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AB 28.02.2019

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

CAN YOU EVER FORGIVE ME?

(amerikanische OmU)

Von Marielle Heller, USA 2018, 107 Min.
Mit Melissa McCarthy, Richard E. Grant, Dolly Wells

Lee Israel ist eine angesehene Biografin. Doch nach ein paar missglückten Arbeitsentscheidungen steht sie vor dem finanziellen Bankrott. Sie ist mit ihrer Miete im Rückstand, hat nichts zu essen im Kühlschrank und kann sich die lebensnotwendige Tierarztbehandlung für ihre Katze nicht leisten. Als sie mitbekommt, wie viel Geld einige Menschen bereit sind, für Briefe prominenter Persönlichkeiten zu bezahlen, schmiedet sie einen Plan: Lee fälscht ein Schriftstück der Schauspielerin Fanny Brice und bietet es einem Antiquitätengeschäft an, welches die Fälschung dankend abkauft und sie damit vor dem finanziellen Ruin bewahrt. Von jetzt an kann die Biografin nichts mehr stoppen und sie verkauft weitere gefälschte Schriften als Sensation. Nachdem ihr bester Freund Jack Hock in das lukrative Geschäft einsteigt, wird Lee eines Tages aber unvorsichtig und greift zu drastischen Mitteln...

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Termine

Do. 28.02. bis Di. 05.03., 17:45
Mi. 06.03. bis Mi. 13.03., 17:30
So. 17.03., 14:00
So. 24.03., 14:00

ASCHE IST REINES WEISS – JIANG HU ER NU

(chinesische OmU)

Von Zhangke Jia, China / Frankreich / Japan 2018, 136 Min.
Mit Zhao Tao, Fan Liao, Zheng Xu

Die chinesische Millionenstadt Datong im Jahr 2001: Bin ist der lokale Mafiaboss und regiert die Stadt unangefochten, wobei er besonderen Wert auf Loyalität, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit legt. Doch eines Tages werden er und seine Freundin Qiao, die aus einfachen Verhältnissen stammt, von einer aufmüpfigen rivalisierenden Jugendgang in einen Hinterhalt gelockt. Kurz bevor diese Bin zu Tode prügeln können, zieht Qiao eine Waffe und kann die Motorrad-Kids vertreiben. Auf Waffenbesitz steht in China jedoch eine lange Haftstrafe, so dass sie fünf Jahre absitzen muss und während der ganzen Zeit im Gefängnis hat sie Bins Namen nicht einmal erwähnt oder ihn verraten. Als Qiao endlich aus dem Gefängnis kommt, macht sie sich auf die Suche nach Bin, der mittlerweile angeblich in seiner Heimatstadt Fengjie lebt...

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Termine

Do. 28.02. bis Di. 05.03., 19:45
Fr. 08.03. bis Di. 12.03., 19:45

BEAUTIFUL BOY

(amerikanische OmU)

Von Felix Van Groeningen, USA 2018, 121 Min.
Mit Steve Carell, Timothée Chalamet, Jack Dylan Grazer

David Sheff und seine Frau Vicky waren eigentlich immer der Meinung, dass sie bei der Erziehung ihres Sohnes Nic alles richtig gemacht haben. Er ist in einem wohlhabenden und liebevollen Umfeld groß geworden und hatte nie Probleme in der High School oder im College. Nic musste sich nie viel um gute Noten bemühen, er ist begabt und intelligent. Dennoch rutscht er immer und immer mehr in die Drogensucht. Er nimmt Crystal-Meth und ist anderen Drogen auch nicht abgeneigt. Weder die Fürsorge seiner Eltern, noch andere Beziehungen scheinen zu helfen. Auch die bisherige Suchtberatung und Aufenthalte in der Entzugsklinik haben bei ihm nichts bewirkt. Vater David ist völlig entgeistert und setzt alles daran, seinen Sohn zurückzubekommen, so wie er ihn in Erinnerung hat. Doch das wird dadurch erschwert, dass Nic immer wieder das Vertrauen seiner Eltern enttäuscht und bei Lügen ertappt wird...
Adaptionen der jeweiligen Bücher von David Sheff und seinem Sohn Nic, in denen sie je aus ihrer Sicht von Nics Meth-Sucht und ihrem Umgang mit dieser berichten.

