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AB 06.10.2016

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24 WOCHEN

Von Anna Zohra Berrached, Deutschland 2016, 102 Min. Barrierefreie Fassung mit Audiodeskription
Mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske

Im Beruf wird Astrid als berühmte Kabarettistin von ihren Fans verehrt und privat ist ein zweites Kind unterwegs, das ihr Familienglück komplettieren soll. Doch Astrids Welt wird von heute auf morgen vollständig auf den Kopf gestellt, als sie erfährt, dass ihr ungeborenes Kind einen schweren Herzfehler hat und mit Down-Syndrom zur Welt kommen wird. Zusammen mit ihrem Mann Markus muss sie nun die Entscheidung treffen, ob sie sich im sechsten Monat noch für eine Spätabtreibung entscheidet oder das geistig und körperlich behinderte Kind zur Welt bringt. Die ansonsten so starke Frau ist hin- und hergerissen und stellt sich quälende Fragen: Darf ich über das Leben und den Tod meines Kindes richten? Es folgen lange Diskussionen innerhalb der Familie, u. a. mit ihrer Mutter Beate. Am Ende steht ein Entschluss – aber es ist keiner, mit dem Astrid und Markus voll im Reinen sind, so oder so nicht…

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Do. 06.10. bis Di. 11.10., 18:00

AS I OPEN MY EYES - KAUM ÖFFNE ICH DIE AUGEN

(arabisch / französische OmU)

Von Leyla Bouzid, Frankreich / Tunesien / Belgien 2016, 106 Min.
Mit Baya Medhaffar, Ghalia Benali, Aymen Omrani

Tunis kurz vor dem Arabischen Frühling: Farah singt sehr gerne und sehr gut, ihre Band steht vor ihrem ersten Konzert. In der Schule lief es für die junge Tunesierin ebenfalls ausgezeichnet. Farahs Umfeld erwartet Großes von ihr, vielleicht eine Karriere in der Medizin? Aber Farah ist mehr an Musikwissenschaft interessiert – und an ihrem Bandkollegen und Freund Borhene, einem coolen Lautenspieler mit sensiblen Händen (der seine Freundin damit nur berühren darf, wenn niemand hinschaut). Die Musik der Gruppe, insbesondere ein regimekritischer Song, ruft die Autoritäten auf den Plan, die in Form des Beamten Moncef auftreten. Moncef wird bei Farahs Mutter Hayet vorstellig und teilt mit, dass die junge Frau trinke und mit Leuten herumhänge, die der Polizei bekannt seien! Hayet verbietet ihrer Tochter, zum großen Konzert zu gehen und Bandmanager Ali verlangt, dass die Musiker ihre Texte ändern, damit sie bei der Politik nicht weiter anecken…

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Do. 06.10. bis Di. 11.10., 20:00

MALI BLUES

(französische OmU)

Von Lutz Gregor, Deutschland / Mali 2016, 90 Min.

Jazz und Blues haben ihren Ursprung in Mali, so heißt es, und wurden einst von den Sklaven auf die Baumwollplantagen Amerikas gebracht. Seit Jahrhunderten wird die Gesellschaft Malis von traditioneller Musik zusammengehalten, doch seitdem Islamisten den Norden des westafrikanischen Landes in ihre Gewalt gebracht haben, müssen Musiker um ihr Leben fürchten. Gefoltert und bedroht mussten viele von ihnen fliehen und bis heute geht der Terror weiter, den sogar die Bundeswehr versucht einzudämmen. In dem Dokumentarfilm „Mali Blues“ kommen nun vier Musiker zu Wort, die unmittelbar von den Problemen betroffen sind und eine radikale Auslegung des Islams nicht akzeptieren wollen - weder in ihrer Heimat, noch sonst wo auf der Welt. Trotz verschiedener Stilrichtungen, denen sie frönen, eint sie doch vor allem die Kraft der und die Leidenschaft für die Musik, die den Menschen Kraft und Hoffnung gibt.

