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AB 28.01.2017

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

DER DIE ZEICHEN LIEST - (M)UCHENIK

(russische OmU)

Von Kirill Serebrennikov, Russland 2016, 118 Min.
Mit Petr Skvortsov, Victoria Isakova, Svetlana Bragarnik

Benjamin geht auf eine aufgeklärte, staatliche Schule. Als er sich eines Tages weigert, am Schwimmunterricht teilzunehmen, liegt es allerdings nicht an einer unkontrollierbaren Erektion, wie seine Mutter vermutet. Nein, Benjamin sieht im Anblick seiner leicht bekleideten Mitschülerinnen seinen Glauben zutiefst verletzt. Frisch zum Christentum konvertiert, rebelliert er hartnäckig und wortgewandt wie ein moderner Missionar und Kreuzzügler gegen Homosexuelle, die Scheidung und die Evolutionstheorie, wobei er sich stets aus der Bibel bedient. Abgesehen von der Biologielehrerin Elena wehrt sich niemand im Kollegium gegen Benjamin und so hat er schon bald Erfolge: Mädchen müssen in Badeanzügen schwimmen, Kondome werden im Unterricht verschwiegen. Doch Benjamin reicht das nicht. Jesus‘ angebliche Feinde dürfen nicht ungeschoren davonkommen, meint er…

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Termine

Do. 26.01. bis Di. 31.01., 17:30

DIE FEINE GESELLSCHAFT – MA LOUTE

(französische OmU)

Von Bruno Dumont, Frankreich / Deutschland 2016, 123 Min.
Mit Fabrice Luchini, Juliette Binoche, Valeria Bruni Tedeschi

Jedes Jahr findet sich der französische Landadel an der Normandieküste ein, um die heilsame Luft und die malerische Kulisse mit ihren Fischern und Muschelsammlern zu genießen. Aber im Sommer 1910 gehen seltsame Dinge vor sich, denn mehrere Personen sind spurlos verschwunden. Die ersten Hinweise deuten auf den Fischer Rohbrecht, der zusammen mit seinem Sohn Lümmel Menschen über die See befördert. So auch eines Tages die Töchter der wohlhabenden Familie van Peteghem. Während einer Überfahrt verlieben sich Lümmel und Billie van Peteghem ineinander, was die sehr ungleichen Familien zum gegenseitigen Kontakt zwingt. Doch dann verschwindet auch Billie spurlos - und die Polizisten Böswald und Blading befürchten, dass Rohbrechts nicht nur Muscheln, sondern auch Menschen sammeln…

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Termine

Do. 26.01. bis Mo. 30.01., 19:45
Mi. 01.02., 19:45
Do. 02.02. bis Mi. 08.02., 17:45

DIAMOND ISLAND

(Khmer OmU)

Von Davy Chou, Frankreich / Kambodscha / Deutschland / Katar / Thailand 2016, 99 Min.
Mit Sobon Nuon, Cheanick Nov, Madeza Chhem

Der schüchterne, 18-jährige Bora wächst in einem kleinen, abgelegenen Dorf in Kambodscha auf. Der Wunsch nach einem besseren Leben führt ihn auf die Baustelle der Insel Koh Pich, auch als „Diamond Island“ bekannt, wo er für ein luxuriöses Neubauprojekt schuftet, das all denjenigen Wachstum und Modernität bringen soll, die es sich leisten können. Auf Koh Pich freundet sich Bora mit einer Gruppe Jungs seines Alters an, darunter Dy, und er kommt der netten Aza näher. Außerdem trifft Bora seinen Bruder Solei wieder, der älter ist – und sehr charismatisch. Fünf Jahre haben sie sich nicht gesehen, nun ermöglicht der große dem kleinen Bruder Zugang zur aufregenden Hauptstadt, zu Jugendlichen der urbanen Mittelschicht und zu berauschenden Partynächten…

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Do. 26.01. bis Mi. 01.02., 22:00

THE HAPPY FILM

(englische OmU)

Von Stefan Sagmeister, Ben Nabors und David Hillman Curtis, USA 2016, 91Min.