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Termine

Do. 28.02. bis Mi. 06.03., 22:15
So. 10.03. bis Mi. 13.03., 22:15

CAPERNAUM – STADT DER HOFFNUNG

(arabische OmU)

Von Nadine Labaki, Libanon / Frankreich 2018, 123 Min.
Mit Zain Alrafeea, Yordanos Shifera Boluwatife Treasure Bankole

Das Leben des jungen Libanesen Zain ist chaotisch. Denn der 12-Jährige (zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt) sitzt schon im Gefängnis. Es wird ihm vorgeworfen jemanden niedergestochen zu haben. Nun verbüßt er seine Strafe in einer Jugendhaftanstalt in Beirut. Seine Eltern sieht er vor Gericht wieder, aber nicht, weil sie gekommen sind, um ihren Sohn zu unterstützen, sondern weil Zain sie verklagt hat. Der Grund: Sie haben ihn in diese Welt gesetzt. Nun will er verhindern, dass seine Eltern weitere Kinder bekommen, die auch in diese schreckliche Welt voller Chaos und Krieg hineingeboren werden. Also schildert Zain dem Richter seine dramatischen Lebensumstände und lässt dabei keine Details aus. Er erzählt von seiner großen Familie, die unter ärmsten Bedingungen auf wenigen Quadratmetern miteinander lebt und er erzählt davon, wie sein Vater eines Tages Zains geliebte Schwester Sahar verkaufte...


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So. 03.03., 11:45

YULI

(spanische OmU)

Von Icíar Bollaín, Spanien / Kuba / Großbritannien / Deutschland 2018, 110 Min.
Mit Edilson Manuel Olbera, Keyvin Marti?nez, Carlos Acosta, Laura de la Zu, Andrea Doimeadios, Santiago Alfonso

In den Straßen von Havanna aufgewachsen, hat Carlos auf diesem Pflaster die Schule des Lebens besucht. Doch erst sein Vater, der als Sohn einer Sklavin auf den kubanischen Zuckerrohrfeldern aufwuchs, erkennt das außergewöhnliche Talent seines Sohnes, den er nach dem afrikanischen Kriegsgott nur Yuli nennt. Denn Yuli kann etwas, das nur wenige in seinem Alter schon so gut können: Er kann tanzen, als hätte er nie etwas anderes getan. Obwohl Yuli gar nicht will, schickt sein Vater ihn auf die staatliche Ballettschule und schreckt nicht vor harten Methoden zurück, als sein Sohn die Ausbildung abbrechen will. Wider Erwarten wird aus Yuli viele Jahre später einer der besten Balletttänzer seiner Generation, er ist weltweit erfolgreich und wird der erste dunkelhäutige Romeo-Darsteller im Londoner Royal Opera House. Doch all die Erfolge täuschen nicht über das Heimweh nach Kuba und die Sehnsucht nach Freunden und Familie hinweg. Eine schwere Verletzung zwingt ihn zu einer längeren Tanzpause, was für Yuli der ideale Zeitpunkt ist, um nach Hause zurückzukehren. Doch das löst einen unbändigen Drang aus und Yuli will einfach nur sein Leben auskosten, was seine gesamte Karriere aufs Spiel setzen kann.

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So. 03.03., 14:00
So. 10.03., 14:00

66.000

Von Margarete Rabow, Österreich 2018, ca. 60 Min.

Vorfilm: 66.000 – DIE DOKUMENTATION
Von Eva Kneer, Deutschland 2018, 14 Min.
In Anwesenheit von Margarete Rabow, Felix Stent, Eva Kneer und Team
Einführung: Dr. Kurt Grünberg (Sigmund Freud Institut)


Bis 1938 lebten im 2. Bezirk sehr viele jüdische Familien. Der Prater war für sie ein Naherholungsgebiet und Ziel vieler sonntäglicher Ausflüge, solange es Juden erlaubt war den Prater zu betreten. Auch heute leben (wieder) viele jüdische Familien in der Leopoldstadt.
Der Prater und seine Hauptallee werden bei schönem Wetter vielfältig genutzt. Besucher und Flaneure können dem Entstehen des Kunstwerkes zusehen und mit den Schreibenden in Kontakt treten, wenn vom 21. – 28. Juni in einer großangelegten Kunst-Aktion mit vielen Teilnehmenden die Namen der 66.000 österreichischen Todesopfer der Shoah mit weißer Schulkreide auf die Prater Hauptallee geschrieben werden.
Kreide ist ein so einfaches wie probates Mittel. Jeder kennt sie, jeder hat sie schon einmal in der Hand gehalten. Dennoch ist das mit Kreide auf die Straße geschriebene Wort so flüchtig wie der Lauf der Geschichte. Nach Abschluss der Aktion bleiben die Namen stehen, werden vom Regen weggespült oder verblassen in der Sonne. Sie lösen sich auf.
Was bleibt ist der Film.
Geht man zwei Kilometer an dicht geschrieben Namen entlang, wird plötzlich das Ausmaß der Vernichtung sichtbar. Fünf Ziffern verwandeln sich in eine mit bloßen Augen nicht mehr zu überblickende Strecke.

