ZWISCHEN UNS DAS PARADIES
(OmU)
Von Jasmila Zbanic, Bosnien und Herzegowina / Österreich / Deutschland / Kroatien 2010, 100 Min.
Mit Zrinka Cvitesic, Leon Lucev, Ermin Bravo, Mirjana Karanovic, Marija Köhn, Nina Violic
Eine große Liebe: Die Stewardess Luna und der Fluglotse Amar sind ein glückliches Paar und wünschen sich sehnlichst ein gemeinsames Kind. Ihre Beziehung ist beinah perfekt, ein Leben füreinander und im Wissen um die Fehler des anderen. Luna verzeiht Amar, dass er zu oft zu viel trinkt, und Amar ist ehrlich bereit, sich zu verändern.
Doch als Amar am Arbeitsplatz beim Trinken erwischt und sofort gefeuert wird, gerät der Boden unter den Füßen des Paares ins Wanken. Ein ehemaliger Kamerad Amars, der mittlerweile zum fundamentalistischen Islam konvertiert und Mitglied einer wahabitischen Gemeinde ist, bietet Amar einen gutbezahlten Job in einem Camp außerhalb der Stadt an. Amar nimmt das Angebot an, und Luna muss ihn mit einem unguten Gefühl ziehen lassen. Kaum hat Amar das Camp erreicht, bricht der Kontakt zu Luna ab.
Nach einer Weile wird es Luna schließlich erlaubt, Amar zu besuchen. Sie taucht ein in eine geheimnisvolle Welt verschleierter Frauen und fremdartiger Rituale - eine Welt, in der Männer Frauen nicht die Hand geben und das Alltagsleben der Geschlechter streng getrennt ist. Luna fleht Amar an, zurückzukommen, aber Amar ist überzeugt, dass dieser zurückgezogene Ort ihm Frieden und Unabhängigkeit vom Alkohol gebracht hat.
Viele Wochen später kehrt Amar als ein anderer Mensch zurück. Zwar beteuert er, dass er einfach nur versuche, ein besserer Mensch zu werden, aber Luna fällt es immer schwerer, seine neuen Vorstellungen von ihrem gemeinsamen Leben nachzuvollziehen. Sie beginnt, an ihrem Lebensentwurf zu zweifeln, auch an ihrem Kinderwunsch. Als Amars tiefgreifende Veränderungen schließlich auch die Wunden einer tragischen, vom Krieg überschatteten Vergangenheit neu aufbrechen lassen, muss Luna alles in Frage stellen. Wird ihre Liebe stark genug für eine gemeinsame Zukunft sein?
Zur Seite des deutschen Verleihs
Zur Facebook-Seite des Films
Termine
Do. 02.09. bis Mi. 15.09., 20:00




PIANOMANIA
(OmU)
Von Lilian Franck, Robert Cibis, Deutschland / Österreich 2009, 93 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung
Mit Stefan Knüpfer, Pierre-Laurent Aimand, Alfred Brendel, Lang Lang, Till Fellner
"Der Ton atmet nicht." - klagt der Pianist Pierre-Laurent Aimard verzweifelt. Das ist ein typischer Satz im beruflichen Alltag des Cheftechnikers und Meisterstimmers von Steinway & Sons Stefan Knüpfer. Denn jedes Klavier hat seine eigene Persönlichkeit, jedes Stück verlangt nach der ihm eigenen Klangfarbe, und jede Interpretation hat ein besonderes Temperament.
PIANOMANIA nimmt den Zuschauer mit auf eine humorvolle Reise in die geheimnisvolle Welt der Töne und begleitet Stefan Knüpfer bei seiner ungewöhnlichen Arbeit mit weltberühmten Pianisten wie u.a. Lang Lang, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder und Pierre-Laurent Aimand. Das richtige Instrument mit den geforderten Eigenschaften passend zur Vision des Virtuosen zu finden, zu vervollkommnen und letztlich auf die Bühne zu schaffen, fordert Nerven aus Stahl, grenzenlose Leidenschaft und die außerordentliche Fähigkeit Worte in Töne übertragen zu können.
Der außergewöhnliche Film von Lilian Franck und Robert Cibis erzählt voller Herz und Humor von Momenten der absoluten Liebe zur Detailgenauigkeit und Perfektion. Aus einzigartigen Blickwinkeln beobachtet PIANOMANIA die spannende Suche nach dem perfekten Klang.
Zur Filmseite
Zur Facebook-Seite des Films
Termine
Do. 09.09. bis Mi. 29.09., 18:00




