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AB 13.05.2026

NINX – DAS LEBEN GLITZERT

(spanische OmU)

Dokumentarfilm von Kani Lapuerta, Mexiko / Deutschland 2025, 88 Min.

Am 13.5. in Anwesenheit von Regisseurin Kani Lapuerta
Über einen Zeitraum von acht Jahren begleitet Regisseurin Kani Lapuerta die trans Jugendliche Karla in der Kleinstadt Tepoztlán. Während sie ihre Geschlechtsangleichung durchläuft und den Übergang ins Erwachsenenalter erlebt, dokumentiert die Langzeitbeobachtung ihren Alltag sowie die Veränderungen ihres persönlichen Umfelds. So entstehen intime Gespräche, die Einblicke in Karlas Selbstverständnis, ihre Beziehungen und ihre Lebensrealität im ländlichen Raum ermöglichen.

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Termine

Mi. 13.05., 18:00
Mi. 20.05., 18:00

MAUERN AUS SAND

(kroatische OmU)

Von Cejen Cernic Canak, Ungarn / Litauen / Slowenien 2025, 88 Min.

Der Teenager Marco glaubt, seinen Weg gefunden zu haben: In der Schule wird er als Sportler gefeiert, mit seiner Freundin führt er eine stabile Beziehung, in der Werkstatt seines Vaters wartet ein guter Job auf ihn. Er ist einer, den alle mögen – und als es darum geht, sein kroatisches Heimatdorf vor einer Flut zu schützen, stapelt er Sandsäcke, wie alle anderen auch. Doch dann taucht ein vergessen geglaubter Freund aus der Vergangenheit auf und weckt Gefühle, die Markos sorgsam zusammengebautes Selbstbild in Frage stellen – und das Selbstverständnis der konservativen Dorfgemeinschaft gleich mit.
„Mauern aus Sand“ ist eine melancholisch erzählte Geschichte über das Erwachsenwerden und den aussichtslosen Versuch, der Mensch zu sein, den andere in einem zu sehen glauben. Behutsam und frei von Sentimentalität inszeniert Regisseurin ?ejen ?erni? ?anak die Liebe als Naturgewalt, die sich ihren Weg bahnt – so viele Dämme auch aufgeschüttet werden. Ein aufregendes, dabei ganz unaufdringliches Stück junges queeres Kino, zeitlos schön.

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Mi. 13.05., 20:15

DO YOU LOVE ME

(arabische OmU)

Dokumentarfilm von Lana Daher, Frankreich / Libanon 2025, 75 Min.

Eine persönliche Reise durch das audiovisuelle Gedächtnis des Libanon ausschließlich aus Archivmaterial zusammengesetzt. Über einen Zeitraum von sieben Jahrzehnten vereinen sich Filmaufnahmen, Fernsehbeiträge, private Videos und Fotografien zu einem Porträt Beiruts. Zwischen Momenten der Freude und Nähe stehen Bilder von Zerstörung und Verlust, die das kollektive Empfinden eines Landes spiegeln. Aus der Perspektive von Bürgern, Filmschaffenden und Künstlern entsteht das Bild einer bruchstückhaften Vergangenheit in einem Staat ohne nationales Archiv.

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Mi. 13.05., 22:00

LOVE ME TENDER

(französische OmU)

Von Anna Cazenave Cambet, Frankreich 2025, 133 Min.

Spätsommer, irgendwo in Paris. Die frühere Anwältin Clémence schreibt an ihrem Romandebüt und geht in ihrem neuentdeckten Begehren gegenüber Frauen auf. Gleichzeitig führt sie eine freundschaftliche Beziehung mit noch-Ehemann Laurent, mit dem sie sich das Sorgerecht für ihren achtjährigen Sohn Paul teilt. Doch als Laurent von ihren Liebschaften erfährt, fällt alles zusammen. Er lässt Clémence nicht mehr zu ihrem Sohn und fordert das alleinige Sorgerecht. Sein Vorwurf: Clémences Lebensstil gefährde Paul. Es folgt ein jahrelanger Gerichtsstreit, in dem Clémence nicht nur um das Recht kämpft, am Leben ihres Sohnes teilzuhaben, sondern auch kompromisslos für ihre sexuelle und intellektuelle Selbstbestimmung einsteht.
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Constance Debré zeigt der zweite Spielfilm von Regisseurin Anna Cazenave Cambet den Kampf einer Frau zwischen dem Wunsch nach Freiheit und den Erwartungen an sie als Mutter und Ehefrau. Beugt sie sich ihrem Exmann, um ihren Sohn wiederzusehen? Kann sie ohne Paul glücklich leben? „Love Me Tender“ ist emotional, direkt und widersetzt sich einfachen Antworten – und hat mit Vicky Krieps eine sensationelle Hauptdarstellerin, die furchtlos den inneren Konflikt der Hauptfigur offenlegt. Beim Filmfestival in Cannes feierte der Film 2025 in der Sektion Un Certain Regard Premiere.

