performance seinen Hodensack auf dem Boden des Roten Platzes festzunageln. Ziel seiner Unternehmungen ist stets der russische Machtapparat, der aus Menschen Objekte macht. Seit 2015 war Pawlenski nicht mehr auf freiem Fuß, nachdem er die Eingangstür des russischen Geheimdienstes angezündet hatte. Zunächst befand er sich in Haft, später wurde er dann in eine Psychiatrie überstellt.

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Do. 16.03. bis Mi. 22.03., 22:15

DER HIMMEL WIRD WARTEN – LE CIEL ATTENDRA

(französische OmU)

Von Marie-Castille Mention-Schaar, Frankreich 2016, 90 Min.
Mit Noémie Merlant, Naomi Amarger, Sandrine Bonnaire

Sylvie und ihre Tochter Mélanie haben ein enges Verhältnis. Die beiden können über alles miteinander reden, egal, ob es um Jungs, Kleidung oder die Schule geht. Doch Mélanie entfernt sich von Sylvie, nachdem sie im Internet einen Jungen kennengelernt hat. Er schmeichelt ihr mit Komplimenten, spricht mit ihr über Religion – bis die junge Frau nach Syrien geht, um Terroristin zu werden. Catherine und Samir erleben Ähnliches: Mit ihrer 17-jährigen Tochter Sonia waren sie eine glückliche Familie – bis plötzlich ihr Haus gestürmt und die Teenagerin festgenommen wird. Denn wie sich herausstellt, hatte sie einen Anschlag geplant, um ihrer Familie einen „Platz im Paradies“ zu sichern. Sylvie und Catherine, beide erschüttert von den Entscheidungen ihrer Töchter, wollen Mélanie und Sonia überzeugen, ein Leben ohne Hass und Selbstzerstörung zu wählen…

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Do. 23.03. bis Mi. 29.03., 20:00

UNEASY RIDER

(englische OmU)

Von Hermann Vaske, Deutschland 2016, 90 Min.
Mit Wim Wenders, Isabel Coixet, Alex Cox

Am 29. Mai 2010 verstarb Hollywoodlegende Dennis Hopper im Alter von 74 Jahren an Krebs. Bis dahin hatte er sich eine einmalige Karriere im Filmgeschäft aufgebaut, an die man sich noch lange erinnern wird - legendär sein Regiedebüt „Easy Rider“ von 1969, unvergessen sein Part als verrückter Photojournalist in Francis Ford Coppolas Kriegsepos „Apocalypse Now“. In dem Dokumentarfilm „Dennis Hopper: Uneasy Rider“ kommen nun ehemalige Freunde und alte Weggefährten Hoppers zu Wort. Regisseure wie Wim Wenders und Anton Corbijn, Schauspielkollegen wie Michael Madsen, Isabella Rossellini und Diane Kruger und andere erzählen von ihren Begegnungen mit der Ikone und reflektieren über sein Schaffen und sein Leben, das er kompromisslos so gestaltete, wie er es für richtig hielt, ganz gleich, was andere darüber dachten.

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Mi. 29.03., 22:00