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AB 01.09.2019

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

BECOMING ANIMAL

(englische OmU)

Von Emma Davie und Peter Mettler, Schweiz / Großbritannien 2018, 82 Min.

Kurzfilm: WENN PFERDE TRÄUMEN
von Lilo Mangelsdorff, D 2013, 5 Min.

Wir nehmen unsere Umwelt im Alltag zwar wahr, die Menschen, die uns umgeben, die Natur, durch die wir uns bewegen - aber wie genau lassen sich eigentlich Beziehungen zwischen all diesen unterschiedlichen Elementen herstellen? Perspektivenwechsel lautet die Antwort, die „Becoming Animal“ auf diese Frage liefert. Und so wirft das Regie-Duo Emma Davie und Peter Mettler mal aus luftiger Höhe und mal aus nächster Nähe einen Blick auf alles, das uns tagtäglich umgibt. Mal aus der Sicht eines Vogels, mal aus dem Blickwinkel einer vor sich hin kriechenden Schnecke, widmen sich die Filmemacher gemeinsam mit dem Philosophen David Abram allem, was uns in unserem Leben begleitet und den unterschiedlichsten Beziehungen, die dabei entstehen – zwischen Raum und Zeit, Mensch und Tier, Körper und Intuition. Anhand jener Beobachtungen und anschließender Reflexion entsteht so eine völlig neue Sicht auf die Welt, die uns tagtäglich doch so vertraut scheint.

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Termine

Do. 29.08. bis Mi. 04.09., 18:00
So. 22.09., 14:00

FRAU STERN

Von Anatol Schuster, Deutschland 2019, 79 Min.
Mit Ahuya Sommerfeld, Kara Schröder, Pit Bukowski

In ihrem Leben hat Frau Stern nicht nur vieles erlebt, sondern vor allem auch überlebt. Die 90-Jährige liebte viele Männer, rauchte viel, führte ein Restaurant und entkam als Jüdin den Nazis. Doch wenn sie eins gelernt hat, dann, dass Liebe ebenso eine Entscheidung ist wie auch der Tod - und genau dem sehnt die alte Frau in letzter Zeit besonders entgegen. Der Abschied aus der Welt wird ihr allerdings nicht gerade leicht gemacht: Nicht nur ihr Arzt ist ihr dabei keine Hilfe, selbst Einbrecher retten Frau Stern aus der Badewanne - und als sie sich, bereit zu sterben, auf die Gleise legt, kommen auch noch urplötzlich irgendwelche Passanten daher und helfen ihr wieder auf die Beine. Mit Hilfe ihrer Enkelin Elli will Frau Stern ein für alle Mal kurzen Prozess machen - denn die kennt immerhin den coolsten Dealer aus Neukölln, der ihr garantiert auch eine Waffe besorgen kann. Doch selbst dieser Plan geht schief, stattdessen landet die todessehnsüchtige Frau schon bald im verrückten Freundeskreis ihrer Enkelin, in dem sie sich erstaunlich wohl fühlt.

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Termine

Do. 29.08. bis Mi. 04.09., 19:30
Do. 05.09. bis Mi. 11.09., 18:00

CARMINE STREET GUITARS

(englische OmU)

Von Ron Mann, Kanada 2018, 80 Min.
Mit Jim Jarmush, Charlie Sexton, Eszter Balint

Im Herzen von New York werden seit Jahrzehnten ganz besondere Instrumente gebaut: Zusammen mit seiner Auszubildenden Cindy Hulej stellt der Gitarrenbauer Rick Kelly hier in seinem Laden maßgefertigte Gitarren aus Holz her, das sie aus alten Hotels, Kirchen, Bars und anderen Gebäuden Manhattans retten konnten. Selbst Musiklegenden wie Bob Dylan, Lou Reed und Patti Smith sind der Meinung, dass keine Gitarren besser klingen, als die aus Greenwich Village. Denn die Instrumente haben nicht nur eine unverwechselbare Optik, sondern sind auch für ihren besonders vollen und tiefen Klang bekannt. Außerdem hat das Holz, je nachdem woher es stammt, auch immer eine eigene Geschichte zu erzählen. Und in Ricks Gitarrenladen hängen eine Menge dieser Geschichten, die Filmemacher Ron Mann in seinem Dokumentarfilm mit Künstlern wie Jamie Hince (The Kills), Kirk Douglas (The Roots) und Kult-Regisseur Jim Jarmusch („The Dead Don’t Die“) erzählt.