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Termine

Do. 14.05. bis So. 17.05., 17:30
Mo. 18.05. bis Di. 19.05., 19:30

ROSE

von Markus Schleinzer, Österreich / Deutschland / 2026, 94 Min.
Mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt

Während der Wirren des 30-jährigen Krieges taucht ein rätselhafter Soldat in einem abgelegenen protestantischen Dorf auf und behauptet, der rechtmäßige Erbe, eines lange verlassenen Gutshofs zu sein. Die Gemeinde steht dem Fremden mit der Narbe im Gesicht zunächst skeptisch gegenüber. Die Bestrebungen des gottesfürchtigen Mannes nach Anerkennung und Zugehörigkeit werden durch ein düsteres Geheimnis erschwert: Er hat sich eine falsche Identität, einen anderen Namen und sogar ein anderes Geschlecht zugelegt, um in das Dorf zu gelangen. Unter dem Deckmantel dieser Täuschungen wird Rose, so, wie der Soldat wirklich heißt, vor nichts zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen und so ein ganzes Dorf zum Narren halten.

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Do. 14.05. bis So. 17.05., 20:00
So. 24.05., 14:00

WILD FOXES

(französische OmU)

Von Valéry Carnoy, Belgien / Frankreich 2025, 94 Min.
Mit Samuel Kircher, Faycal Anaflous, Jef Cuppens

An einem Sportinternat entkommt der talentierte junge Boxer Camille nur knapp einem tödlichen Unfall, aus dem ihn sein bester Freund Matteo rettet. Nach einer überraschend schnellen Genesung schleichen sich plötzlich rätselhafte Schmerzen in seinen Alltag, die nicht nur seine sportlichen Ambitionen, sondern auch das Verhältnis zum Team ins Wanken bringen. In der harten Welt des Boxens scheint für Verletzlichkeit kein Raum zu sein – weder im Ring noch darüber hinaus.

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Do. 14.05. bis So. 17.05., 21:45
Mo. 18.05. bis Di. 19.05., 17:45
Mi. 20.05., 22:15

INNERE EMIGRANTEN

(russische OmU)

Dokumentarfilm von Léna Karbe, Deutschland / Frankreich 2025, 93 Min.

In Russland arbeiten Psycholog*innen einer unabhängigen Krisenhotline für Männer unermüdlich daran, die seelische Gesundheit ihrer Anrufer zu unterstützen. Dabei stellen sie nicht nur ihre Fachkenntnisse unter Beweis, sondern setzen auch ihre eigene psychische Verfassung auf eine harte Probe.

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So. 17.05., 12:00
So. 24.05., 12:00

COTTON QUEEN

(arabische OmU)

Von Suzannah Mirghani, Deutschland / Frankreich / Palästina / Ägypten / Katar / Saudi Arabien 2025, 95 Min.
Mit Mihad Murtada, Rabha Mohamed Mahmoud, Talaat Farid

Die 15 Jahre alte Nafisa lebt in einem kleinen sudanesischen Dorf, das fast vollständig vom Baumwollanbau abhängig ist und diese Tradition seit Generationen pflegt. Doch dann taucht ein Typ auf, der das große Geschäft mit dem Dorf wittert. Mit genmanipulierter Saat im Gepäck verspricht er den Dorfbewohner*innen den großen Reibach. Doch das würde gleichzeitig ein Bruch mit der Tradition bedeuten. Nafisa findet sich also plötzlich inmitten eines Kampfes um den Fortbestand der Dorfgemeinschaft und deren Werte wieder. Sie muss sich fragen, ob sie tatenlos geschehen lässt oder ihr Schicksal in die Hand nehmen will.

