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AB 27.04.2018

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

GRAIN – BUGDAY

(englische OmU)

Von Semih Kaplano?lu, Türkei / Frankreich / Deutschland / Schweden / Katar 2017, 128 Min.
Mit Jean Marc Barr, Ermin Bravo, Grigoriy Dobrygin

In dieser dystopischen Zukunftsvision leben die Menschen entweder in verfallenen Ruinenstädten oder als Flüchtlinge in von unsichtbaren Elektrobarrieren abgetrennten ländlichen Gebieten. Ein Professor (Jean-Marc Barr) begibt sich auf die Suche nach einem Genetiker, der die Lösung für die Missernten bereithalten könnte. Eine schwarz-weiße, epische SciFi-Parabel voller atemberaubender Bilder und gesellschaftlich-philosophischer Untertöne, die auf den Spuren von Tarkowskis „Stalker“ wandelt.
Inspiriert durch ein Kapitel des Korans, erzählt Regisseur Semih Kaplanoglu die post-apokalyptische Geschichte einer Welt, in der die Gesellschaft zwischen Stadtbewohnern und Farmern unterteilt ist, regiert von unterdrückenden Konzernen und Eliten.

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Termine

Do. 26.04. bis Di. 01.05., 17:30

DRAUSSEN IN MEINEM KOPF

Von Eibe Maleen Krebs, Deutschland 2017, 99 Min.
Mit Samuel Koch, Nils Hohenhövel, Eva Nürnberg

Christoph absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr und wird dem 28-jährigen Sven zugeteilt, der an Muskeldystrophie leidet und bald sterben wird. Obwohl sich Sven nicht aus eigener Kraft bewegen kann und immer mehr auf Hilfe und Pflege angewiesen ist, hat er sich in seinem Pflegestift eine eigene kleine Welt geschaffen, die er souverän beherrscht. In diese Welt dringt nun der stets optimistische und enthusiastische Sven ein, dem es am Herzen liegt, anderen zu helfen. An Sven und dessen feindselig wirkendem, trockenen Humor beißt er sich jedoch zunächst die Zähne aus. Ganz langsam aber finden die so unterschiedlichen Männer Zugang zueinander und eine echte Freundschaft entsteht, die jedoch von Herausforderungen geprägt ist.

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Do. 26.04. bis Mi. 02.05., 20:00
Do. 03.05. bis Di. 08.05., 18:00

THE KING – MIT ELVIS DURCH AMERIKA

(englische OmU)

Von Eugene Jarecki, USA / Deutschland / Frankreich 2017, 109 Min.
Mit Alec Baldwin, Chuck D. Ethan Hawke

Ein musikalisches Road-Movie, das quer durch Amerika führt: 40 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley reiste der vielfach ausgezeichnete Autor und Regisseur Jarecki während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 in dem alten Rolls Royce des Sängers von New York über Las Vegas bis in den tiefen Süden, um das Land an einem kritischen Wendepunkt seiner Geschichte zu erleben. "The King - Mit Elvis durch Amerika" ist zugleich politische Bestandsaufnahme und kulturelles Porträt.
Auf seiner Reise trifft Jarecki an zahllosen Orten auf Mitreisende, manche prominent, andere nicht, die in dem Auto über Elvis und Amerika reden: eine Parallelaufnahme über den Aufstieg des Sängers und Abstieg seines Landes. So wie Elvis sich verführen lässt und an dem Giftcocktail von Geld und Machtgier zugrunde geht, wird auch das Land vom Raubtierkapitalismus ausgehöhlt, in dem ein Spielkasinobesitzer und Reality-TV-Star mit bislang unerreichter Vulgarität das Präsidentenamt innehat und auftritt wie ein Monarch. Zu den Prominenten gehören Ethan Hawke, Mike Myers, Chuck D, Ashton Kutcher, Dan Rather, James Carville, Emmylou Harris und Alec Baldwin. Dazu kommen musikalische Auftritte von Emi Sunshine and the Rain, John Hiatt, M. Ward, Immortal Technique, Loveful Heights u.v.m.

