Vorschau

AB 02.07.2018

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

WOLF AND SHEEP

(Hazaragi OmU)

Von Shahrbanoo Sadat, Dänemark / Frankreich / Schweden / Afghanistan 2016, 86 Min.
Mit Sediga Rasuli, Qudratollah Qadiri, Amina Musavi

In einer entlegenen Bergregion in Afghanistan werden die Kinder der dort lebenden Familien täglich als Schäfer in die Berge geschickt. Während die Mädchen die Schafe hüten, müssen die Jungen Wölfe vertreiben. Kontakt zwischen Jungen und Mädchen ist streng untersagt. Dennoch schaffen es Qodrat, der von den anderen Kindern gehänselt wird, weil seine Mutter nach dem Tod ihres ersten Ehemannes mit einem alten Mann verheiratet werden soll, und Sediqa, die angeblich das Böse in sich trägt und deshalb von den anderen Kindern gemieden wird, sich in den abgelegenen Bergen anzufreunden: Als Qodrat eines Tages alleine durch die Berge streift, trifft er auf Sediqa und bringt ihr bei, wie man einen Schleuder herstellt, und anschließend ziehen sie oft gemeinsam durch die Gegend...
Shahrbanoo Sadat ist in einem Dorf, wie sie es in ihrem ersten Spielfilm beschreibt, aufgewachsen. In der sanften Inszenierung der Kinderfreundschaft, welche durch eine beobachtende Haltung geprägt ist und den jungen Hauptdarstellern viel freies Spiel lässt, erzählt Sadat unauffällig auch von den Traditionen des Volks der Hazara, der drittgrössten Ethnie Afghanistans.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 28.06. bis Mi. 04.07., 18:00

AUF DER SUCHE NACH OUM KULTHUM

(OmU, englisch / farsi / arabisch)

Von Shirin Neshat und Shoja Azari, Deutschland / Österreich / Italien / Marokko 2017, 91 Min.
Mit Neda Rahmanian, Yasmin Raeis, Mehdi Moinzadeh

Die iranische Künstlerin und Filmemacherin Mitra lebt seit Jahren im Exil, doch nun bekommt sie endlich die Gelegenheit, ihren Traum wahrzumachen und einen Film über ihr Idol, die legendärische arabische Sängerin Oum Kulthum, zu drehen. Darin soll es um den hohen Preis gehen, den Oum Kulthum zahlen musste, um sich als Frau in einer konservativen und von Männern dominierten Gesellschaft durchzusetzen. Doch Mitra muss bald feststellen, dass sie mit ähnlichen Problemen wie einst schon die Sängerin zu kämpfen hat, einzig ihre Hauptdarstellerin Ghada gibt der Filmemacherin Kraft. Als dann aber mitten in den schwierigen Dreharbeiten auch noch ihr jugendlicher Sohn verschwindet, gelangt Mitra an ihre Grenzen und nähert sich zunehmend einem kompletten Zusammenbruch...

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 28.06. bis Mi. 04.07., 19:45

THE RIDER

(amerikanische OmU)

Von Chloé Zhao, USA 2018, 104 Min.
Mit Brady Jandreau, Tim Jandreau, Lilly Jandreau

Brady Blackburn ist ein überaus talentierter Cowboy und Rodeo-Reiter, doch nach einem schweren Unfall, bei dem er sich am Kopf verletzt, muss er sich damit arrangieren, dass er wohl nie wieder reiten können wird. Nicht nur ist Brady damit von einem Tag auf den anderen arbeitslos. Als direkter Nachkomme der Lakota-Sioux hat er auch eine ganz besondere Verbindung zu Pferden und definiert sich selbst fast ausschließlich über seine Arbeit mit den Reittieren. In seiner Kultur ist ein Mann, der nichts reiten kann, kein echter Mann und so hat auch sein Vater für seinen beeinträchtigten Sohn nur wenig Mitleid übrig, zudem gibt es im Pine Ridge Reservat ansonsten nur wenig zu tun. Und so sehnt sich Brady weiterhin nach dem Reiten, obwohl sein Körper sich dagegen sträubt und ihm sein bester Freund Lane, der seit einem Rodeo-Unfall sogar im Rollstuhl sitzt, als mahnendes Beispiel dient. Brady ist hin- und hergerissen zwischen seinem alten und seinem neuen Leben…