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Termine

Do. 29.08. bis Mi. 04.09., 21:15

THE RITUAL

(farsi OmU)

Von Meysam Shahbabaee, Iran 2019, 77 Min.
Mit Mahtab Keramati, Behzad Dorani, Meysam Shahbabaee

In Anwesenheit von Regisseur Meysam Shahbabaee und Darstellerin Mahtab Keramati

Die Geschichte eines Filmteams, das nach Südafrika reist, um über die Beerdigung von Nelson Mandela zu berichten. Im Flugzeug treffen sie auf einige südafrikanische Minister und beginnen ihre Dreharbeiten. Als die Beerdigung beginnen soll, wird das Team mit unerwarteten Schwierigkeiten konfrontiert. Doch schließlich führen die Begegnungen zu einer spirituellen Erfahrung für alle Beteiligten.

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So. 01.09., 15:00

FREUDENBERG – AUF DER SUCHE NACH DEM SINN

Von Andrzej Klamt, Deutschland 2019, 75 Min.

Am Do. 05.09. in Anwesenheit von Regisseur Andrzej Klamt

Seit 1993 gibt es auf dem Schloss Freudenberg in Wiesbaden das sogenannte Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens. Gegründet wurde es von Matthias und Beatrice Dastis Schenk und seit der Gründung haben über zwei Millionen Menschen den Ort besucht, um dort nach dem Sinn zu suchen. Mittlerweile hat sich dieser exterritoriale Raum mitten in Deutschland zu einem kulturellen und geistigen Zentrum Wiesbadens gewandelt und ist damit zu einem wahren Glücksfall für die Region geworden. Der Filmemacher Andrzej Klamt versucht in seinem Dokumentarfilm zu ergründen, warum so viele Menschen die ehemalige Schlossruine besuchen und wie die Kreativen hinter dem außergewöhnlichen Ort ein Lebenswerk geschaffen haben.

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Termine

Do. 05.09., 19:30
So. 08.09., 14:15
So. 15.09., 12:30
So. 22.09., 12:30
So. 29.09., 12:30

SYNONYMES

(OmU: französisch / hebräisch)

Von Nadav Lapid, Frankreich / Israel / Deutschland 2019 124 Min.
Mit Tom Mercier, Louise Chevilotte, Quentin Dolmaire

Als der junge Israeli Yoav nach Paris kommt, laufen die Dinge erst mal richtig schlecht für ihn. Er kommt in einer leerstehenden und bitterkalten Altbauwohnung unter und als er gerade im Badezimmer ist, werden ihm seine Sachen gestohlen. Nun steht er nackt da und hat nichts mehr außer seinem Traum, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und Franzose zu werden. Doch da bekommt er unerwartet Hilft von dem Nachbarpärchen Caroline und Emile, die Yoav nicht nur einkleiden, sondern ihm sogar noch Geld und ein Handy geben. Er zieht in eine heruntergekommene Wohnung und verfolgt sein Vorhaben weiter, Bürger des Landes zu werden, sucht sich einen Job und lernt für den Einbürgerungstest. Doch es ist nicht leicht, neue Wurzeln zu schlagen, immer wieder gibt es neue Ärgernisse und Probleme, und auch die Geister der Vergangenheit lassen Yoav nicht ganz los.