SUMMER WARS – SAMÂ WÔZU
(japanische OmU)
Von Mamoru Hosoda, Japan 2009 ,, 114 Min. FSK: ab 12
In der nahen Zukunft hat die Erschaffung der virtuellen Stadt OZ es allen ermöglicht, zu jeder Zeit und von jedem Ort auf das Internet zuzugreifen. Die Nutzer steuern ihre Avatare durch OZ um zu shoppen, ihre Rechnungen zu zahlen und Spaß zu haben. Kenji, ein ganz normaler Oberstufen-Schüler, verbringt seine Sommerferien müßig mit einem Teilzeitjob, bei dem er das OZ-System am Laufen hält. Aber dann lädt ihn das Mädchen seiner Träume, Natsuki, dazu ein, sie in ihre Heimatstadt Nagano zurückzubegleiten.
Als sie dort ankommen, verwirrt Natsuki Kanji mit der Bitte, er solle sich als ihr Verlobter ausgeben, damit sie ihrer alten Großmutter eine Freude machen kann. In seiner ersten Nacht in Nagano bekommt Kanji eine E-Mail mit einem seltsamen, mathematischen Rätsel von einem mysteriösen Absender. Mathe-Genie Kenji ist von diesem Rätsel fasziniert und als er endlich die Lösung findet, ist die Welt völlig verändert.
Am nächsten Morgen berichten die Fernsehnachrichten von einem gesetzlosen Avatar in OZ. Kenji ist verblüfft als er sieht, dass es sein Avatar ist! Der unschuldige Kenji wird als OZ-Krimineller verleumdet, und bevor er überhaupt weiß, was los ist, wird er in eine Schlacht um das Schicksal und das Gleichgewicht der Welt gezogen. "Die ganze Familie wird helfen, jedwedes Problem zu lösen, das wir verursacht haben". Natsukis Oma gibt diese Anweisung und Kenji, Natsuki und Natsukis Verwandte tun sich zusammen, um zu versuchen, die Welt zu retten!
Jetzt kehren Filmemacher Hosoda und seine Crew aus "Das Mädchen, das durch die Zeit sprang" mit SUMMER WARS zurück, einer Geschichte über eine Großfamilie, deren Leben aus der Bahn geworfen wird, als aus dem Internet eine globale Krise hervorbricht. Eine neue Art von Krieg steht bevor!
Zur Filmseite
Termine
Do. 09.09. bis Mi. 15.09., 22:00




FLIEGEN UND ENGEL – ILYA & EMILIA KABAKOV UND DIE KUNST DER „TOTALEN“ INSTALLATION
Von Kerstin Stutterheim, Niels Bolbrinker, Deutschland 2009, 99 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung
Mit Ilya Kabakov, Emilia Kabakov
Ilya Kabakov ist einer der weltweit bedeutendsten bildenden Künstler der Gegenwart - Maler, Zeichner, Illustrator und Installationskünstler. Aufgewachsen in der Sowjetunion in der Zeit unter Stalin, hat er die historischen Phasen bis zu Gorbatschow mit mehr oder weniger starken Repressalien, voller gescheiterter Utopien und schwierigen bis schwierigsten Bedingungen für Künstler erlebt. In den 80er Jahren verließ er anlässlich seiner ersten Einzelausstellung im Westen das Land.
Anfang der 90er Jahre hatte er in New York eine große Ausstellung - dort traf er seine Jugendliebe Emilia wieder - kurz darauf heirateten sie und seitdem leben und arbeiten sie zusammen in der Nähe von New York. In ihren Installationen und seinen zahlreichen Zeichnungen und Gemälden verarbeitet Kabakov traumatische Erlebnisse vom Leben in Armut und unter den Zwängen eines degenerierten politischen Systems.
Mit hintergründigem jüdischem Witz schafft er in seinen Werken einen Kosmos von Gegenwelten, die die Erdenschwere des sozialistischen und postsozialistischen Lebens weit hinter sich lassen, aber auch die westliche Welt der Gegenwart reflektieren.
FLIEGEN UND ENGEL verknüpft die Kunsträume des Kabakovschen Universums mit Bildern aus dem Alltag, spürt der Wirklichkeit nach, aus der heraus die Arbeiten entwickelt wurden. Ilya und Emilia Kabakov geben in Interviews und Gesprächen einen Einblick in die Zusammenhänge von Biographie und künstlerischer Arbeit, verbinden so Privates und Politisches.
Zur Filmseite
Zur Homepage von Ilya und Emilia Kabakov
Termine
So. 12.09., 14:00
So. 19.09., 14:00
So. 26.09., 14:00