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Do. 26.04. bis Mi. 02.05., 22:00

KINDHEIT – BARNDOM

(norwegische OmU)

Von Margreth Olin, Norwegen 2017, 89 Min.

Dokumentation über die Frage, wann Kinder in die Schule kommen sollten. Regisseurin Margreth Olin beobachtet dafür eine Gruppe von ein- bis siebenjährigen Kindern, die eine abgelegene Vorschule in einem Vorort von Oslo besuchen. Die Erzieherinnen und Erzieher greifen nicht aktiv in die Entwicklung der Kinder ein, sondern lassen diese sich selbst entfalten und nach Herzenslust in den Wäldern herumtollen. Von dieser Hands-Off-Methode erwarten sie als Endprodukt entspanntere und gefestigtere Erwachsene, die viel seltener von psychischen Krankheiten wie Depression oder Burn-Out heimgesucht werden, in erster Linie aber auch einfach glücklichere Kinder. Die Filmemacher argumentieren aktiv für diese Erziehung, bei der die Kleinen nicht ausgebildet, sondern größtenteils in Frieden gelassen werden.

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Termine

So. 29.04., 12:00
Mi. 02.05., 18:00
So. 06.05., 12:00
Mi. 09.05., 18:00
So. 13.05., 12:00
So. 20.05., 12:00

SPK KOMPLEX

Von Gerd Kroske, Deutschland 2017, 111 Min.

Dokumentation von Gerd Kroske über das Sozialistische Patientenkollektiv, das im Jahr 1970 in Heidelberg gegründet wurde. Darin schlossen sich 52 Psychiatrie-Patienten unter der Leitung des Arztes Wolfgang Huber zusammen, die ihre Erkrankungen als von der kapitalistischen Gesellschaft verursacht betrachteten und sich in einer Therapiegemeinschaft selbstständig heilen wollten. Für „SPK Komplex“ hat Kroske die Geschichte der SPK recherchiert.

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Termine

So. 29.04., 14:00
So. 06.05., 14:00
So. 13.05., 14:00
So. 20.05., 14:00

DIE SANFTE - KROTKAYA

(russische OmU)

Von Sergei Loznitsa, Russland 2017, 143 Min.
Mit Vasilina Makovtseva, Valeriu Andriuta, Sergey Kolesov

Alyonka, die als Nachtwächterin in einer russischen Kleinstadt arbeitet, erhält eines Tages ein Paket zurück, das sie eigentlich an ihren womöglich unschuldig im Gefängnis sitzenden Mann geschickt hatte – so wie viele andere Pakete zuvor. Sie möchte herausfinden, warum ausgerechnet dieses Päckchen nicht zugestellt werden konnte. Also begibt sich die Frau auf eine lange Reise bis ans andere Ende Russlands nach Sibirien, zum Gefängnis. Bei ihrer entschlossenen Suche lässt sie sich von nichts aufhalten, auch nicht von Gewalt, Demütigungen, Ignoranz und Selbstsucht. Die Gefängnismitarbeiter mauern und schikanieren, doch Alyonka will unbedingt herausfinden, was mit ihrem Mann los ist. In ihrer Pension trifft sie eine Reihe geschäftstüchtiger Menschen mit teils fragwürdigem Charakter, die ihr helfen könnten…

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Do. 03.05. bis Mi. 09.05., 19:45
Do. 10.05. bis Di. 15.05., 22:00

MEISTER DER TRÄUME - NOTHINGWOOD

(OmU)