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Do. 06.10. bis Di. 11.10., 20:00
So. 09.10., 14:00
So. 16.10., 14:00
So. 23.10., 14:00
So. 30.10., 14:00

HIERONYMUS BOSCH – SCHÖPFER DER TEUFEL

(OmU)

Von Pieter van Huystee, Niederlande 2016

Im Sommer 2016 jährt sich der Todestag des legendären Künstlers Hieronymus Bosch zum fünfhundertsten Mal und aus diesem Anlass plant man in seiner niederländischen Heimat die bisher umfangreichste Ausstellung, die es je zu ihm gegeben hat. Eine ähnliche Idee hat allerdings auch das Prado in Spanien und so entbrennt ein Wettlauf darum, wer als erster die Werke des Meisters ins Land holen kann. Doch viel brisanter ist die Frage, ob es sich dabei ausschließlich um Originale handelt oder um Fälschungen. Denn zuvor reiste ein Forschungsteam fünf Jahre lang um die Welt und nahm die Gemälde mittels modernster Technologie genau unter die Lupe. Die Forschungsergebnisse lassen in der Tat Zweifel aufkommen, ob einige der 25 noch erhaltenen Bilder wirklich von Bosch gemalt wurden. Hatten etwa andere in seiner Werkstatt mit Hand angelegt?

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So. 09.10., 12:00

MORGENRÖTE IM AUFGANG – HOMAGE A JACOB BÖHME

Von Max Hopp, Jan Korthäuer, Ronald Steckel, Klaus Weingarten, Deutschland 2015, 81 Min.

Am 12.10. in Anwesenheit der Regisseure und Dr. Thomas Regehly, Jacob Böhme Institut, Görlitz

Jacob Böhme wurde 1575 in Altseidenberg bei Görlitz geboren und ist Zeitgenosse von Johannes Kepler, Giordano Bruno und Shakespeare. Sei Geld verdiente der Sohn einer Bauernfamilie als Schuhmacher, seine Leidenschaft galt allerdings der Naturphilosophie und der christlichen Theosophie. 1612 verfasste er sein Buch „Mörgenröte im Aufgang“ und stellte die Willensfreiheit des Menschen in den Fokus seiner Betrachtungen. Das Werk brachte ihm ein Schreibverbot und eine Anklage wegen Ketzerei ein. Heute gelten Böhmes Schriften in Hinblick auf die Geschichte der Mystik als bedeutend. Sein Werk hatte Einfluss auf die Philosophie des deutschen Idealismus und drang bis zum Romantiker Novalis vor. Regisseur Ronald Steckel und sein Team nehmen in ihrem Film die metaphorische Sprache Böhmes genau unter die Lupe und versuchen die Visionen des Philosophen essayistisch greifbar zu machen.

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Mi. 12.10., 18:00
Sa. 22.10., 14:15

THÉO & HUGO - THÉO & HUGO DANS LE MÊME BATEAU

(französische OmU)

Von Olivier Ducastel und Jacques Martineau, Frankreich 2016, 97 Min.
Mit Geoffrey Couët, François Nambot, Mario Fanfani

Paris, 4:27 Uhr in der Früh. In einem Sexclub für Schwule haben Théo und Hugo Sex mit fremden Männern. Noch kennen sie sich nicht, aber das ändert sich schnell: Denn als Théo Hugo erspäht, gibt es für ihn kein Halten mehr – er muss ihn unbedingt für sich haben! Nur einen Augenblick später haben sie beide leidenschaftlichen Sex, doch bei einer anonymen Nummer soll es für sie beide nicht bleiben. Zwanzig Minuten später verlassen sie den Club und sind schon so gut wie verliebt. Die Straßen von Paris sind wie leergefegt und scheinen nur ihnen zu gehören und gemeinsam leihen sie sich Fahrräder aus und reden über die Liebe. Doch auf einmal erinnert sich Hugo, dass Theo kein Kondom benutzt hat. Hugo muss Theo gestehen, dass er HIV-positiv ist. Ob ihre gerade aufkeimende Liebe einen solchen Schlag verkraften kann?