Während das Schreiben der Namen auf Flüchtigkeit angelegt ist, gilt das nicht für den Film „66.000“.
Von allen Namen werden mit einer analogen 16mm Filmkamera Einzelbilder gemacht. Es entsteht ein Film von ca. einer Stunde Länge bei 24 Kadern (Bildern)/Namen pro Sekunde.
Er spiegelt in verdichteter Form viele Menschenschicksale. Die Vergeblichkeit das zu erfassen, was man in einer Stunde auf der Kinoleinwand sieht und hört, wiederholt das Unfassbare und schreibt es fest.
Filmpremiere ist am 09. November 2018 im Metro Kino Kulturhaus. An diesem Tag jährt sich das Pogrom vom November 1938 zum 80sten mal.
Während des Projektzeitraums soll ein Live Stream eingerichtet werden, um den Fortlauf des Projektes im Internet sichtbar zu machen.
Von allen Film-und Fotoaufnahmen wird abschließend die Film-Dokumentation „Schreiben gegen das Vergessen“ erstellt.
Was bleibt ist der Film.

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Mi. 06.03., 19:30

THE SISTERS BROTHERS

(englische OmU)

Von Jacques Audiard, Frankreich / Spanien / Rumänien / USA / Belgien 2018, 121 Min.
Mit John C. Reilly, Joaquin Phoenix, Jake Gyllenhaal

Am 07.03. mit anschließendem Filmgespräch. Film des Monats der evangelischen Filmjury.

Hermann Kermit Warm soll sterben. Auftraggeber hinter diesem geplanten Mord ist der mysteriöse wie mächtige Mann, der nur unter dem Namen "Der Kommodore" bekannt ist. Dessen Handlager Eli und Charlie Sisters sollen diesen Befehl ausführen. Während der skrupellose Charlie dem Whiskey und dem Töten von Menschen sehr zugeneigt ist, kommt der nachdenkliche Eli auf dem Weg von Oregon City zu den Goldminen in der Nähe von Sacramento, wo sie den Aufenthaltsort von Warm vermuten, über diese unmoralische Art seinen Lebensunterhalt zu verdienen ins Grübeln. Viel Zeit bleibt allerdings nicht zum Zweifeln, denn die Reise der beiden Brüder wird immer wieder von blutigen Begegnungen unterbrochen. Denn ihr Kontaktmann Jim Morris ist Hermann ebenfalls auf den Fersen und scheint den beiden Brüdern stets einen Schritt voraus...

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Do. 07.03., 19:30
Do. 14.03. bis Di. 19.03., 21:30
Mi. 20.03., 21:45

MID90S

(amerikanische OmU)

Von Jonah Hill, USA 2018, 85 Min.
Mit Sunny Suljic, Lucas Hedges, Katherine Waterston

Los Angeles in den 90er Jahren: Der 13-jährige Stevie wächst in einer Zeit auf, in der Skateboarden als sportliche Revolution gilt und Jungs mit Mixtapes ordentlich Punkte bei ihrer Angebeteten machen können. Wenn er sich nicht gerade mit seiner alleinerziehenden Mutter Dabney zofft, zockt er mit seinen Freunden „Street Fighter II“ und hört die Musiksammlung seines großen Bruders rauf und runter. Als sich Stevie mit den Jungs vom örtlichen Skaterladen anfreundet, eröffnet sich ihm mit verbotenen Partys, Mädchen-Bekanntschaften, Ärger mit der Polizei und natürlich Skaten eine völlig neue Welt. Obwohl der etwas ältere Ruben und seine Kumpel aus dem Skateshop alles andere als ein guter Umgang für Stevie sind, befreit er sich durch diese Bekanntschaft aus der Umklammerung seiner Mutter und der Tyrannei seines brutalen Bruders, und fühlt sich fortan unbesiegbar. Doch irgendwann bekommt die Illusion Risse und er stellt fest, dass auch seine neuen Idole Fehler machen und hinfallen...

