Vorschau

AB 27.04.2019

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

VAN GOGH – AN DER SCHWELLE ZUR EWIGKEIT

(englische OmU)

Von Julian Schnabel, Frankreich 2018, 111 Min.
Mit Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaac

Der 35-jährige Vincent van Gogh hat schon über hundert Gemälde gemalt, doch immer noch keinen Erfolg mit seiner Kunst. Außerdem leidet er unter starken psychischen Problemen und ist vom Weltschmerz geplagt. Um den Druck des Lebens in Paris zu entfliehen, zieht er in den Süden Frankreichs in ein kleines Dorf namens Arles, wo er die Natur mit seinem Pinsel auf der Leinwand festhält. Sein enger Freund und Kollege Paul Gauguin besucht van Gogh in seiner neuen Heimat zwar, findet dessen Gedankenwelt aber zu düster und erdrückend, weswegen er ihn bald wieder verlässt. Nur van Goghs Bruder und Kunsthändler Theo unterstützt ihn, wo er kann. Meistens ist der Künstler aber alleine mit sich und seinen unberechenbaren Stimmungsschwankungen. Seine mentalen Dämonen lassen ihn nicht los und treiben van Gogh in eine psychiatrische Anstalt, bis er im Jahr 1890 unter rätselhaften Umständen stirbt…

Biografisches Drama über die letzten Jahre des Vincent van Gogh, im Original benannt nach einem Ölgemälde des niederländischen Künstlers.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 25.04. bis Mi. 01.05., 18:00

STREIK – EN GUERRE

(französische OmU)

Von Stéphane Brizé, Frankreich 2018, 113 Min.
Mit Vincent Lindon, Mélanie Rover, Jacques Broderie

Vor zwei Jahren unterzeichnete im südfranzösischen Aden der bekannte Automobilzulieferer Perrin Industry, der 1.100 Angestellte führt und eine Tochtergesellschaft der deutschen Gruppe Schäfer ist, eine Vereinbarung, laut der die leitenden Angestellten und Arbeitnehmer dazu aufgefordert wurden, eine Lohnkürzung in Kauf zu nehmen, damit das Unternehmen gerettet werden kann. Immerhin gilt die Firma als einziger größerer Arbeitgeber der Region. Dafür gab es von Perrin Industry das Versprechen, dass ihre Arbeitsplätze für die kommenden fünf Jahre gesichert seien. Doch nun entschloss sich das Unternehmen für eine Schließung. Die Arbeiter, angeführt von ihrem Sprecher Laurent Amadeo, lehnen das Unvermeidliche ab und versuchen, ihre Arbeitsplätze zu retten.

Zur Seite des deutschen Verleihs

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 25.04. bis Mi. 01.05., 20:00

ATLAS

Von David Nawrath, Deutschland 2018, 100 Min.
Mit Rainer Bock, Albrecht Abraham Schuch, Thorsten Merten

Eigentlich ist es für Möbelpacker Walter Scholl ein Job wie jeder andere, als er mit seinen Kollegen anrückt, um eine Wohnung in einem Altbau zwangszuräumen. Unter all seinen Kollegen ist Walter trotz der Schmerzen, die ihm dieser Knochenjob bereitet, der loyalste Mitarbeiter. Sein Chef Roland Grone hat sich nämlich auf einen Deal mit einem dubiosen Klan eingelassen: Er kauft Häuser mit dem Geld der Afsaris, vertreibt die Mieter – notfalls auch mit Gewalt –, und verkauft die leeren Häuser dann weiter. Doch bei einem Auftrag, bei dem sich einer der letzten Mieter weigert, auszuziehen, meint der 60-jährige ehemalige Gewichtheber Walter plötzlich seinen Sohn Jan wiederzuerkennen, den er vor vielen Jahren im Stich gelassen hat. Walter stellt außerdem fest, dass sich sein Chef auf ein gefährliches Spiel eingelassen hat und steckt nun in der Zwickmühle…

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 25.04. bis Mi. 01.05., 22:00

DER FUNKTIONÄR

Von Andreas Goldstein (Adam und Evelyn), Deutschland 2018, 72 Min.

Andreas Goldstein hat einen essayistischen Dokumentarfilm über seinen Vater gemacht: den DDR-Kulturfunktionär Klaus Gysi (1912 - 1999). Der Filmemacher Goldstein erzählt in dieser Auseinandersetzung mit den Bildern, die sein Vater Klaus Gysi von sich selbst entwarf, die andere von ihm zeichneten und jenen, die in Andreas Goldstein selbst verhaftet sind, die vielschichtige Lebensgeschichte des Parteifunktionärs und Vaters Klaus Gysi. Dabei ist die Betrachtung der Biografie seines Vaters zugleich auch die Schilderung von einem untergegangenen Land.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

So. 28.04., 12:00

„FRAUEN BILDET BANDEN!“ SPURENSUCHE ZUR MILITANTEN FRAUENGRUPPE „ROTE ZORA“

Von FrauenLesbenfilmcollectif Las Otras, Christine Lamberty, Maria Baumeister, Deutschland 2018, 77 Min.