VERSAILLES
(französische OmU)
Von Pierre Schoeller, Frankreich 2008, 113 Min.
Mit Guillaume Depardieu, Max Baissette de Malglaive, Judith Chemla, Patrick Descamps, Aure Atika, Franc Bruneau, Philippe Dupagne, Brigitte Sy
Majestätisch erhebt sich das Schloss von Versailles inmitten gepflegter Gärten. Doch die weltberühmte Barockanlage grenzt an dichte Wälder. Und in denen leben Menschen, die sich freiwillig oder unfreiwillig hierhin zurückgezogen haben. So auch der noch junge Damien, der mitten im Wald in einer Einsiedlerhütte haust.
Eines Tages taucht hier die obdachlose Nina mit ihrem fünfjährigen Sohn Enzo auf. Sie freundet sich mit Damien an, verbringt eine Nacht mit ihm, nur um am nächsten Morgen heimlich zu verschwinden und das Kind bei Damien zurückzulassen. Zwischen dem Mann und dem kleinen Jungen entwickelt sich eine spröde Zuneigung, in der beide Vertrauen und Geborgenheit finden.
Doch die Wohnstätten der Aussteiger im Wald sind in der reichen Gemeinde von Versailles nicht gern gesehen, und außerdem droht der Winter, den ein Kind hier draußen nicht überleben würde. Es ist klar: Damien und Enzo müssen ihre Hütte verlassen. Damien versucht eine Rückkehr ins bürgerliche Leben. Das Gleiche versucht auch Nina, denn sie hat ihr Kind nicht vergessen. Aber es wird für alle kein einfacher Weg ...
Regisseur Pierre Schoeller ist mit seinem Debutfilm VERSAILLES ein packendes und berührendes menschliches Drama gelungen. Guillaume Depardieu, der im Oktober 2008 tragisch ums Leben gekommene Sohn von Superstar Gerard Depardieu, verkörpert in einer seiner letzten Rollen grandios den ruppigen Einzelgänger Damien, der sich als Ersatzvater öffnen muss. Und der kleine Max Baissette als Enzo ist eine echte Entdeckung. Einmal rennt er in Panik vom Wald direkt in den Palast, in dem Diener im Rokoko-Kostüm Touristen unterhalten. Ein starkes Bild für Zeiten, denen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit abhanden gekommen zu sein scheinen.
Zur Seite des deutschen Verleihs
Zur französischen Filmseite
Termine
Do. 16.09. bis Mi. 22.09., 20:00
Do. 23.09. bis Mi. 29.09., 22:00




LONDON NIGHTS - UNMADE BEDS
(OmU)
Von Alexis Dos Santos, Großbritannien 2008, 93 Min.
Mit Fernando Tielve, Déborah François, Michiel Huisman, Iddo Goldberg, Richard Lintern, Katia Winter, Alexis Dos Santos, Lucy Tillet, Al Weaver
Axl ist aus Madrid nach London gekommen, um seinen Vater zu suchen. In einer früheren Lagerhalle, die nun von Musikern und Künstlern bevölkert wird, findet er Unterschlupf und lässt sich verzaubern von den jungen Menschen aus aller Welt, ihrer Kunst und ihren verrückten Parties.
Dort lebt auch Vera aus Belgien, die ihre letzte Liebe vergessen will, nachdem sie verlassen wurde. Als ihr ein zärtlicher Fremder begegnet, stellt sie ihm eine Bedingung: Keiner darf wissen, wer der andere ist - eine Romanze von Verabredung zu Verabredung. Aber sie hat die Rechnung ohne ihr Herz gemacht. Wie soll sie den Fremden wiederfinden, als die letzte Verabredung platzt? Und wer hilft Axl, nicht mehr allein zu sein?
Ein durch und durch romantischer Liebesfilm von Alexis Dos Santos, der ganz Gefühl ist, zum Träumen im Rhythmus von Stimmung und Musik!
Zur deutschen Filmseite
Zur englischen Filmseite
Termine
Do. 16.09. bis Mi. 22.09., 22:00




KINSHASA SYMPHONIE
(OmU)
Von Claus Wischmann, Martin Baer, Deutschland 2010, 95 Min.
Mit Armand Diangienda, Albert Matubanza, Joséphine Nsimba, Joseph Masunda
Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, drittgrößte Stadt Afrikas. Hier wohnen fast zehn Millionen Menschen, die zu den ärmsten Bewohnern unseres Planeten zählen. Es ist die Heimat des einzigen Symphonieorchesters Zentralafrikas - L'Orchestre Symphonique Kimbanguiste.
In völliger Dunkelheit spielen 200 Orchestermusiker Beethovens Neunte - "Freude schöner Götterfunken". Ein Stromausfall wenige Takte vor dem letzten Satz. Probleme wie dieses sind noch die kleinste Sorge des einzigen Symphonieorchesters in Zentralafrika. In den fünfzehn Jahren seiner Existenz haben die Musiker zwei Putsche, mehrere Krisen und einen Krieg überlebt. Doch da ist die Konzentration auf die Musik, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
KINSHASA SYMPHONY zeigt Menschen in einer der chaotischsten Städte der Welt, die eines der komplexesten Systeme menschlichen Zusammenlebens aufbauen: ein Symphonieorchester. Ein Film über den Kongo, über die Menschen und über die Musik.
Zur deutschen Filmseite
Zur Facebook-Seite des Films
Zur Seite des Symphonieorchesters
Termine
Do. 23.09. bis Mi. 29.09., 20:00