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Fr. 08.03. bis Sa. 09.03., 22:15
So. 31.03. bis Di. 02.04., 22:00

HELMUT BERGER, MEINE MUTTER UND ICH

(teilweise OmU)

Von Valesca Peters, Deutschland 2019, 92 Min.
Mit Helmut Berger, Valesca Peters

Die Mutter der Filmemacherin Valesca Peters fragt sich im Sommer 2016, was denn die einstige Filmikone Helmut Berger so treibt. Schnell wird gegoogelt, doch was die Mutter dort entdeckt, verschlägt ihr die Sprache: Ihr ehemaliger Held, bekannt aus Filmen wie „Gewalt und Leidenschaft“, hat sich erschreckend verändert und macht, wenn überhaupt, nur noch mit Skandalen von sich reden. Valesca Peters' Mutter versteht nicht, wie es so weit kommen konnte. Ihrer Meinung nach braucht Helmut Berger nur einen normalen Job, dann gibt sich das wieder. Sie kontaktiert den Mann und wider Erwarten will er sie tatsächlich kennenlernen. Kurz darauf verbringen Mutter und Tochter zusammen mit Berger Zeit in Städten wie Salzburg, Paris und Berlin. Doch nicht nur das: Helmut Berger sitzt auch bald auf dem heimischen Sofa der Mutter in Niedersachsen und bleibt sogar mehrere Monate dort. Die sonst so bodenständigen Dorfbewohner kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach einiger Zeit entwickelt sich tatsächlich eine Freundschaft zwischen Berger und Valesca Peters' Mutter. So entsteht ein Vertrauensverhältnis, bei dem der einstige Star sein ganzes Leben ausbreitet und die Grenzen zwischen Filmteam, Familie und Schauspieler verwischen.

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So. 10.03., 12:00
So. 17.03., 12:00
So. 24.03., 12:00

DECKNAME JENNY

Von Samira Fansa, Deutschland, 2017, 110 Min.

In Anwesenheit von Samira Fansa. In Kooperation mit Sea-Watch e.V.

Ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer. Jennys Bande schaut nicht mehr zu. Und handelt. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit als Mitglied einer Stadtguerillagruppe stellen. Der Deckname „Jenny“ und dessen klare Zuordnung verschwimmt um so mehr, je gefährlicher es für alle Beteiligten wird.

Eine Geschichte zwischen Liebe und Verrat, Hoffnung und Resignation, Widerstand und Freundschaft.

Mit der Musik von Guts Pie Earshot // Nomi & Aino

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Mi. 13.03., 19:30

VOM LOKFÜHRER DER DIE LIEBE SUCHTE

Von Veit Helmer, Deutschland 2018, 90 Min.
Mit Predag „Miki“ Manjlovic, Denis Lavant, Chulpan Khamatova

Jeden Tag fährt Zugführer Nurlan mit seinem Zug durch die Vorstädte der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Diese sind so dicht besiedelt und bebaut, dass die Schienen beinahe durch die Wohnungen der dort lebenden Menschen zu führen scheinen. So hat Nurlan ausgiebig Gelegenheit, die Bewohner der Vorstädte bei ihrem Alltag zu beobachten, doch die Bauweise bringt natürlich auch Gefahren mit sich. Damit niemandem etwas passiert, erklingt zwar bei der Zugdurchfahrt eine Pfeife, aber trotzdem muss Nurlan oft Habseligkeiten der Bewohner von seinem Zug pflücken. Ausgerechnet an seinem letzten Arbeitstag ist darunter ein schöner BH, den der alte Einzelgänger unbedingt seiner Besitzerin zurückgeben will. Am nächsten Tag macht er sich also auf die Suche, doch keinem der Dienstmädchen und keiner der Hausfrauen, die er trifft, scheint der Büstenhalter zu passen…

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Termine

Do. 14.03. bis Di. 19.03., 17:45
Do. 21.03. bis Fr. 22.03., 20:00
So. 24.03. bis Di. 26.03., 20:00

DIE MASKE – TWARZ

(OmU: polnisch, rumänisch, Latein, englisch)

Von Malgorzata Szumowska, Polen 2018, 91 Min.
Mit Mateusz Kosciukiewicz, Agnieszka Podsiadlik, Malgorzata Gorol