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So. 17.05., 14:15

SIRENS CALL

Dokumentarfilm von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann, Deutschland / Niederlande 2025, 121 Min.
Mit Gina Ronning, Moth Ronning Botel

Am 6.5. in Anwesenheit von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann
Eine nomadische Sirene kehrt in menschlicher Gestalt auf eine krisengeschüttelte Erde zurück. Auf der Suche nach Verbindung zu anderen Merfolk stößt sie auf die komplexen Spannungen zwischen Mythologie und der postmodernen Realität. Ihr menschlicher Körper fühlt sich fremd an, und das Atmen an Land wird zunehmend schwieriger. Auf ihrer Reise durch die USA hinterfragt Una die konventionellen Vorstellungen von Identität und Zugehörigkeit. Während sie sich immer mehr mit ihrem aufbegehrenden Körper auseinandersetzt, beginnt sie, nach einer Existenz jenseits des Menschseins zu streben.

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Mo. 18.05. bis Di. 19.05., 22:00

WOLKEN ÜBER LÜTZERATH

Dokumentarfilm von Lukas Reiter, Deutschland 2025, 111 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Lukas Reiter
Die Aktivist*innen Blinker und Ronni, sowie die grüne Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger setzen sich auf unterschiedliche Weisen für den Erhalt des historischen Dorfes Lützerath im rheinischen Braunkohlerevier ein.

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Mi. 20.05., 19:45

THE COWBOY

Dokumentarfilm von Andre Hörmann, Deutschland / USA 2025, 92 Min.
Mit Crowley McCuistion, Chaney McCuistion, Farrah Lee

Am Fuße der Rocky Mountains wächst Crowley unter Cowboys auf. Harte Arbeit und das Gefühl von Freiheit gehen in diesem Leben Hand in Hand mit Gewalt und Armut. Crowley will mehr aus seinem Leben machen. Doch bevor er seinen Plan in die Tat umsetzen kann, muss er sich seinem Vater stellen ...

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Do. 21.05. bis Mi. 27.05., 17:45

THE NORTH

(englische OmU)

Von Bar Schrijver, Niederlande 2025, 131 Min.
Mit Bart Harder, Carlos Pulido, Olly Bassi

Um sich miteinander, mit der Natur, aber auch mit sich selbst wieder verbinden zu können, wandern die zwei entfremdete Freunde Chris und Luis 600 Kilometer durch das schottische Hochland.

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Do. 21.05. bis Mi. 27.05., 19:30

ALPHA

(französische OmU)

Von Julia Ducournau, Frankreich / Belgien 2025, 128 Min.
Mit Mélissa Boros, Tahar Rahim, Golshifteh Farahani

Alpha ist 13 Jahre alt und muss große Teil ihres Alltags in der französischen Hafenstadt Le Havre alleine bestreiten. Denn ihre sie alleinerziehende Mutter hat als Ärztin im örtlichen Krankenhaus alle Hände voll zu tun. Neuerdings macht nämlich eine geheimnisvolle Krankheit die Runde, die Infizierte Stück für Stück zu Marmor werden lässt. Währenddessen macht Alpha ihre eigenen Erfahrungen und lotet ihre Grenzen aus – unter anderem auf Partys, wo sie sich letztlich völlig zugedröhnt ein Tattoo auf den Arm stechen lässt. Zunächst versteht sie die Panik nicht, in die ihre Mutter deshalb zunächst verfällt. Denn noch scheint ihr nicht ganz klar: Auch sie könnte nun mit der mysteriösen Krankheit infiziert sein. Als die Einstichstellen ihres Tattoos schließlich immer wieder beginnen zu bluten, wird sie besonders in der Schule schnell in eine Schublade gesteckt, stigmatisiert und ausgegrenzt. Währenddessen erlebt Alpha außerdem, wie mit ihrem Onkel Amin umgegangen wird. Der ist Heroinabhängig, HIV-positiv und hängt selbst kaum noch an seinem Leben.

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Do. 21.05. bis Mi. 27.05., 22:00