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Mi. 12.10., 20:00
Do. 20.10. bis Di. 25.10., 22:00
Mi. 26.10., 22:15

RAVING IRAN

(OmU, Sprachen Farsi, Englisch, Deutsch, Schweizerdeutsch)

Von Susanne Regina Meures, Schweiz 2016, 90 Min.

Am Do. 29.09. in Anwesenheit von Regisseurin Regina Meures

Die beiden Freunde Anoosh und Arash gehen mit Herzblut ihrer Leidenschaft nach und legen erfolgreich Techno-Musik auf. Es gibt nur einen Haken an der Sache – sie leben im Iran. Und deshalb müssen sie Tag für Tag harte Strafen seitens des streng islamischen Regimes fürchten. Als auch noch Anoosh verhaftet wird, scheint es vorbei zu sein mit der Karriere. Doch eines Tages werden sie vom größten Techno-Festival der Welt in die Schweiz eingeladen und überraschenderweise erhalten sie dafür ein Ausreisevisum. Dort bekommen sie durch Interviews, Millionen Raver und andere DJs einen Eindruck davon, wie sich ein verwirklichter Traum anfühlen würde. Doch als ihr Visum abläuft, stehen sie vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Sollen sie in ihre Heimat zurückkehren oder für immer in Europa bleiben?

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Mi. 12.10., 22:00

DER SCHATZ – COMOARA

(rumänische OmU)

Von Corneliu Porumboiu, Frankreich / Rumänien 2015, 89 Min.
Mit Toma Cuzin, Adrian Purc?rescu, Corneliu Cozmei

Der Beamte Costi führt ein ruhiges Leben mit Frau und Kind: Jeden Tag kommt er nach der Arbeit nach Hause, isst mit seiner Familie zu Abend und liest seinem sechsjährigen Sohn Gute-Nacht-Geschichten vor, damit er besser einschläft. Doch eines Abends unterbricht ein unerwartetes Ereignis diese Routine: Vor der Tür steht Costis Nachbar Adrian und bittet ihn um Geld, damit er sein Elternhaus vor der Pfändung retten kann. Doch Costi hat selbst kein Geld und muss die Bitte ablehnen. Da verrät Adrian ihm ein Geheimnis: Er will das Haus deswegen unbedingt behalten, weil auf dem Grundstück ein alter Schatz aus Familienbesitz vergraben sein soll. Wenn Costi für ihn einen Fachmann mit Metalldetektor anheuert, werde er den Schatz mit ihm teilen. Und so werden Adrian und Costi von einem Tag auf den anderen zu Schatzsuchern, doch die Zeit läuft gegen sie, denn in zwei Tagen soll das Haus verkauft werden…

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Do. 13.10. bis Di. 18.10., 18:00

WELCOME TO NORWAY

(OmU, Sprachen: Norwegisch, Englisch, Arabisch, Swahili, Französisch)

Von Rune Denstad Langlo, Norwegen 2016, 95 Min.
Mit Anders Baasmo Christiansen, Olivier Mukuta Slimane Dazi

Primus ist ein wenig erfolgreicher Hotelier mit großen Visionen und noch größerer Abneigung gegen Fremde. Trotzdem sind die Flüchtlingsströme ein willkommenes Geschenk für ihn, denn dank ihnen kann er aus seinem pleite gegangenen Hotel im norwegischen Norden doch noch eine Menge Geld holen – er bietet es einfach als Flüchtlingsunterkunft an und kassiert so Subventionen vom Staat. Seine Frau Hanni und seine Tochter Oda staunen jedenfalls nicht schlecht, als Primus seinen Plan in die Tat umsetzt und bald ganze Busladungen von fremden Menschen ankommen, obwohl es an Zimmern, Türen, Heizung und Strom mangelt. Dann gehen die Probleme los: Die Flüchtlinge verstehen sich untereinander nicht, weshalb der etwas vorlaute Abedi permanent vermitteln muss, die Ausländerbehörde stellt immer neue Forderungen und droht mit Geldentzug und die Fremdenfeinde unter den Einheimischen drohen mit Gewalt. Ob Primus der chaotischen Umstände Herr wird?

