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AB 24.06.2019

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

HAPPY LAMENTO

Von Alexander Kluge und Khavn De La Cruz, Deutschland 2019, 90 Min.
Mit Helge Schneider, Heiner Müller, Peter Berling

Ein besonderer Musikfilm von Alexander Kluge, mit vielen unterschiedlichen Themen und Bildern: US-Präsident Trump trifft auf dem G20-Gipfel in Hamburg ein, in Manila finden Badenkämpfe statt, Helge Schneider ist als Lichtschlangenmensch auf der Bühne und Heiner Müller philosophiert über den Mond. Die am Samstag nach Kaufhausschluss liegengebliebene Waren bekommen ein Trauerlied, ein Zirkus in Russland wird dramatisch evakuiert – auf der Flucht vor deutschen Panzern rettet er 1941 seine Elefanten. Über all den Bildern schwingt das von Elvis Presley gesungene Lied „Blue Moon“.

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Termine

Mo. 24.06. bis Mi. 26.06., 18:00
So. 30.06., 16:00

EINE MORALISCHE ENTSCHEIDUNG – BEDOUNE TARIKH, BEDOUNE EMZA

(Farsi OmU)

Von Vahid Jalilyand, Iran 2019, 103 Min.
Mit Navid Mohammadzadeh, Amir Aghaei, Zakieh Behbahani

Am Do. 20.06. mit anschließendem Filmgespräch mit Vahid Shemshadian, Koproduzent, Berlin
Susan Vahabzadeh, Filmkritikerin, Süddeutsche Zeitung. Moderation Dr. Margrit Frölich, Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik.


Als der forensische Pathologe Dr. Kaveh Nariman in Teheran bei einem nächtlichen Autounfall ein Motorrad mit einer vierköpfigen Familie rammt und dabei den achtjährigen Sohn Amir leicht am Kopf verletzt, bietet Kaveh an, das Kind in eine nahe gelegene Klinik zu bringen, aber der Vater Moosa lehnt seine Hilfe ab. Nur das ihm angebotene Geld als Entschädigung für die entstandenen Unfallkosten nimmt er widerwillig an. Am nächsten Morgen findet Dr. Nariman in seinem Krankenhaus heraus, dass der kleine Junge nach einem verdächtigen Tod zur Obduktion gebracht wurde. Vorerst spricht Kaveh mit niemandem über sein Geheimnis. Seine Kollegin Dr. Sayeh Behbahani stellt eine Lebensmittelvergiftung als Todesursache fest. Dr. Nariman steht nun vor einem Dilemma: Ist er aufgrund des Autounfalls für den Tod von Amir verantwortlich oder starb das Kind wirklich an dem verdorbenen Fleisch, dass ihm sein Vater gab?

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Mo. 24.06. bis Mi. 26.06., 19:45

INNA DE YARD – THE SOUL OF JAMAICA

(kreolische OmU)

Von Peter Webber, Frankreich 2019, 99 Min.

Hoch über Kingston, mitten auf einem Hang steht ein Haus, das bis unter die Decke mit Schallplatten gefüllt ist. Bereits vom Garten aus kann man die Berge sehen. Jamaikas Natur ist stark und fest verankert. Zu Beginn hört man es aus dem Haus trommeln, es folgen Gitarren-Akkorde, schließlich Bass und Piano. Reggae-Rhythmen durchbrechen die idyllische Atmosphäre und verschwinden im benachbarten Gebirge. Ganz Jamaika vibriert bei der Musik, für die das Land auf der ganzen Welt gefeiert wird. Einige der legendärsten Stimmen des Reggaes versammeln sich im Garten des Hauses. Unter ihnen sind Ken Boothe, Winston McAnuff, Kiddus I, Marcia Griffiths und Cedric Myton. Sie alle kennen sich schon seit Ewigkeiten und sie alle haben zur goldenen Ära der Reggae-Bewegung beigetragen. Zusammen mit Bob Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff sangen sie einst in den Hinterzimmern der Ghettos. Für den Film "Inna De Yard" fanden sich die Freunde nun wieder zusammen. Sie lassen ihre alten Hits wieder aufleben, um ein noch nie da gewesenes Akustik-Album aufnehmen. Kurzerhand holen sie sich dafür auch Sänger der neuen Reggae-Generation ans Mikrofon. Voller Energie entsteht so ein Zusammenschluss aus Künstlern, die vor allem eins auszeichnet: Positive Vibes.

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Mo. 24.06. bis Mi. 26.06., 21:45

MAMACITA

(spanische OmU)

Von Jose Pablo Estrada Torrescano, Deutschland / Mexiko 2019, 87 Min.