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Termine

Do. 05.09., 21:30
Fr. 06.09. bis So. 08.09., 19:30
Di. 10.09. bis Mi. 11.09., 19:30
Do. 12.09. bis Mi. 18.09., 22:15

SCHWIMMEN

von Luzie Loose, Deutschland 2018, 102 Min.
Mit Stephanie Amarell, Lisa Vicari, Alexandra Finder

Die beiden Mädchen Elisa und Anthea könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch sind sie beste Freundinnen und geben sich gerade in schwierigen Situationen des Lebens gegenseitig Halt. Da sie zu der Generation gehören, die mit dem Internet, digitalen Bildern und der Selbstdarstellung im Netz groß geworden ist, wird es auch bei den beiden Freundinnen zu einem Ritual, alles was sie tun, mit ihren Handys festzuhalten. Doch dabei bleibt es nicht. Sich selbst und gegenseitig zu filmen, wird ihnen schnell langweilig. Also drehen sie das Telefon um und filmen fortan die Mitschüler, von denen Elisa früher gemobbt wurde. Auf diese Weise entwickelt sich mit der engen Freundschaft zwischen Elisa und Anthea gleichzeitig auch eine brutale Dynamik, mit der sie von Opfern zu Tätern werden.

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Termine

Fr. 06.09. bis So. 08.09., 21:45
Mo. 09.09., 22:00
Di. 10.09. bis Mi. 11.09., 21:45

THE WHALE AND THE RAVEN

(englische OmU)

Von Mirjam Leuze, Deutschland / Kanada 2019, 106 Min.

Am So. 08.09. in Anwesenheit von Regisseurin Mirjam Leuze

Janie Wray und Hermann Meuter sind Walforscher und lassen alles hinter sich, um auf einer unbewohnten Insel an der Westküste Kanadas eine Forschungsstation zu errichten. Die Region ist voller Fjorde und beherbergt mit Buckel- und Finnwalen sowie Orcas eine Vielzahl von Arten. Doch dann wird die unberührte Natur durch einen Tanker-Betreiber bedroht. Denn inmitten der bisher ungestörten Idylle befindet sich eine Kleinstadt, von der aus demnächst Gas mit Supertankern nach Asien gebracht werden soll. Die indigenen Bewohner sind hin- und hergerissen: Sollen sie der Industrie freie Hand lassen oder lieber das Gebiet mit den majestätischen, aber empfindlichen Tieren schützen? – bisher ist noch völlig unklar, wie die Wale auf die riesigen Tanker reagieren werden und welche Auswirkungen das haben wird. Hermann Meuter und Janie Wray gewähren in dem Dokumentarfilm einen Einblick in ihre Arbeit als Walforscher und in das Gebiet mitsamt dessen tierische und menschliche Bewohner.

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Termine

So. 08.09., 12:00
So. 15.09., 14:00
Do. 19.09. bis Mi. 25.09., 18:00

DAS WUNDER IM MEER VON SARGASSO

(OmU: griechisch / englisch)

Von Syllas Tzoumerkas, Deutschland / Griechenland / Niederlande / Schweden 2019, 121 Min.
Mit Angeliki Papoulia, Youla Boudali Hristos Passalis

Am Mo. 09.09. in Anwesenheit von Regisseur Syllas Tzoumerkas

In Mesolongi, einer kleinen Küstenstadt im Westen Griechenlands, die sich dem Züchten von Aalen gewidmet hat, leben zwei Frauen alleine und träumen davon, der Einöde zu entfliehen. Elisabeth war einst eine ehrgeizige Polizistin, die vor zehn Jahren aus Athen nach Mesolongi versetzt wurde und jetzt ein freudloses Leben führt. Rita ist die ruhige, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der ab und zu in der Disco des Ortes auftritt. Als sein plötzlicher Tod die Stadt in Aufruhr versetzt und die örtliche Gemeinschaft auf den Kopf stellt, driften die beiden Frauen, die sich gegenseitig bisher ignoriert hatten, aufeinander zu. Im Zuge der Ermittlungen kommen dabei immer mehr Geheimnisse aus dem Morast der Stadt ans Licht und den Frauen bietet sich endlich die Möglichkeit, dem Dorf zu entkommen ...