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 28.06. bis Mi. 04.07., 21:45

TIME TRIAL – DIE LETZTEN RENNEN DES DAVID MILLAR

(englische OmU)

Dokumentarfilm von Finlay Pretsell, Großbritannien 2017, 82 Min.

Eine immersive Dokumentation über das professionelle Radfahren, bei der durch innovative Filmtechniken und den Einsatz von Spezialfahrzeugen und Fahrradkameras ein nie dagewesener Einblick in die Welt des professionellen Radsports gegeben werden soll. Im Fokus steht dabei David Millar, der einzige britische Fahrer, dem es gelang, alle Trikots der Tour de France zu gewinnen. Doch auch die Schattenseiten des Sports werden nicht ausgeblendet: Millars Sieg bei der Tour de France von 2004 gelang ihm nur durch Doping und bei seiner letzten Teilnahme an dem weltberühmten Radrennen durch Frankreich ist Millar deutlich anzumerken, wie sehr ihn der ständige Wettkampf belastet und was ihm der harte Sport tagtäglich psychisch und physisch abverlangt.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 05.07. bis So. 08.07., 18:00
Mi. 11.07., 20:00

UM GOTTES WILLEN – SE DIO VUOLE

(italienische OmU)

Von Edoardo Maria Falcone, Italien 2015, 87 Min.
Mit Marco Giallini, Alessandro Gassman, Laura Morante

Tommaso ist Herzchirurg, ebenso erfolgreich wie arrogant. Um seine Frau Carla und seine Tochter Bianca kümmert er sich wenig. Sein ganzer Stolz ist sein Sohn Andrea, der Medizin studiert und in Papas Fußstapfen treten soll. Aber in letzter Zeit wirkt Andrea verändert und verbirgt offensichtlich etwas. Ist der Junge vielleicht schwul? Tommaso bleibt locker, man ist ja liberal. Doch es kommt viel schlimmer: Andrea offenbart seiner Familie, er wolle sein Leben künftig Jesus weihen und Priester werden!

Das ist allerdings ein harter Schlag für den überzeugten Atheisten Tommaso. Wer hat seinen Sohn einer Gehirnwäsche unterzogen? Bald stößt er auf den eigenwilligen Priester Don Pietro, der mit einer fulminanten One-Man-Show viele Jugendliche in seinen Bann schlägt. Tommaso ist entschlossen, diesen Don Pietro als Scharlatan zu entlarven. Mit allen Mitteln. In seinem Eifer merkt Tommaso gar nicht, dass seine Frau und seine Tochter ebenfalls beginnen, eigene Wege zu gehen…

Eine temporeiche, in Italien äußerst erfolgreiche Komödie, die Weltbilder und Lebensvorstellungen aufeinander prallen lässt. Glänzend gespielt, mit witzigen Dialogen und vielen Überraschungen. Edoardo Falcone erhielt den italienischen Filmpreis David di Donatello als bester Debutregisseur.



Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 05.07. bis Di. 10.07., 20:00
Do. 12.07., 22:30
Fr. 13.07. bis Di. 17.07., 22:00

MARVIN

(französische OmU)

Von Anne Fontain, Frankreich 2017, 114 Minuten
Mit Finnegan Oldfield, Grégory Gadebois, Vincent Macaigne, Catherine Salée, Jules Porier, Catherine Mouchet, Charles Berling, Isabelle Huppert