Von Sonia Kronlund, Frankreicht / Deutschland 2017, 90 Min
Mit Salim Shaheen

Dokumentarfilm über Schauspieler, Regisseur und Produzent Salim Shaheen, Afghanistans beliebtesten Filmemacher. Seine Filmografie ist gigantisch groß und wächst beständig weiter: 109 Filme hat er schon gedreht und bei den Dreharbeiten zu seinem 110. begleitete ihn die Regisseurin Sonia Kronlund für ihre Dokumentation „Meister der Träume“ mit der Kamera. Shaheen, der gerne auch mal mehrere seiner Low-Budget-Produktionen parallel dreht, ist der Held seines von Krieg und Terror gebeutelten Landes, er gibt seinen Mitbürgern Hoffnung und ermöglicht ihnen, dem Alltag zu entfliehen. Doch zugleich machte und macht er sich nicht nur Freunde mit seiner Arbeit. Die sowjetische Besatzung, die Taliban und die von Traditionen und Verboten geprägte Gesellschaft haben ihn gelehrt, dass es immer ein Drahtseilakt ist, in Afghanistan als Filmschaffender zu arbeiten.

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Do. 03.05. bis Mi. 09.05., 22:15

ELDORADO

(OmU, Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Schweizerdeutsch, Kurdisch)

Von Markus Imhoof, Deutschland / Schweiz 2017, 95 Min.

Regisseur Markus Imhoof beschäftigt sich mit der Frage, wie Flüchtlinge und Migranten im Europa des 21. Jahrhunderts behandelt werden. Dabei geht Imhoof auch auf seine eigene Vergangenheit ein, denn während des Zweiten Weltkriegs nahm seine Familie ein italienisches Flüchtlingskind namens Giovanna bei sich auf und pflegte es gesund. Diese Geschichte, die kein gutes Ende nahm, ging ihm niemals aus dem Kopf. In der Gegenwart begibt er sich daher auf Giovannas Spuren nach Italien und beobachtet dort beispielsweise die Operation „Mare Nostrum“ der italienischen Marine, bei der Flüchtlinge aus dem Mittelmeer geborgen werden. Bei den Rettungsaktionen, denen Imhoof an Bord beiwohnt, können über 100.000 Menschen aus den Fluten gefischt werden. Im Lauf der Dreharbeiten, bei denen der Regisseur die Perspektive des Kindes einnimmt, das er einmal war, findet er Antworten auf Fragen, die ihn seit seiner Geburt beschäftigen…

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Do. 10.05. bis Mi. 16.05., 18:00

ISLE OF DOGS – ATARIS REISE

(OmU: Englisch, Japanisch)

Stop-Motion-Animation von Wes Anderson, Deutschland / USA 2017, 101 Min.
Mit den Stimmen von: Bryan Cranston, Frances McDormand, Edward Norton

In naher Zukunft ist die Hundepopulation in Japan explodiert. Als dann auch noch die sogenannte Hundegrippe ausbricht und die Menschen um ihre Gesundheit fürchten, werden alle Hunde aus Megasaki City verbannt und auf die abgelegene Insel Trash Island verfrachtet, die nur aus Müll besteht. Das gefällt den Vierbeinern Boss, Chief, Rex, Duke und King gar nicht. Sie sind stolze Alphahunde und sollen jetzt Müll fressen? Also schließen sie einen Pakt und machen sich auf die Suche nach besserem Futter. Als jedoch der zwölfjährige Atari Kobayashi mit einem gekaperten Flugzeug auf der Insel landet und verzweifelt sein Haustier Spots sucht, beschließt die Alphahunde-Einheit, ihre Mission zu ändern und dem Jungen bei der Suche zu helfen.