Mamacita ist eine extravagante mexikanische Schönheitskönigin, die in ihrem eigenen Königreich in Gesellschaft ihrer ergebenen Diener lebt: Gärtner, Chauffeur, Hausmeister und Krankenpflegerinnen. Durch effiziente Selbstvermarktung gelang es ihr aus dem Nichts ein Beauty-Imperium aufzubauen, dem auch ihre acht Kinder ihr ganzes Leben widmeten. Die 95-jährige alte Dame hat ihr Haus in eine Burg verwandelt, hinter deren Mauern sie die Wunden einer prominenten Eliteklassen-Familie verbirgt. Ihr Enkel erobert nun dieses Reich mit seiner Kamera wie ein trojanisches Pferd.

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Do. 27.06. bis Mi. 03.07., 18:00

DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN

Von Susanne Heinrich, Deutschland 2019, 80 Min.
Mit Marie Rathscheck, Nicolai Borger, Yann Grouhel

Sa.29.06. in Anwesenheit von Susanne Heinrich

Das melancholische Mädchen verspricht euch: In dieser Geschichte gibt es keine Höhepunkte – denn was eine echte Melancholikerin ist, für die ist das Beste ja immer schon passiert. Stattdessen ätzt die Schriftstellerin aus dem hippen Berlin, die in ihrem aktuellen Buch einfach nicht weiterkommt, gegen alles, was anderen Menschen in der modernen großstädtischen Welt Sinn verspricht. Dabei trifft sie allerhand Menschen wie frischgebackene Mütter, die sich selbst überhaupt erst durch die Mutterschaft fanden oder einen abstinenten Existentialisten, für den Sex ohnehin „auch nur noch ein Markt“ ist. Und dann sind da natürlich noch all diese Beauty-Produkte und ja, selbst Yoga verteufelt sie – denn diese Entspannungsübungen sind ja auch nur systemstützende Selbstoptimierung und keineswegs der total individuelle Weg zum eigenen Glück, für die sie manche halten…

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Do. 27.06. bis Mi. 03.07., 19:30

BEFORE STONEWALL

(englische OmU)

Von Greta Schiller, Robert Rosenberg und Andrea Weiss, USA 1984, 87 Min., s/w und Farbe

50 Jahre "Stonewall-Inn" (2019)

Der Aufstand in der New Yorker Bar Stonewall-Inn am frühen Morgen des 28. Juni 1969 gilt als Ur-sprungsmythos des schwul-lesbischen Aktivismus im Kampf um eigene Rechte und gesellschaftliche Anerkennung – und wird heute auf der ganzen Welt am Christopher-Street-Day gefeiert. War Stonewall aber tatsächlich der Urknall homosexuellen Selbstbewusstseins? Greta Schiller zeigt mit ihrem Dokumentarfilm aus dem Jahr 1984, dass auch dieses zentrale Ereignis eine Vorgeschichte hatte und in die aufgeheizte politische Stimmung der 1960er Jahre eingebettet werden muss. Anhand von Fotografien, Filmausschnitten und Zeitzeugeninterviews gewährt BEFORE STONEWALL Einblicke in die Lebenswirklichkeiten US-amerikanischer Homosexueller von den 1920er Jahren an. So wird deutlich, dass die Zeit vor Stonewall eine manchmal beschwingt schöne, ansonsten jedoch überaus angespannte Zeit für Schwule und Lesben war. Die Möglichkeit zu einem selbstbestimmten Leben, wie es LGBTs heute zumindest in Teilen der westlichen Welt führen können, ist auch dem mutigen Engagement der Protagonisten von damals zu verdanken.

„Der Kochbuch-Film zu unserer Geschichte. Ein absolutes Muß!“ MANFRED SALZGEBER

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Do. 27.06. bis Mi. 03.07., 21:30

SUNSET OVER HOLLYWOOD

(englische OmU)

Von Uli Gaulke und Agnes-Lisa Wegner, Deutschland 2019. 101 Min.