Martin Clement, geboren als Marvin Bijou, ist entkommen. Dem Dorf seiner Kindheit. Der Tyrannei seines Vaters. Der Resignation seiner Mutter. Den Schikanen seiner Geschwister und Mitschüler. Allen, die ihn nicht verstehen wollten, weil er anders war als sie. Aber es gab auch Verbündete. Seine Lehrerin Madame Clement, die ihm die Welt des Theaters zeigte und deren Namen er voll Dankbarkeit annahm. Den Schriftsteller Abel Pinto, der ihn ermutigte, seine Geschichte aufzuschreiben. Und die Schauspielerin Isabelle Huppert, die sein Lebensstück mit ihm auf die Bühne bringen will. Martin ist bereit, für diese Aufführung alles zu riskieren. Sie soll zum endgültigen Zeugnis seiner Neuerfindung werden.
Für ihr authentisches Porträt eines schwulen Jungen, der sich von seiner prekären Herkunft befreit und zu einer eigenen künstlerischen Stimme findet, wechselt Regisseurin Anne Fontaine zwischen Marvins traumatischer Vergangenheit in der ostfranzösischen Provinz und Martins verheißungsvoller Gegenwart in der Pariser Bohème hin und her. Die berührende Geschichte einer queeren Selbstermächtigung gegen alle sozialen und kulturellen Widerstände erinnert stark an Édouard Louis' Bestseller "Das Ende von Eddy" (2014), ist aber keine Adaption. Bei den Filmfestspielen in Venedig wurde der Film, in dem neben Newcomer Finnegan Oldfield ("Nocturama", 2016) mit Isabelle Huppert und Charles Berling auch zwei Stars des französischen Kinos glänzen, mit dem Queer Lion ausgezeichnet.

Zur Seite der Queerfilmnacht

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 05.07. bis Mi. 11.07., 21:45

ZENTRALFLUGHAFEN THF

Dokumentarfilm von Karim Ainouz, Deutschland / Frankreich / Brasilien 2017, 97 Min.

Am Mi. 11.07. vorgestellt von amnesty international
amnesty Filmpreis Berlinale 2018


Der Flughafen Tempelhof ist mittlerweile schon seit einigen Jahren nicht mehr in Betrieb und wird daher für zahlreiche andere Aufgaben verwendet – unter anderem als Unterkunft für Geflüchtete. Unter ihnen befinden sich der 18-jährige syrische Student Ibrahim und der Physiotherapeut Qutaiba aus dem Irak, die Regisseur Karim Aïnouz in seiner Dokumentation „Zentralflughafen THF“ über einen Zeitraum von einem Jahr begleitet. Wie viele andere auch warten Ibrahim und Qutaiba auf die Entscheidung, ob sie in Deutschland bleiben dürfen oder nicht und verbringen ihre Zeit mit Deutschunterricht, medizinischen Untersuchungen und dem Kampf gegen die deutsche Bürokratie. Regisseur Aïnouz dokumentiert auch den Kontrast zwischen den Geflüchteten in den Hangars des ehemaligen Flughafens und den Berlinern und Touristen, die auf dem Tempelhofer Feld und den ehemaligen Start- und Landebahnen ihrem Alltag zu entkommen versuchen.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Mo. 09.07. bis Mi. 11.07., 18:00

RYUICHI SAKUMOTO: CODA

(englisch / japanische OmU)

Dokumentarfilm von Stephen Nomura Schible, Japan / USA 2017, 100 Min.

Der Grenzgänger zwischen elektronischer, klassischer und Weltmusik wurde bekannt für seine Filmmusik zu „The Revenant“, „Merry Christmas Mr. Lawrence“ oder „Der letzte Kaiser“. Zudem engagiert er sich seit der Atomkatastrophe von Fukushima als Umweltaktivist. Eine Krebsdiagnose 2014 unterbricht die Arbeit zunächst, er zieht Resümee, um schließlich mit neuen Kräften zurück zu finden, zurück zu seiner Suche nach Klängen.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 12.07. bis Mi. 18.07., 18:00

LOS VERSOS DEL OLVIDO – IM LABYRINTH DER ERINNERUNG

(spanische OmU)