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Do. 13.10. bis Mo. 17.10., 20:00
Mi. 19.10. bis Di. 25.10., 20:00
Do. 27.10. bis Di. 01.11., 22:00

WEISSE RITTER

Von Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler, Deutschland 2015, 81 Min.
Mit Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler, Steffi Gosejohann

Vorfilm: WELLENREITER, D 2010, 10 Min.

Die Kumpels Mike und Alfred sind bereits lange arbeitslos, als sie das Angebot ihres alten Kumpels Rasto bekommen – der hat kürzlich einen Kurierdienst gegründet und braucht Mitarbeiter. Mike und Alfred lassen sich einstellen und bekommen auch gleich ihren ersten Auftrag: Sie sollen wichtige Unterlagen nach Luxemburg bringen, „diskret“ natürlich. Doch hätte das Duo geahnt, welches Chaos mit dem neuen Job verbunden ist, hätte es die Arbeitslosigkeit vielleicht vorgezogen. Eine charmante Consulterin bringt Rasto neue Methoden der Personalführung und Mitarbeitermotivation bei, die der auch gleich umsetzt, und Alfred verguckt sich in die eigenwillige Tramperin Anja. Wer soll denn da vernünftig arbeiten?

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Do. 13.10. bis Mi. 19.10., 22:00

HIERONYMUS BOSCH – DER GARTEN DER LÜSTE

(OmU)

Von José Lòpez-Linares, Spanien / Frankreich 2016, 84 Min.
Mit Reindert Falkenburg, Orhan Pamuk, Salman Rushdie

Vertiefung in die vielfältigen Aspekte und Deutungsmöglichkeiten des Gemäldes „Der Garten der Lüste“, durch den Kunsthistoriker Reindert Falkenburg, die Schriftsteller Orhan Pamuk, Salman Rushdie, Cees Noteboom, den Komponisten Ludovico Einaudi, Maler Miquel Barceló, Philosophen Michel Onfray, die Musik von Pärt, Brel, Lana del Rey.

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So. 16.10., 12:00
So. 23.10., 12:00
So. 30.10., 12:00

MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE

Von Sidney Heyers, GB 1965, 50 Min.
Mit Diana Rigg und Patrick Macnee

50. Jahrestag der deutschen Erstausstrahlung am Dienstag, 18. Oktober 1966:
DIE ROBOTER
Von Sidney Heyers, GB 1965, 50 Min.
Mit Diana Rigg und Patrick Macnee

Die Agenten John Steed und Emma Peel machen sich daran, den Mord an vier Unternehmern aufzuklären. Die Mordopfer, die sich alle vier für ein elektronisches Schaltsystem interessierten, waren dem skrupellosen Doktor Armstrong im Weg.
sowie die Folge:
MR. TEDDY BEAR

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Di. 18.10., 20:00

SEVEN WOMEN

(amerikanische OV)

USA 1966, Regie Von John Ford, USA 1966, 87 Min. 16mm

Vorgestellt von Margit Göttert, gFFZ – Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen. Mit anschließendem Publikumsgespräch. Im Rahmen der Reihe „No Future without a Past“ der Kinothek Asta Nielsen.

Dieser letzte Film John Fords spielt im revolutionsgeschüttelten China der 1930er-Jahre innerhalb einer Frauengemeinschaft amerikanischer Laienmissionarinnen, umgeben und bedroht von der ihnen fremden Außenwelt. In diese Ghettosituation bricht Dr. Cartwright wie die Botin einer fernen Zivilisation ein. Zur großen Enttäuschung der Missionsvorsteherin ist sie wieder nur eine Frau, die rauchend, fluchend und in Hosen höchst missbilligtes Leben in die Bude bringt. Dann wird plötzlich die Station überfallen von einer Horde furchterregender Mongolen. Eindeutige Identifikationsfigur des Films ist Anne Bancroft in einer hinreißenden Hosenrolle als Dr. Cartwright. Aber da sind auch noch die lesbische Stationsvorsteherin Miss Andrews und Emma, die im Laufe des Films und mit zunehmender Bewunderung für Dr. Cartwright ihr Haar immer häufiger öffnet... (Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg)