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Do. 10.05. bis Di. 15.05., 20:00
Mi. 16.05., 22:00
Do. 17.05. bis Mi. 23.05., 18:00
Do. 24.05. bis Mo. 28.05., 22:15
Di. 29.05., 22:30

DIE HÜTTE AM SEE

(finnisch / englische OmU)

Von Mikko Makela, Finnland / Großbritannien 2017, 107 Min.
Mit Janne Puustinen, Boodi Kabbani, Mika Melender, Virpi Rautsiala

Leevi studiert in Paris Literaturwissenschaften und müsste in den Sommerferien eigentlich seine Abschlussarbeit über Arthur Rimbaud und Kaarlo Sarkia schreiben. Stattdessen kommt er zu Besuch nach Finnland, um seinem Vater, der mit dem Studium wenig anfangen kann und vom Schwulsein seines Sohnes nichts wissen möchte, bei der Renovierung des alten Ferienhauses zu helfen. Zur Hand gehen soll ihnen dabei der junge Syrer Tareq, der als Flüchtling nach Finnland gekommen ist. Als der Vater die beiden jungen Männer für einige Zeit alleine lässt, kommen sich Leevi und Tareq körperlich und emotional immer näher.

Elegant verschränkt Regisseur Mikko Makela die verschiedenen Lebens- und Familienperspektiven des Emigranten Leevi und des Immigranten Tareq. "Ich sehe dieses Land anders als du", sagt Tareq zu Leevi an einer Stelle. "Es ist jetzt mein Zuhause." Von einer unbeschwerten Romanze inmitten einer skandinavischen Sommeridylle entwickelt sich DIE HÜTTE AM SEE so und dank seiner beiden herausragenden Hauptdarsteller Janne Puustinen und Boodi Kabbani zu einem vielschichtigen und gegenwärtigen Film über die Frage nach Herkunft und die Suche nach einer neuen Heimat.

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Mi. 16.05., 20:00

NACH EINER WAHREN GESCHICHTE – D'APRÈS UNE HISTOIRE VRAIE

(französische OmU)

Von Roman Polanski, Frankreich 2017, 100 Min.
Mit Emmanuelle Seigner, Eva Green, Vincent Perez

Delphine ist eine erfolgreiche Schriftstellerein, privat jedoch eher zurückhaltend. In ihrem letzten Buch hat sie sich mit ihrer eigenen Familie auseinandergesetzt, was sie körperlich und geistig sehr ausgelaugt hat. Sie setzt sich selbst unter großen Druck, gleich mit dem nächsten Buch anzufangen, als eines Tages eine mysteriöse Fremde namens Elle in ihr Leben tritt. Die beiden freunden sich bei nächtelangen Diskussionen über Freunde, Filme und Bücher langsam an. Doch je mehr Delphine und Elle miteinander sprechen, desto mehr versiegt Delphines sowieso schon gehemmte Fähigkeit zu schreiben. Vermeintlich selbstlos übernimmt Elle zahlreiche lästige Aufgaben für Delphine, doch was zunächst wie ein glücklicher Zufall wirkt, stellt sich bald als große Gefahr für Delphine heraus, denn Elle wird ihr immer ähnlicher und kleidet und bewegt sich schließlich sogar wie sie...

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Do. 17.05. bis Mi. 23.05., 20:00

ARRHYTHMIA

(russische OmU)

Von Boris Khlebnikov, Russland / Finnland / Deutschland 2017, 116 Min.
Mit Alexander Yatsenko, Irina Gorbacheva, Nikolay Shraiber

Der passionierte Sanitäter Oleg gerät in Schwierigkeiten, als seine noblen Absichten mit den strikten Regeln des neuen Krankenhaus-Direktors kollidieren. Dieser ist ein knallharter Manager-Typ, dem Menschenleben vollkommen egal zu sein scheinen. Oleg widersetzt sich dem Despoten aus moralischer Verpflichtung heraus, worunter auch seine Beziehung zu seiner Frau Katya schwer belastet wird, die als Ärztin in der Notaufnahme desselben Krankenhauses arbeitet und schon länger das Gefühl hat, dass OIegs Patienten ihm wichtiger sind als sie. Sie reicht die Scheidung ein und stürzt damit beide in eine Lebenskrise. Zwischen beruflichen und privaten Problemen und dem gelegentlichen Besäufnis suchen sie nach dem Sinn des Lebens und danach, was sie eigentlich verbindet.