Von Alireza Khatami, Frankreich / Deutschland / Niederlande / Chile 2017, 92 Min.
Mit Juan Margallo, Tomas del Estal, Manuel Moron

Am Do. 12.07. mit anschließendem Filmgespräch mit Dr. Nargess Eskandari-Grünberg und Fabian Massah (dt. Co-Produzent), Moderation: Margrit Frölich/ Film des Monats der Jury der evangelischen Filmarbeit

Chile: Ein alter Mann genießt die Ruhe auf einem Friedhof weit abseits der Stadt. Er ist hier Wärter und kümmert sich um die Pflanzen, die er über alles liebt. Obwohl es nicht so klingt, hat er auch Kontakt zu Menschen: Wer auf der Suche nach Vermissten ist, wendet sich an ihn – er führt sie dann in die Kühlkammer des Leichenschauhauses, wo er ihnen die frisch Verstorbenen zeigt. Die Routine des Mannes wird gestört, als die Miliz auf den Friedhof kommt, weil sie dort die Toten verstecken will, die vorher bei einem Protest niedergeknüppelt wurden. Als der alte Mann die Leiche einer unbekannten jungen Frau findet, begibt er sich auf die Irrwege der Bürokratie, um für ein würdiges Begräbnis zu sorgen. Begleitet wird er von einem kauzigen Bestatter, einer alten Frau, die seit langem nach ihrer verschwundenen Tochter sucht, und einem Leichenwagenfahrer…

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 12.07. bis Di. 17.07., 20:00

RYUICHI SAKUMOTO: ASYNC AT THE PARK AVENUE ARMORY

Dokumentarfilm von Stephen Nomura Schible, USA / Japan 2018, 65 Min.

Im April 2017 gastierte der japanische Komponist, Pianist und Musikproduzent Ry?ichi Sakamoto zwei Abende lang im Veteran’s Room des New Yorker Park Avenue Armory, einem intimen, nur knapp 200 Zuschauer fassenden Saal. Stephen Nomura Schible zeichnete das Konzert mit der Kamera auf. Er zeigt den preisgekrönten Filmkomponisten, dessen ungewöhnliche Soundtracks Filme wie Der letzte Kaiser oder The Revenant prägen, beim Erfinden seiner spontanen „asynchronen“ Musik. Man sieht ihn in Aktion mit verschiedenen elektronischen Instrumenten, darunter einem Flügel ohne Deckel, mit einer Gitarre und einer Glasscheibe. Die Akkorde klingen wie ein kosmisch-engelhafter Choral. Dazu übersetzt ein riesiger Bildschirm, der über dem Flügel an der Decke des Raumes befestigt ist, die melancholisch schwebenden, kontemplativen Klänge in schwarz-weiße Bilder – freie Assoziationen, die an Traditionen der filmischen Avantgarde erinnern. Sakamotos New Yorker Konzert wurde von Kritikern auch als Hommage an das Leben interpretiert: Nach einer schweren Krebserkrankung fragt der Komponist mit seiner traumwandlerisch schönen Musik auch danach, was es bedeutet, dem Tod zu trotzen.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Sa. 14.07. bis So. 15.07., 16:30