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Termine

Mo. 09.09., 19:30
Do. 12.09. bis Di. 17.09., 20:00
Do. 19.09. bis Mi. 25.09., 22:15

UND DER ZUKUNFT ZUGEWANDT

Von Bernd Böhlich, Deutschland 2019, 108 Min.
Mit Alexandra Maria Lara, Robert Stadlober, Stefan Kurt

Das erste, was die junge Kommunistin Antonia Berger 1952 bei der Einreise in die DDR vom Funktionär Silberstein hört, ist: „Wahrheit ist das, was uns nützt“. Denn nichts soll den Aufbau einer neuen, viel besseren Welt stören. Im kleinen Fürstenberg wird sie von der sozialistischen Kreisleitung gebührend in Empfang genommen, man kümmert sich um ihre sterbenskranke Tochter, teilt ihr ihre eigenen vier Wände zu und eine Arbeit. In der Sowjetunion hat Antonia schwere Zeiten verbracht, so wurde sie von ihren eigenen Genossen zu Unrecht verurteilt und gefangen genommen. Nun schöpft sie nach all den Jahren endlich wieder Hoffnung. Als sie sich dann auch noch in den jungen Arzt Konrad verliebt, scheint das Glück perfekt. Doch für ihr neues, viel schöneres Leben soll sie einen hohen Preis zahlen: Von ihrer schweren Zeit in der Sowjetunion darf niemand erfahren, denn die Wahrheit könnte die noch junge, zerbrechliche Nation ins Wanken bringen. Doch im Herbst 1989, als der Traum von einer besseren Welt vorerst ausgeträumt ist, hat das ein Ende...

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Do. 12.09. bis Mi. 18.09., 18:00

NEVRLAND

(teilweise englische OmU)

Von Gregor Schmidinger, Österreich 2019, 90 Min.
Mit Simon Frühwirt, Paul Forman, Josef Hader, Wolfgang Hübsch

Der 17-jährige Jakob wohnt mit seinem Vater und Großvater in einer kleinen Wohnung in Wien. Um sich etwas Geld für das anstehende Studium zu verdienen, jobbt er als Aushilfe in dem Schlachthof, in dem auch sein Vater arbeitet. Doch eine zunehmende Angststörung macht ihm das Leben immer schwerer. Eines Nachts lernt er in einem Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen. Aus dem Gespräch entwickelt sich eine virtuelle Freundschaft, und auch in der realen Welt kreuzen sich die Wege der beiden auf unheimliche Weise – ohne dass es zu einer richtigen Begegnung kommt. Nach einem schweren Schicksalsschlag nimmt Jakob allen Mut zusammen und verabredet sich mit dem mysteriösen Fremden. Als die beiden sich in Kristjans Wohnung treffen, hat Jakobs Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele längst begonnen …
Bildgewaltig und atmosphärisch dicht zeigt Regisseur Gregor Schmidinger in seinem ersten Langfilm NEVRLAND den Prozess des sexuellen Erwachens und der Selbstfindung als existentiellen Trip, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer mehr verwischen. Neben Newcomer Simon Frühwirth, der in der Rolle des Jakob als Darsteller debütiert, glänzt der österreichische Star-Kabarettist und Schauspieler Josef Hader als Jakobs stoischer Vater. Ein tiefenpsychologisch fundierter Coming-of-Age-Film über den Mut, man selbst zu sein, und die gewaltige Angst, die oft davor liegt.