Dr. Margit Göttert ist seit 2001 Leiterin des gFFZ, des Gender- und Frauenforschungszentrums der Hessischen Hochschulen mit Sitz an der Frankfurt University of Applied Sciences. Als Soziologin hat sie zu Frauenbeziehungen in der Alten Frauenbewegung geforscht und versucht jetzt, Ergebnisse und Erkenntnisse der akademischen Genderforschung in die Praxis zu vermitteln und umgekehrt.

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Mi. 19.10., 18:00

SCHNEIDER VS. BAX

(niederländische OmU)

Von Alex van Warmerdam, Niederlande 2015, 100 Min.
Mit Tom Dewispelaere, Alex van Warmerdam, Maria Kraakman

Schneider hat Geburtstag und freut sich schon auf ein großes Fest, das seine Frau und seine zwei kleinen Töchter für ihn organisieren. Doch dann ruft doch noch die Arbeit und Schneider hat jetzt ganz dringend einen Job zu erledigen, ehe die Dinnerparty losgeht: den Schriftsteller Ramon Bax umbringen. Denn Schneider ist profesioneller Auftragskiller. Sein Opfer sollte ihn vor keine allzu großen Probleme stellen, denn schließlich ist Bax vollkommen verpeilt und auch noch eine überzeugte Koksnase. Aber während Schneider sein Attentat sorgsam vorbereitet, bricht bei Bax das Chaos aus. Erst taucht seine depressive und streitsüchtige Tochter bei ihm auf, dann auch noch sein eigener Vater mit seiner neuen Freundin. All diese Ablenkungen können aber das Unausweichliche nicht verhindern: Das Duell Schneider vs. Bax.

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Do. 20.10. bis Mi. 26.10., 18:00

HAYMATLOZ – EXIL IN DER TÜRKEI

(OmU)

Von Eren Önsöz, Deutschland 2016, 95 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Eren Önsöz

Kurz nachdem die Nazis an die Macht kamen verloren ein Drittel aller Professoren in Deutschland ihre Anstellungen an den Universitäten. Doch was heute komplett vergessen scheint ist die Tatsache, dass viele von ihnen in das damals noch unbekannte Land Türkei flüchteten. Mustafa Kemal Atatürk, der den Staat erst 1923 gründete, lud deutsche Intellektuelle in sein Land, um an der Universitätsreform mitzuwirken. Doch was ist heute aus dem einstigen Kultur- und Wissensaustausch unter dem heutigen Präsidenten Erdogan noch übrig geblieben? Für ihren Dokumentarfilm „Haymatloz - Exil in der Türkei“ begleitet Filmemacherin Eren Önsöz die letzten Nachkommen der einstigen, deutschen Exilanten, die in der Türkei zur Welt kamen und zusammen untersuchen sie ein vergessenes Kapitel deutsch-türkischer Historie, deren Bedeutung noch bis heute spürbar ist.

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Mi. 26.10., 20:00

DIE GETRÄUMTEN

Von Ruth Beckermann, Österreich 2015, 89 Min.
Mit Anja Plaschg, Laurence Rupp

So. 30. Oktober in Anwesenheit von Kulturdezernentin Ina Hartwig, Drehbuchautorin

Als die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann und der Lyriker Paul Celan in den 1940er Jahren anfangen, sich gegenseitig Briefe zu schreiben, ist dies der Beginn einer ganz besonderen Liebesgeschichte voller Hochs und Tiefs, die mit dem Selbstmord Celans im Jahre 1971 ihr jähes und tragisches Ende findet. Rund 35 Jahre nach diesem Todesfall treffen sich zwei Schauspieler in einem Filmstudio, um aus den Briefen vorzulesen. Je mehr sie sich dabei in dem Briefwechsel verlieren, desto stärker springen die durch ihn transportierten, zwischen mehreren Extremen schwankenden Gefühle auf sie über.