ZWISCHEN SOMMER UND HERBST

Von Daniel Manns, Deutschland 2017, 96 Min.
Mit Linn Reusse, Isabel Thierauch

Lena ist 17 und gerade mit der Schule fertig. Eigentlich müsste sie für die anstehende Führerscheinprüfung lernen. Stattdessen malt sie sich lieber aus, das heiß ersehnte Auslandspraktikum in Argentinien zu bekommen und danach zum Studieren nach Frankreich zu gehen. Doch als sie eines Nachts am Familienkühlschrank Jonas' neue Freundin Eva kennenlernt, geraten alle Pläne durcheinander. Eva ist 24, studiert Sozialpädagogik und bekommt von Lenas Vater direkt einen Schlüssel zum Haus. Aber statt mit Jonas verbringt sie immer mehr Zeit mit Lena, ohne dass die beiden genau sagen könnten, was da gerade zwischen ihnen passiert. Bis Eva Lena eines Tages küsst ...
Regisseur Daniel Manns hat eine zarte, authentische Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe gedreht. In dem Film, der mit kleinem Budget, aber großer lokaler Unterstützung in Ostwestfalen gedreht wurde, spielen Linn Reusse ("Die rote Zora", 2008) und Isabel Thierauch Lena und Eva mit hinreißendem Charme als zwei junge Frauen, die beide erst die eigenen Unsicherheiten überwinden müssen, um als Paar eine Chance zu bekommen.

Zur Seite der Queerfilmnacht

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 18.07., 20:00

NICO 1988

Von Susanna Nicciarelli, Italien / Belgien 2017, 93 Min.
Mit Trine Dyrholm, John Gordon Sinclair, Anamaria Marinca

Zum 30. Todestag von Nico

Biopic über die letzten Jahre im Leben der in Köln geborenen deutschen Sängerin und Modelikone Christa Päffgen, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Nico. Sie wurde auch „Priesterin der Finsternis“ genannt, galt als eine Muse Andy Warhols, schauspielerte für Fellini und sang unter anderem auf dem Debütalbum der legendären experimentellen Rockmusikgruppe The Velvet Underground. Im Mittelpunkt stehen die finalen Auftritte Nicos, die die von ihrer Heroinsucht gezeichnete Musikerin in den 1980er-Jahren über die Bühnen der Welt nach Paris, Manchester, Prag und Nürnberg führten. Außerdem stellt der Film die Beziehung zu ihrem entfremdeten Sohn, der aus einem Verhältnis mit Schauspieler Alain Delon entstand, in den Vordergrund.
Hauptdarstellerin Dyrholm („Das Fest“) singt selbst.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 18.07., 22:00

ZAMA

(spanische OmU)

Von Lucrecia Martel, Argentinien / Brasilien / Spanien / Dominikanische Republik / Frankreich / Mexiko / Portugal / Niederlande / Schweiz / USA / Libanon 2017, 115 Min.
Mit Daniel Giménez, Lola Dueñas, Juan Minujin

Don Diego de Zama ist ein Offizier der Spanischen Krone und will nichts wie raus aus dem Küstenkaff, diesem kleinen langweiligen Ort am Meer, in dem er festsitzt. Jeden Tag wartet er auf den Brief des Königs, in dem steht, dass der in Südamerika geborene Mann endlich nach Buenos Aires versetzt wird. Dort will Zama noch mal von vorne anfangen. Weil er so dringend wegwill, hat er Angst, dass ein Fehlverhalten seine Versetzung gefährden könnte. Darum führt er alle Befehle aus, die ihm die zuständigen Gouverneure erteilen. Er murrt nicht, er macht einfach. Die Zeit vergeht, die Gouverneure wechseln – aber der König meldet sich nicht. Irgendwann, nach Jahren der Warterei, hat Zama genug. Er tritt einer Soldatengruppe bei, die hinter einem gefährlichen Banditen herjagt…

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 19.07. bis Mi. 25.07., 17:30

ENDLESS POETRY – POESÍA SIN FIN

(OmU, spanisch, französisch, englisch)

Von Alejandro Jodorowsky, Frankreich / Chile / Großbritannien 2017, 128 Min.
Mit Adan Jodorowsky, Pamelal Flores, Brontis Jodorowsky