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Do. 17.05. bis Mi. 23.05., 22:00

WUNDER DER WIRKLICHKEIT

Von Thomas Frickel, Deutschland 2017, 97 Min.

Am Sa. 26. Mai in Anwesenheit von Regisseur Thomas Frickel

Rüsselsheim in den 80ern: Zwischen biederer Opelaner-Romantik und Fluglärm entwickelt sich eine provokante Subkultur. Ihr kongenialer Protagonist ist der junge Aktionskünstler und Filmemacher Martin Kirchberger. Mit bizarren Aktionen zwischen Fluxus und Dada mischen er und seine Freunde die Autostadt auf: Sie filmen sich auf brennenden Stühlen, und drehen skurrile fiktionale Dokumentarfilme – lange bevor die Gattung „Mockumentary“ erfunden ist. Doch kurz vor ihrem großen Durchbruch passiert die Katastrophe. Am letzten Drehtag für ihren satirischen Anti-Kriegsfilm „Bunkerlow“ stürzen sie 1991 mit dem Flugzeug ab. 28 Menschen sterben. 25 Jahre nach diesem großen Unglück der deutschen Filmgeschichte arbeitet Kirchbergers damaliger Wegbegleiter Thomas Frickel das Trauma auf und lässt die legendären Rüsselsheimer Künstlergruppen um „Kirchi“ wieder aufleben.
„Wunder der Wirklichkeit“ wurde mit dem Hessischen Filmpreis 2017 in der Kategorie „Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. In der Jury-Begründung heißt es: „Die Dokumentation meistert den Grenzgang zwischen Komik – die Darstellung satirischer Inhalte – und Tragik –die Schilderung von Überlebenden über das traurige Unglück –in sehr eindrucksvoller Weise. [...]‚Wunder der Wirklichkeit’ ist eine herausragende, packende Hommage an Thomas Frickels Freund Martin Kirchberger und die Gruppe „Cinema Concetta“– und eine sehr nahegehende Entdeckungsreise in die Grauzone zwischen Erfundenem und der Wirklichkeit.“

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Do. 24.05. bis Fr. 25.05., 18:00
Sa. 26.05., 17:45
So. 27.05. bis Mo. 28.05., 18:00

IN DEN GÄNGEN

Von Thomas Stuber, Deutschland 2017, 125 Min.
Mit Sandra Hüller, Franz Rogowski, Peter Kurth

Der schweigsame Christian tritt eine neue Stelle im Großmarkt an. Bruno aus der Getränkeabteilung nimmt ihn unter seine Fittiche und zeigt ihm, wie die Dinge in dem kleinen Universum funktionieren. Die beiden werden schnell Freunde. Auch die anderen Mitarbeiter behandeln Christian bald wie ein Familienmitglied. Als er sich in Marion von den Süßwaren verliebt, drückt der ganze Großmarkt ihrer Liebe die Daumen. Einziges Problem: Marion ist bereits verheiratet. Obwohl es heißt, sie sei in ihrer Ehe nicht glücklich, respektiert der schüchterne Christian ihr Gelübde und hält seine Hormone so gut es geht im Zaum. Die beiden kommen sich dennoch näher und bald ist klar, dass auch Marion Gefühle für ihren Kollegen hegt. Dann kommt sie eines Tages plötzlich nicht mehr zur Arbeit...