Film und Gespräch mit: LAS OTRAS FrauenLesbenFilmCollectif (Berlin) Moderiert und unterstützt von der FrauenLesbenGruppe Frankfurt

Die „Rote Zora“ war in den 1970er und 1980er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD. Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit. Mit ihren Aktionen prägte und beeinflusste die „Rote Zora“ eine gesamte Generation feministischer und lesbischer Aktivistinnen mit Folgen, die weit über die klandestin arbeitende Gruppe hinausreichten.
Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der „Roten Zora“ und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden. Und bieten Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte.

Beide Regiseurinnen kommen aus der autonomen Frauenbewegung der 70er und sind bis heute dort aktiv.Sie verstehen ihre Filme als Teil der Auseinandersetzung in der politischen Bewegung. Christine Lamberty war von Anfang an Teil des Kollektivs und an fast allen Produktionen beteiligt. Maria Baumeister gehörte zu den Gründerinnen, war am Film über die Frauen der sans papier beteiligt und danach nicht mehr aktiv im Kollektiv.

Film in der IMDb suchen

Termine

So. 28.04., 14:00

INK OF YAM

(OmU)

Von Tom Fröhlich, Deutschland 2018, 78 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Tom Fröhlich und Tibor Luckenbach, Bundesvorsitzender Junges Forum Deutsch-Israelische Gesellschaft, und Gästen. In Kooperation mit Junges Forum DIG - Deutsch-Israelische Gesellschaft

Eine Bombe schlägt ein, die Fenster vibrieren - nur ein paar Minuten später beginnt die Nadel wieder zu summen. In einer Stadt voller Konflikte haben Poko Chaim und Daniel Bulitchev, zwei russische Tätowierer, einen Ort geschaffen, an dem es keine Mauern gibt. Hier verewigen sie die Geschichten der Einwohner Jerusalems. Die Tinte unter der Haut verbindet sie alle. Ein Blick auf ihre Tätowierungen wirft ein ganz neues Licht auf das Herz der Heiligen Stadt und ihre Einwohner. Das Tätowierstudio steht allen offen, unabhängig von Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Die Gespräche, die unter den schmerzlichen Umständen stattfinden, ähneln häufig Bekenntnissen. So geben die Kunden Einblick in ihr Leben in dieser umstrittenen Stadt, ihren Glauben und ihre Ängste in diesem ständigen Konflikt, der ihren Alltag täglich ausmacht. Es gibt Momente, in denen Poko und Daniel fast gleichzeitig Psychologen und Künstler sind...

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

So. 05.05., 14:00

JONAS - VERGISS MICH NICHT!

(deutsche Fassung)

Von Christophe Charrier, Frankreich 2018, 82 Minuten
Mit Félix Maritaud, Nicolas Bauwens, Tommy-Lee Baïk, Aure Atika, Marie Denarnaud, Pierre Cartonnet, Ilian Bergala

Jonas ist 33, lebt im südfranzösischen Toulon und arbeitet als Krankenträger. In seiner Freizeit lässt er sich von einem Sexdate zum nächsten treiben, nachts zettelt er in Clubs regelmäßig Streit an. Als ihn sein Exfreund aus der Wohnung schmeißt, fährt Jonas auf seinem Motorrad scheinbar ziellos durch die Straßen. Er kann nicht vergessen, was vor 18 Jahren mit ihm passiert ist. Er kann Nathan nicht vergessen, den coolen Jungen mit der Narbe im Gesicht, der im neuen Schuljahr plötzlich neben ihm saß und ihm kurz darauf seinen ersten Kuss gab. Der irgendwie erwachsener und mutiger war als er. Und den er in einer verhängnisvollen Nacht für immer verlor. Um selbst weiterleben zu können, muss sich Jonas endlich seiner Vergangenheit und seinen Wunden stellen.
Christophe Charrier verknüpft in seinem ersten Langfilm virtuos zwei Zeitebenen miteinander, auf denen er vom schwulen Heranwachsen im Frankreich der 90er, der ersten großen Liebe, von Scham, Schuld und einem gewaltigen, alles verzehrendes Trauma erzählt, das nach und nach an die filmische Oberfläche kommt wie die Erinnerung an einen düsteren Traum. In der Hauptrolle brilliert Félix Maritaud ("Sauvage", "120 BPM", "Messer im Herz"), einer der derzeit angesagtesten jungen Darsteller des europäischen Kinos.

Zur Seite der Queerfilmnacht

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 15.05., 20:00