Der junge Alejandro Jodorowsky emanzipiert sich in den 1940er Jahren immer weiter von seinem Elternhaus und macht Bekanntschaft mit der Kunstszene in seiner Heimatstadt Santiago de Chile. Seine Eltern sind von dem Umgang nicht begeistert, aber Jodorowsky fühlt sich in der Gesellschaft von Künstlern wie Enrique Lihn, Stella Diaz und Nicanor Parra zum ersten Mal wirklich frei und verstanden. Er lernt, das Leben mit anderen Augen zu betrachten und reift so zu einem der einflussreichsten Poeten der spanisch sprechenden Welt (der erwachsene Dichter wird von Alejandro Jodorowsky selbst gespielt, der auch Regie führte und das Drehbuch schrieb). Trotz oder gerade wegen seines künstlerischen Erfolges gerät Jodorowsky immer wieder mit seinem bürgerlichen Vater aneinander.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 19.07. bis Mi. 25.07., 19:30

LANDRAUSCHEN

Von Lisa Miller, Deutschland 2018, 101 Min.
Mit Kathrin Wolf, Nadine Sauter, Volkram Zschiesche

Toni hat jahrelang das wilde Studentenleben in der großen Stadt genossen, doch nun ist sie knapp bei Kasse und findet keinen befriedigenden Job. Also geht es für sie zurück in ihr Heimatdorf, dem sie ursprünglich entfliehen wollte. Eine Erbschaftsangelegenheit dient ihr dabei als Vorwand, sie hofft aber heimlich auf einen kompletten Neuanfang. Dieser Plan geht jedoch nicht auf, das erneute Zusammenleben mit ihren Eltern gestaltet sich problematisch und sie wird bei ihrem Praktikum in der Lokalzeitung nicht ernst genommen, obwohl sie zwei Hochschulabschlüsse in der Tasche hat. Dann lernt sie die lebenslustige Rosa kennen und fühlt sich endlich wieder lebendig. Doch je enger und intensiver die Beziehung zwischen den beiden ungleichen Frauen wird, desto mehr deutet sich an, dass Toni und Rosa eine Entscheidung treffen müssen…
Gewinner des Max Ophüls Preis 2018.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 19.07. bis Mi. 25.07., 22:00
Do. 26.07. bis Mi. 01.08., 17:45

LOVE, CECIL

(englische OmU)

Dokumentarfilm von Lisa Immordino Vreeland, USA 2017, 99 Min.
Mit Rupert Everett

Der Dandy, Jahrhundertfotograf, Kostümdesigner und Innenarchitekt Cecil Beaton (1904 – 1980) bestimmte den Look von Audrey Hepburn, machte ein Porträt von Marilyn Monroe und verkehrte mit Greta Garbo – er hatte den Zugang und das Talent, um den Stil der Stars des 20. Jahrhunderts zu prägen. Bis heute ist das Multitalent, das für die Vogue fotografierte und für den britischen Hof, das als Set- und Kostümdesigner Oscars gewann für „My Fair Lady“ und „Gigi“, eine Inspiration für viele, die ihm in seinen Berufen nachfolgen. Regisseurin Lisa Immordino Vreeland konnte für ihren Dokumentarfilm „Love, Cecil“ exklusive Filmausschnitte nutzen sowie unveröffentlichte Fotografien, Zeichnungen, Briefe und Zeitzeugenberichte. Aus all dem machte sie ein intimes Porträt.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 26.07. bis Mi. 01.08., 19:30

GUTE MANIEREN – AS BOAS MANEIRAS

(portugiesische OmU)

Von Juliana Rojas und Marco Dutra, Brasilien / Frankreich 2017, 136 Min.
Mit Isabél Zuaa, Marjorie Estiano, Miguel Lobo

Die junge Krankenschwester Clara wird von der mytseriösen Ana als Kindermädchen für ihr ungeborenes Baby angeheuert. Sie zieht in Anas Stadtwohnung und die beiden Frauen freunden sich schnell an. In einer Vollmondnacht muss Ana plötzlich entbinden und stirbt vor Claras Augen im Kindbett, als das Baby durch ihre Bauchdecke bricht und sich als Wehrwolf entpuppt. Aus Liebe zieht Clara das Kind als ihr eigenes groß, doch damit fangen die Schwierigkeiten erst an.
Gewinner des Kritikerpreises in Locarno 2017

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 26.07. bis Mi. 01.08., 21:30