Am So. 05.02. mit einer Einführung von Peter Zizka, Deutscher Design Club + Vorfilm

Stefan Sagmeister ist ein Designer aus Österreich, der in seiner Traumstadt New York lebt und Albumcover für die Rolling Stones, Jay Z und die Talking Heads gestaltet. Eigentlich hat es ihn richtig gut im Leben getroffen, doch schon seit einiger Zeit stellt er sich die Frage, ob das jetzt wirklich alles ist. Um eine Antwort darauf zu finden, geht er ein ganz neues Projekt an – seine eigene Persönlichkeit. Ob er sie aktiv umgestalten kann, um so ein besserer und glücklicherer Mensch zu werden? Um seinem Ziel näherzukommen, probiert er sich in Meditation und Verhaltenstherapie, und auch Psychopharmaka kommen zum Einsatz. Die Ergebnisse benotet er regelmäßig, doch in den nur schwer kontrollierbaren Selbstversuch schleicht sich immer wieder sein altes Leben ein und macht die Reise zu einem glücklicheren Ich komplizierter als gedacht.

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So. 29.01., 12:00
So. 05.02., 12:00
So. 12.02., 12:00
So. 19.02., 12:00
So. 26.02., 12:00

LE BONHEUR

(französiche OmU)

Von Agnès Varda, Frankreich 1965, 79 Min.
Mit Jean-Claude Drouot, Claire Drouot, Marie-France Boyer

Präsentation der Zeitschrift „Frauen und Film“, Heft 68, Aufbruch. Regisseurinnen der 60er Jahre. Zu Gast: die Herausgeberinnen Brojana Gakovics und Sabine Schöbel. In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen

LE BONHEUR ist ein Film über das Glück anhand der Geschichte eines zum Glück begabten Mannes, der seine Frau, seine Kinder und die Natur liebt. Als er sich in eine andere Frau verliebt, bedeutet das die Vermehrung seines vollkommenen Glücks. Nachdem seine Ehefrau bei einem Picknick zu Tode kommt, wird ihre Rolle von der Geliebten übernommen. Der Film endet, wie er beginnt: die Kleinfamilie im Grünen (wie in einem Gemälde von Renoir oder Manet), ein Fest der Farben, dazu Musik von Mozart. All das wird ungerührt gezeigt, ohne Wertung, ohne Psychologie und Moral.

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So. 29.01., 14:00

HAVARIE

Von Philip Scheffner, Deutschland 2015, 97 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Philip Scheffner

38 Seemeilen vor der spanischen Hafenstadt Cartagena oder 100 Seemeilen von der Hafenstadt Oran in Algerien entfernt besteht die Welt im Mittelmeer nur aus Wasser, Himmel und dem endlos weiten Horizont. An diesem Ort, wo nichts zu sein scheint, kommen Hoffnungen, Ängste und Träume derer zusammen, die sich auf den beschwerlichen Weg in ein neues Leben gemacht haben. Doch am 14. September 2012 meldet das Kreuzfahrtschiff „Adventure of the Seas“ der spanischen Seenotrettung um 14:56 Uhr ein manövrierunfähiges Schlauchboot mit 13 Seelen an Bord. Dies ist die Situation, die Regisseur Philip Scheffner für seinen Dokumentarfilm „Havarie“ in einer einzigen, ungeschnittenen Sequenz abbildet, basierend auf einem YouTube-Clip, bei dem der Vorfall aufgezeichnet wurde. Der Funkverkehr des Kreuzfahrtschiffes mit der Hafenzentrale, einem Seenotrettungskreuzer und einem Hubschrauber, sowie Aufnahmen mit Touristen, Offizieren und anderen Personen begleiten den Film akustisch.

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Di. 31.01., 19:45

THE SALESMAN – FORUSHANDE

(Farsi OmU)

Von Asghar Farhadi, Iran / Frankreich 2016, 123 Min.
Mit Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi

In ihrer alten Wohnung können der Lehrer Emad und seine Frau Rana nicht mehr wohnen, zu groß sind dort die Schäden, nachdem das Haus abgesackt ist. Sie müssen wohl oder übel umziehen, aber zum Glück kann ihnen ein Kollege aus ihrer Theatergruppe eine neue Bleibe vermitteln. Doch dort wird Rana eines Abends von einem unbekannten Mann überfallen und verletzt zurückgelassen. Denn was das Paar nicht wusste: Ihre neue Wohnung gehörte zuvor einer Frau mit zweifelhaftem Ruf, von deren Wegzug wohl nicht alle ihre Besucher etwas zu wissen scheinen. Während sich Rana traumatisiert und verängstigt zurückzieht, macht sich Emad wutentbrannt auf die Suche nach dem Unbekannten. So merken beide zunächst nicht, dass ihre Beziehung an den Folgen des Angriffs zu zerbrechen droht…