Die Bewohner des polnischen Dorfes ?wiebodzin haben zusammengelegt, um von ihren Spenden eine 36 Meter hohe Christus-König-Statue aus Beton bauen zu lassen. Doch noch während der Bauarbeiten kommt es zu einem Unfall: Der Metal-Fan Jacek stürzt versehentlich in den zu dem Zeitpunkt noch hohlen Sockel der Statue. Jacek überlebt den Sturz zwar knapp, wird aber so schwer verletzt, dass er eine Gesichtstransplantation benötigt. Mit dem Gesicht eines Toten, das ihm bei der Operation aufgesetzt wird, ist Jacek zwar zunächst einiges an medialer Aufmerksamkeit gegönnt, doch die Transplantation birgt auch ihre Schattenseiten: Von den Kindern des Dorfes wird er als Schweinsgesicht verspottet, seine Verlobte Dagmara erträgt seinen Anblick nicht mehr und selbst seine eigene Mutter hält ihn für ein Monster und will ihn exorzieren lassen…

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Termine

Do. 14.03. bis Di. 19.03., 19:45
Mi. 20.03., 18:00
Do. 21.03. bis Fr. 22.03., 21:45
So. 24.03. bis Di. 26.03., 21:45
Mi. 27.03., 22:00

FREAK SHOW

(amerikanische OmU)

Von Trudie Styler, USA 2017, 91 Min.
Mit Alex Lawther, Abigail Breslin, Anna Sophia Robb, Laverne Cox, Bette Midler

Billy Bloom will nur eins in seinem Leben: fabelhaft sein! Für den frühreifen und sendungsbewussten Teenager heißt das, größten Wert auf die richtige Kleidung, auf Haare und Make-up zu legen, perfekten Sinn für den extravaganten Auftritt zu haben und vor allem nie langweilig und unbedingt anders zu sein als der schnöde Durchschnitt! In der konservativen US-Kleinstadtschule, in die ihn sein steinreicher Vater gesteckt hat, stößt Billy mit seinem Charisma auf breites Unverständnis und offenes Mobbing, vor dem ihm auch sein bester Freund Flip irgendwann nicht mehr beschützen kann. Nachdem ihn eine Gruppe homophober Mitschüler krankenhausreif geprügelt hat, holt Billy zum Gegenschlag aus: Er erklärt seine Kandidatur zur Homecoming Queen - und bereitet einen Auftritt vor, vor dem selbst Lady Gaga vor Neid erblassen würde.
Als unscheinbare High-School-Komödie getarnt, erzählt FREAK SHOW mit entwaffnendem Humor, skurrilen Nebenfiguren und ganz viel Herz die Außenseitergeschichte eines sonderbaren Jungen als berührendes nicht-heterosexuelles Selbstermächtigungs-Märchen. In Trudie Stylers Regiedebüt glänzen neben dem britischen Nachwuchsstar Alex Lawther ("Departure", "The End of the F***ing World") auch Abigail Breslin ("Little Miss Sunshine") als biestige Chef-Cheerleaderin und Schauspielikone Bette Midler als Billys exzentrische und trinkfeste Mutter Muv. Eine mitreißende Hymne gegen die Diktatur der Angepassten und für die Magie des schillernden Andersseins.

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Mi. 20.03., 20:00

OF FATHERS AND SONS – DIE KINDER DES KALIFATS

(OmU)

Von Talal Derki, Deutschland / Syrien / Libanon 2018, 98 Min.

Am 23.03. in Anwesenheit von Regisseur Talal Derki

Der Dokumentarfilmer Talal Derki und sein Kameramann Kahtan Hasson begleiten den Alltag von Clan-Chef Abu Osama und seiner Familie über einen Zeitraum von ungefähr zwei Jahren in salafistischen Nordwesten Syriens. Osama erzieht seine beiden Söhne, die er nach dem Gründer der Terrorgruppe Al-Quaida und dessen Stellvertreter benannt hat, Ayman (12) und Osama (13), sowie deren zehn Geschwister streng islamistisch. Seine beiden Söhne gehen nicht zur Schule, sondern absolvieren ein Koranstudium. Wie bei vielen anderen Kindern in Syrien steht also statt Matheunterricht eine extreme Auslegung des Korans auf dem Stundenplan. In einem Militärcamp werden ihnen zusätzlich der Umgang mit Waffen, Gehorsam und Disziplin vermittelt. Die gefährliche Ausbildung hat zum Ziel, die Kinder zu „Gotteskindern“ zu formen. Den Filmemachern gelingt ein seltener Einblick in das islamische Kalifat. Derki konnte das Vertrauen der radikalen Islamistenfamilie erlangen, indem er sich als Kriegsreporter ausgab, der mit Salafisten sympathisiert.