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Do. 27.10. bis Di. 01.11., 18:00

DIE WILDENTE – THE DAUGHTER

(englische OmU)

Von Simon Stone, Australien 2016, 94 Min.
Mit Sam Neill, Geoffrey Rush, Anna Torv, Odessa Young

Christian kehrt nach Hause zurück, um an der Hochzeit seines Vaters Henry teilzunehmen. Als er seinen Jugendfreund Oliver trifft und dessen Familie kennenlernt, die aus seiner Frau Charlotte und Tochter Hedvig besteht, deckt er ein lange geheim gehaltenes Geheimnis auf. Während er versucht, die Fehltritte der Vergangenheit geradezubiegen, könnten seine Handlungen im Leben derer, die er einst zurückgelassen hat, einen Scherbenhaufen hinterlassen.

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Do. 27.10. bis Di. 01.11., 20:00

LA BELLE SAISON - EINE SOMMERLIEBE

Von Catherine Corsini, Frankreicht 2015, 105 Min.
Mit Cécile de France, Izïa Higelin, Noémie Lvovsky Kévin Azais, Laetitia Dosch

In Kooperation mit dem Frauenverein für Selbstverteidigung e.V.

Im Frankreich der 1970er Jahre zieht die 23-jährige Delphine vom Bauernhof ihrer Eltern nach Paris, um Engstirnigkeit und ländlichen Moralvorstellungen zu entkommen. Dort lernt sie die extrovertierte Carole kennen, mit der sie sich gemeinsam in der Frauenrechtsbewegung engagiert und sich sogleich unsterblich in sie verliebt. Es dauert nicht lange, bis auch Carole, die noch nie mit einer Frau zusammen war, ihre Gefühle für Delphine entdeckt. Ihre stürmische Affäre wird jäh unterbrochen, als Delphines Vater schwer erkrankt und sie aufs Land zurückkehren muss, um ihrer Mutter bei der Arbeit auf dem elterlichen Bauernhof zu helfen. Von Sehnsucht getrieben, beschließt Carole ihren langjährigen Freund zu verlassen und Delphine zu folgen. Für die beiden Frauen beginnt ein Sommer voller leidenschaftlicher und glücklicher Momente. Als das idyllische Landleben jedoch erste Schattenseiten zeigt, muss Delphine schon bald entscheiden, wie offen sie zu ihrer Liebe stehen kann.

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Mi. 02.11., 18:00

ENEMY

(englische OmU)

Von Denis Villeneuve, Kanada / Spanien 2016, 90 Min.
Mit Jake Gyllenhaal, Mélanie Laurent, Sarah Gadon

Mit anschließender psychoanalytischer Interpretation und Diskussion mit Birgit Pechmann und Ellen Rohde. In Kooperation mit der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, Frankfurt.

Geschichtsprofessor Adam führt ein karges, langweiliges Leben zwischen Vorlesungen, Korrekturen und lieblosem Sex mit Freundin Mary. Doch eines Tages macht er in einem alten Independentfilm eine erstaunliche Entdeckung: Adam sieht einen Schauspieler, der ihm exakt gleicht. Nachdem er den Gedanken an seinen Doppelgänger nicht loswird, fasst Adam den Entschluss, ihn aufzuspüren und herauszufinden, was es mit ihm auf sich hat. Er beobachtet den mysteriösen Fremden und findet einige Dinge heraus: Der Name des Mannes ist Anthony – und selbst seine Stimme klingt exakt wie die von Adam. Schließlich nimmt der Professor Kontakt zu seinem Doppelgänger auf. Nachdem Anthony zunächst abweisend reagiert, lässt er sich irgendwann doch auf ein Treffen mit Adam ein. Die Situation wird immer bizarrer…

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Mi. 02.11., 20:00