Mit Johann Strauß‘ unverwüstlichem Walzer „An der schönen blauen Donau“ beginnt Thomas Stubers „In den Gängen“. Dabei ist der Einsatz des vollen Orchesters mit dem Moment synchronisiert, in dem in den Gängen eines Großmarkts der erste Gabelstapler zu sehen ist. Anschließend tanzt ein gutes Dutzend der Arbeitsfahrzeuge förmlich durch das Geschäft. Dieser mitreißende und unerwartete Einstieg gibt die Richtung vor: Hier steckt Poesie in jeder Sekunde, in jedem einzelnen Bild, in jedem Ton. Zudem entpuppt sich „In den Gängen“ nicht nur als Fest für die Sinne, sondern auch als Liebeserklärung an die Menschen, die in einem solchen Großmarkt arbeiten und erzählt einfühlsam und vielschichtig von den Abgehängten in unserer Gesellschaft, von einer zarten Romanze, vom Leben. Der von drei sensationell guten Hauptdarstellern getragene „In den Gängen“ ist schon jetzt einer der besten Filme des Jahres.

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Do. 24.05. bis Mo. 28.05., 20:00
Di. 29.05. bis Mi. 30.05., 17:45

DER LETZTE DALAI LAMA

(englische OmU)

Von Mickey Lemle, USA 2016, 82 Min.

In seiner Dokumentation „Compassion In Exile: The Life Of The 14th Dalai Lama” beschäftigte sich der Regisseur Mickey Lemle mit dem 1959 ins Exil vertriebenen religiösen Führer der Buddhisten – dem 14. Dalai Lama. Knapp 25 Jahre später kehrt Lemle zu diesem Thema zurück und nimmt den 80. Geburtstag des Dalai Lama im Jahr 2015 zum Anlass, auf dessen Leben und Errungenschaften zurückzublicken. Unter anderem geht es um die Ergebnisse einer Studie über die Zusammenhänge zwischen buddhistischen Meditationstechniken und verschiedenen Hirnfunktionen, die der Dalai Lama vor vielen Jahren in Auftrag gegeben hat, doch vor allem um die schon im Titel angedeutete Frage nach einem 15. Dalai Lama. Weil sich China, also das Land, das Tibet 1959 annektierte, in die Suche nach der nächsten Inkarnation des politischen Anführers einmischt, ist es nämlich fraglich, ob der aktuelle Dalai Lama einen Nachfolger haben wird…

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So. 27.05., 12:00

TASTE OF CEMENT – DER GESCHMACK VON ZEMENT

(OmU)

Von Ziad Kalthoum, Deutschland / Libanon / Syrien / Vereinigte Arabische Emirate / Katar 2017, 89 Min.

Syrische Bauarbeiter errichten in Beirut neue Wolkenkratzer, während der Krieg zu Hause ihre eigenen zerstört. Selbst in der Nacht dürfen sie die Baustelle nicht verlassen. Sie müssen hinunter in die Keller der Betongiganten, wo sie kochen, hoffen, schlafen. Die poetische Sicht des Erzählers vermischt sich mit den Klängen und Bildern von Aufbau und Zerstörung in einer traumähnlichen Dissonanz. Das beeindruckende Bildessay eines jungen Syrers, eine außergewöhnliche Kinoerfahrung!

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So. 27.05., 14:00

THE POETESS

(arabische OmU)

Von Stefanie Brockhaus und Andreas Wolf, Saudi-Arabien 2017, 90 Min.

In Anwesenheit von Hissa Hilal und den Regisseuren Stefanie Brockhaus und Andreas Wolf

Die saudische Poetin Hissa Hilal schaffte etwas, was vorher noch keiner Frau gelang: Sie erreichte das Finale der Reality-TV-Show “Million’s Poet” aus Abu-Dhabi, ein Dichter-Wettbewerb mit einem Preisgeld von 1 Millionen Dollar, der von Männern dominiert ist. Vor 75 Millionen Zuschauern kritisiert Hissa, die in Abaya und Niqab gekleidet auf die Bühne tritt, in ihren Gedichten die patriarchale arabische Gesellschaft und prangert einen für seine extremistischen Fatwas berüchtigten Geistlichen an. Die Regisseure Stefanie Brockhaus und Andreas Wolff porträtieren in THE POETESS eine Frau, die furchtlos religiösen Fanatismus anprangert und für einen friedlichen Islam eintritt.

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Di. 29.05., 20:00