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Do. 21.03. bis Fr. 22.03., 18:00
Sa. 23.03., 20:30
So. 24.03. bis Di. 26.03., 18:00

LAMPENFIEBER

Von Alice Agneskirchner, Deutschland 2018, 96 Min.

In ihrem Dokumentarfilm „Lampenfieber“ begleitet Alice Agneskirchner fünf Kinder während der Entstehung des neuen Kinderstücks „Von Zeit zu Zeit” des Friedrichstadt-Palasts. Angefangen bei den Castings über die Proben bis hin zu der großen Premiere vor 2.000 Zuschauern, erleben die kleinen Darsteller ein aufregendes Jahr. Bei den Proben lernen sie schon früh, mit Rückschlagen umzugehen, doch die Erfolge entschädigen sie wieder. Schließlich wird hingefiebert auf die Besetzungen: Wer bekommt die Hauptrollen? Bin ich dabei? Natürlich entwickelt sich zwischen den Kindern ein Konkurrenzverhalten, doch das ist die Ausnahme, denn bei so einem Projekt entstehen weitaus mehr Freundschaften. Alice Agneskirchner begleitet die Kinder nicht nur bei ihrer Arbeit im Friedrichstadt-Palast, sondern auch zu Hause und in der Schule. So zeigt sie die persönlichen Entwicklungen der Kinder, ihre Träume, Ängste, die Konflikte mit den Eltern und den Wahnsinn der Pubertät. Obwohl die Kinder unterschiedlicher nicht sein könnten, teilen sie alle die Leidenschaft für die Bühne. So können sie im Friedrichstadt-Palast gemeinsam ihren Traum verwirklichen.

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Do. 28.03. bis So. 03.03., 18:00
Mo. 01.04. bis Di. 02.04., 20:00

FAIR TRADERS

(teilweise OmU)

Von Nino Jacusso, Schweiz 2018, 89 Min.

Drei Geschäftsführer aus der freien Wirtschaft, zwei aus der Schweiz und eine aus Deutschland, wollen mit ihren Unternehmen Verantwortung für die Gesellschaft und kommende Generationen übernehmen. Denn alle drei haben sich ein Ziel gesetzt: Mit ihren Unternehmen nachhaltig zu wirtschaften. So blickt der Dokumentarfilm auf die Karrieren der drei Geschäftsleute, die sich gerade in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien befinden und sowohl national als auch international handeln und dabei immer versuchen, nicht nur erfolgreich, sondern auch ökologisch, sozial und nachhaltig zu handeln. Dabei gehen die Filmemacher auch der Frage nach, wie so ein Wirtschaftsmodell den Anforderungen des Neoliberalismus standhalten kann, und zeigen vor allem, warum die Unternehmer und Unternehmerinnen zu den Vorreitern ihrer jeweiligen Branche zählen. Dennoch sind sie täglich einem Balanceakt zwischen gerechter Bezahlung innerhalb der gesamten Lieferkette, nachhaltiger Produktion und dem Kostendruck der Marktwirtschaft ausgesetzt.

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So. 31.03., 11:15
Mo. 01.04. bis Mi. 03.04., 18:00

CALL ME BY YOU NAME

(OmU: englisch, französisch, italienisch)

Von Luca Guadagnino, Frankreich / Italien / USA / Brasilien 2018, 123 Min.
Mit Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg

Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Birgit Justl. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG, Frankfurt

Norditalien, 1983: Familie Perlman verbringt den Sommer in ihrer mondänen Villa. Während der 17 Jahre alte Sohn Elio Bücher liest, klassische Musik hört und keinen Flirt mit seiner Bekannten Marzia auslässt, beschäftigt sich sein Vater, ein emeritierter Professor, mit antiken Statuen. Für den Sommer hat sich der auf griechische und römische Kulturgeschichte spezialisierte Archäologe mit Oliver einen Gast ins Haus geholt, der ihm bei seiner Arbeit zur Seite stehen soll. Der selbstbewusste und attraktive Besucher wirbelt die Gefühle des pubertierenden Elio ganz schön durcheinander. Während sich langsam eine Beziehung zwischen den beiden anbahnt, merkt Elio, dass er trotz seiner Intelligenz und der Bildung, die er dank seinem Vater und seiner Mutter Annella genießt, noch einiges über das Leben und die Liebe lernen muss...

Verfilmung des gleichnamigen Romans von André Aciman.

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Mi. 03.04., 20:00