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Do. 02.02. bis Di. 07.02., 20:00
Do. 09.02. bis Mi. 15.02., 17:45

EINFACH DAS ENDE DER WELT – JUSTE LA FIN DU MONDE

(französische OmU)

Von Xavier Dolan, Kanada / Frankreich 2016, 99 Min.
Mit Gaspard Ulliel, Nathalie Baye, Léa Seydoux, Vincent Cassel, Marion Cotillard

Louis hat es mit 34 Jahren zu einem erfolgreichen Schriftsteller gebracht, aber das ist nicht der wahre Grund weshalb er nach zwölf Jahren Abwesenheit wieder in seinen Heimartort zurückkehrt. Denn Louis ist mittlerweile sterbenskrank und hat nicht mehr lange zu leben. Deswegen will er seine Familie davon in Kenntnis setzen, doch das ist alles andere als leicht. Denn bei dem Familiennachmittag mit seiner Mutter, seiner jüngeren Schwester Suzanne, seinem älteren Bruder Antoine und dessen Frau Catherine reißen alte Wunden auf und kochen längst vergangene Fehden wieder hoch. Und die erhitzten Gemüter tun alles, um sich gegenseitig das Leben schwer zu machen, während niemand Louis ein offenes Ohr leihen will…

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Do. 02.02. bis Di. 07.02., 22:15

FRANK ZAPPA – EAT THAT QUESTION

(englische OmU)

Von Thorsten Schütte, Frankreich / Deutschland 2016, 89 Min.

Dokumentation über den berühmten, mit nur 52 Jahren verstorbenen Rockmusiker Frank Zappa, bestehend aus Konzertaufnahmen, Nachrichtenschnipseln und Interviews, die über eine Zeitspanne von 25 Jahren geführt wurden: im Fernsehen, in Wohnzimmern, Aufnahmestudios, Konzerthallen und auf Flughäfen. 1940 in Baltimore, Maryland geboren, nahm Frank Zappa in seiner Karriere mehr als hundert Alben auf, für die er sang, unterschiedliche Instrumente einspielte und produzierte. Er prägte die Rockmusik musikalisch, weil er seine Lieder collagenartig komponierte und verschiedene Stile bediente, er prägte sie mit seinen aufs Zeitgeschehen zielenden, satirischen und absurden Texten – und mit seinem markanten Äußeren. Markenzeichen waren Zappas Mähne aus lockigen Haaren und sein schwarzer, zur T-Form gebogener Bart.

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So. 05.02., 14:00
So. 12.02., 14:00
So. 19.02., 14:00
So. 26.02., 14:00

VIVA LA MUERTE

(OmU)

Von Fernando Arrabal und Hassen Daldoul, Tunesien / Frankreich 1971, 90 Min.
Mit Fernando Arrabal, Anouk Ferjac, Nuria Espert

Psychoanalytische Interpretation: Norma Heeb. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG, Frankfurt.

Fando ist um die zehn Jahre alt, als in Spanien der Bürgerkrieg tobt. Er wohnt bei seiner Mutter, seiner Tante Klara sowie seinen Großeltern, die allesamt gottesfürchtig sind. Sexualität ist ein Tabuthema in seiner Familie. Zudem haben seine Eltern unterschiedliche politische Ansichten: während seine Mutter mit dem faschistischen Regime sympathisiert, bekennt sich sein Vater zum Kommunismus. Aus diesem Grunde wird er schließlich auch von Soldaten festgenommen. Als der Junge einen Brief findet, in welchem seine Mutter gesteht, dass sie selbst es war, die ihren Mann, verraten hat, fängt er an, gegen das, was um ihn herum geschieht, aufzubegehren. Er stellt sich brutalste Racheszenarien vor, die der düsteren Realität, in der sich die Lage mehr und mehr zuspitzt, um nichts nachstehen…

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Mi. 08.02., 20:00
Mi. 22.02., 20:00

DER EID – EIÐURINN

(isländische OmU)

Von Baltasar Kormákur, Island 2016, 110 Min.
Mit Baltasar Kormákur, Hera Hilmar, Gísli Örn Garðarsson