Versteckt am Ende des legendären Mulholland Drive in Los Angeles gibt es ein Altersheim, in dem nur Menschen leben, die einmal in der Filmindustrie gearbeitet haben: Schauspieler, Produzenten, Editoren, Masken- und Kostümbildner, Ton- und Kameraleute und Regisseure verbringen dort gemeinsam ihren Lebensabend. Eine von ihnen ist Connie Sawyer, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch lebte und als die älteste noch aktivste Schauspielerin der Welt galt. In mehr als 70 Filmen spielte sie an der Seite von Größen wie Frank Sinatra, Susan Hayward und Dean Martin und ging mit ihren 105 Jahren immer noch zu Castings. Weitere Hollywood-Rentner sind unter anderem Daniel Selznick, der „Star Wars“-Mastermind George Lucas entdeckte, Regisseur Jerry Sedley Kaufmann und die Theater- und Filmschauspielerin Dena Dietrich. Bis heute sind die Filmschaffenden aktiv und machen im hauseigenen Filmstudio weiterhin Filme – unter anderem arbeiten sie an der Fortsetzung zu „Casablanca“. Uli Gaulke erzählt in seinem Dokumentarfilm von den Erinnerungen, Träumen und Hoffnungen der Ruheständler.

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So. 30.06., 12:00

PETER LINDBERGH – WOMEN’S STORIES

(OmU)

Von Jean-Michel Vecchiet, Deutschland 2019, 113 Min.

Peter Lindbergh zählt zu den bekanntesten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Wie kein Anderer schaffte er es, Supermodels wie Naomi Campbell, Linda Evangelista, Cindy Crawford und Christy Turlington aus einem völlig neuen Blickwinkel zu fotografieren. Gleichzeitig verhalf er den Laufstegschönheiten mit seinen Bildern zum Aufstieg in die A-Liga der Topmodels. In seinem Dokumentarfilm gewährt Jean-Michel Vecchiet außergewöhnliche Einblicke in Peter Lindberghs tägliche Arbeit und erzählt seine persönliche und bewegende Lebensgeschichte. Geprägt von den Spuren des 2. Weltkriegs bis zu dem Künstler und Starfotografen, der er heute ist, setzt sich das Porträt auch mit den Fragen auseinander, wie und warum man überhaupt zum Künstler wird und woher diese kreative Schaffenskraft kommt, die sich jeder Logik und Analyse widersetzt.

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So. 30.06., 14:00

LORD OF THE TOYS

Von Pablo Ben-Yakov, Deutschland 2019, 95 Min.

Am Mi. 19.06. in Anwesenheit von Regisseur Pablo Ben-Yakov und Andre Krummel

Seit der 20-jährige Max "Adlersson" Herzberg aus Dresden beschlossen hat, sein Leben nicht mit Arbeit zu verbringen, referiert er über Messer und so ziemlich jedes andere Produkt, öffnet Fanboxen, erzählt Geschichten über sein Leben, betrinkt sich in aller Öffentlichkeit, bepöbelt andere, beleidigt Schwächere und testet so ziemlich jede Grenze aus, die er sieht. Als YouTuber kann er davon leben. Auch der Großteil seiner Freunde hat eigene Instagram- und YouTube-Kanäle. Viele davon sind ähnlich wie Max sehr erfolgreich mit ihrem Geschäftskonzept. Auch wenn sich Anzweifeln lässt, ob Max und seine Freunde gute Vorbilder sind, sind sie mit mehr als 300.000 aktiven Fans sehr erfolgreiche Influencer ihrer Generation. In seinem Dokumentarfilm begleitet Regisseur Pablo Ben Yakov einen Sommer lang Max und seine Clique und zeigt damit die erste Generation junger Erwachsener, die ein Leben ohne Internet, YouTube und Instagram nicht kennen.

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Mi. 03.07., 21:30

PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN

(OmU)

Von Fredrik Gertten, Schweden 2018, 96 Min.

Der schwedische Filmemacher Fredrik Gerrten behandelt in seinem Dokumentarfilm eine Thematik, die seit einigen Jahren insbesondere große Städte in Ballungsräumen betrifft: die Wohnungspolitik. Wo früher noch von Gentrifizierung die Rede war, ist dieser Begriff für die Problematik mittlerweile nicht mehr groß genug. Denn in der Zwischenzeit sind Wohnräume vielerorts zu reinsten Anlagemitteln geworden. Die betreffenden Wohnungen sind meist nicht dafür gedacht, dass auch jemand in ihnen wohnt. Oft wechseln ganze Häuser scheinbar über Nacht die Besitzer, und die Bewohner stehen vor dem großen Rätsel, wie sie die plötzlich steigenden Mietpreise zahlen sollen, denn im Gegensatz zur Miete steigt das Einkommen der Bewohner nicht oder nur geringfügig. Genau an diesem Punkt setzt mit Leilani Farha die UN-Spezialreporterin für angemessenes Wohnen an. Ihre Aufgabe ist es, herauszufinden, warum und aus welchen Gründen Menschen aus den Städten verdrängt werden. Dafür reist sie um die ganze Welt und Fredrik Gerrten begleitet sie dabei.

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Mi. 10.07., 20:00