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Mi. 18.09., 20:00

SYSTEMSPRENGER

Von Nora Fingscheidt, Deutschland 2019, 125 Min.
Mit Helena Zengel, Albrecht Abraham Schuch, Gabriela Maria Schmeide

Die neunjährige Benni heißt eigentlich Bernadette, hasst es aber, wenn sie so genannt wird. Genauso wenig kann sie es leiden, zu immer neuen Pflegefamilien gesteckt zu werden, die sie daher absichtlich jedes Mal vergrault. Denn Benni will einfach nur bei ihrer Mutter Bianca leben. Die hat allerdings Angst vor ihrer Tochter und hat sie deswegen überhaupt erst abgegeben. Keine leichte Situation für das Jugendamt, die für Kinder wie Benni einen eigenen Begriff hat: Systemsprenger. Nachdem Benni praktisch jedes Programm, dass das System für Kinder wie sie bietet, durchlaufen hat, ist der Anti-Aggressionstrainer Micha die letzte Hoffnung, der sonst eigentlich mit straffälligen Jugendlichen arbeitet. Micha fährt mit Benni für drei Wochen in die freie Natur, um sie intensiv pädagogisch zu betreuen. Kann er Benni von ihrer selbstzerstörerischen Kraft erlösen?´

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Termine

Do. 19.09. bis Mi. 25.09., 20:00
Do. 26.09., 22:00
Do. 26.09. bis Mi. 02.10., 17:30
Fr. 27.09., 22:30
Sa. 28.09. bis Mi. 02.10., 22:00

GELOBT SEI GOTT – GRÂCE Â DIEU

(französische OmU)

Von Francois Ozon, Frankreich / Belgien 2019, 137 Min.
Mit Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud

Am Fr. 27.09. mit anschließendem Filmgespräch mit Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor der katholischen Akademie Rabanus Maurus, Frankfurt. In der Reihe „Film des Monats“ des Jury der ev. Filmarbeit. Leitung Dr. Margrit Frölich.

Alexandre Guérin lebt mitsamt Frau und Kindern in Lyon. Mit den tragischen Ereignissen aus seiner Kindheit hat er soweit abgeschlossen - bis er eines Tages erfährt, dass eben jener Priester, der ihn zu seiner Pfadfinderzeit missbraucht hat, Jahrzehnte später immer noch mit Kindern arbeitet und so billigend in Kauf genommen wird, dass er sich an seinen Schützlingen weiterhin vergeht. Also beschließt Alexandre, das Schweigen zu brechen und sich für die Sicherheit der unschuldigen Kinder einzusetzen. Er schließt sich mit François und Emmanuel zusammen, die ähnliche Erfahrungen wie er selbst machen und das Treiben des Priesters nicht weiter hinnehmen wollen. Gemeinsam treten sie für die potentiellen Missbrauchsopfer ein, die es aufgrund von Angst und Scham nicht aus eigener Kraft schaffen, sich den Fängen ihrer Peiniger zu entziehen.

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Do. 26.09. bis Mi. 02.10., 19:30

CELEBRATION – YVES SAINT LAURENT

(französische OmU)

Von Olivier Meyrou, Frankreich 2006, 73 Min.

Paris, 2001. Yves Saint Laurent skizziert, bereits schwer von Krankheiten gezeichnet, die Entwürfe für seine letzte Kollektion. Unterdessen richtet sein Lebens- und Geschäftspartner Pierre Bergé eine Serie von Feiern aus, um das kolossale Werk des Modedesigners zu würdigen. Regisseur Olivier Meyrou begleitet Saint Laurent in den letzten Kar-rierejahren und wirft dabei vor allem ein Licht auf die komplexe Beziehung zwischen ihm und seinem Partner. Bergé schützt den introvertierten Künstler vor der Außenwelt und hält ihn so erst überlebensfähig – doch Saint Laurent lässt sich von ihm auch durch das Leben führen wie ein Schlafwandler, der nie erwachen darf.
CELEBRATION wurde bereits 2007 im Panorama der Berlinale uraufgeführt. Pierre Bergé höchstpersönlich ließ die weitere Veröffentlichung des Films zu seinen eigenen Lebzeiten verbieten. Erst 2018, ein Jahr nach Bergés und ein Jahr-zehnt nach Saint Laurents Tod, konnte Meyrou eine leicht veränderte Schnittfassung des Films in die französischen Kinos bringen – und wurde dafür von der französischen Filmkritik selbst gefeiert.

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Termine

So. 29.09., 14:00