Das Leben von Finnur ist als liebevoller Familienvater und erfolgreicher Herzchirurg beinahe perfekt. Nur seine volljährige Tochter Anna bereitet ihm ziemliches Kopfzerbrechen, denn seit sie ausgezogen ist, interessiert sie sich nur noch für wilde Partys und nicht mehr für ihre Ausbildung. Als sie sich dann auch noch in den Drogendealer Óttar verliebt, droht sie noch weiter abzurutschen. Der besorgte Finnur versucht alles, um Anna von Ottar und seinem finsteren Einfluss fernzuhalten, doch stattdessen gerät er selbst ins Visier des zwielichtigen Mannes und dessen dunklen Machenschaften. Für Finnur spitzt sich die Lage immer weiter zu, bis er sich die Frage stellen muss, wie weit zu gehen er bereit ist, um seine Familie zu beschützen…

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Do. 09.02. bis Di. 14.02., 20:00
Do. 16.02. bis Di. 21.02., 22:30

DIE HÖLLE - INFERNO

Von Stefan Ruzowitzky, Deutschland / Österreich 2016, 92 Min.
Mit Violetta Schurawlow, Tobias Moretti, Robert Palfrader, Friedrich von Thun

Özge lebt in Wien und arbeitet als Taxifahrerin. Nebenher besucht sie eine Abendschule und außerdem trainiert die wortkarge Frau knallhart Thaiboxen. Eines Tages wird sie Zeugin eines Mordes im Nachbarhaus und fortan muss Özge um ihr Leben fürchten, da der Killer Jagd auf sie macht, die Augenzeugin. Als er ihr in ihrer Wohnung auflauert, tötet er jedoch ihre Cousine und beste Freundin Ranya, weil er die Frauen verwechselt. Mit dem Killer im Nacken muss sich Özge von nun an auch noch um Ada kümmern, Ranyas kleine Tochter. Der bärbeißige Ermittler Christian Steiner steht Özge zur Seite, obwohl er mit seinem demenzkranken Vater Karl Steiner mehr als genug zu tun hat. Aber auch der Gesetzeshüter kann nicht verhindern, dass der Mörder immer dichter an Özge herankommt…

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Do. 09.02. bis Mi. 15.02., 22:00

MIT SIEBZEHN - QUAND ON A 17 ANS

(französische OmU)

Von André Téchiné, Frankreich 2016, 114 Min.
Mit Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein, Corentin Fila

Irgendwo in den französischen Pyrenäen gehen die beiden 17-jährigen Damien und Thomas in dieselbe Klasse eines Gymnasiums. Damien wohnt bei seiner Mutter Marianne, einer Landärztin, im Tal. Sein Vater ist Hubschrauberpilot beim Militär und befindet sich im Auslandseinsatz. Der adoptierte Thomas lebt hingegen auf einem entlegenen Bauernhof und braucht jeden Tag mehr als eine Stunde zur Schule. Als bei seiner Mutter eine Schwangerschaft festgestellt wird, lädt Marianne Thomas dazu ein, für eine Weile bei ihr und Damien zu wohnen, um die Familie zu entlasten und auch der kürzere Schulweg würde ihm sicher guttun. Doch Damien und Thomas können sich nicht ausstehen und sind von der Aussicht, gemeinsam zu leben, alles andere als begeistert. Die Spannungen, die zwischen ihnen herrschen, entladen sich schon bald in Gewalt…

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Mi. 15.02., 20:00

SCARRED HEARTS - INIMI CICATRIZATE

(rumänische OmU)

Von Radu Jude, Rumänien / Deutschland 2016, 141 Min.
Mit Lucian Teodor Rus, Gabriel Spahiu, Serban Pavlu

1937 in Rumänien: Emanuel leidet mit gerade einmal Anfang 20 an Knochentuberkulose und lebt deshalb in einem Sanatorium am Schwarzen Meer. Seine Tage verbringt er gefesselt an ein Gipsbett, in dem er vom Personal herumgeschoben wird. Immerzu umgeben von mitunter seltsam anmutenden Geräten und gefangen in seinem eigenen Körper überkommt ihm und seine meist ebenfalls jungen Mitpatienten großer Lebenswille. Obwohl sie physisch zu nichts mehr imstande sind, so sind es doch ihre Gedanken – und so führen sie angeregte intellektuelle, politische Diskussionen. Vor der Tür entwickelt sich Emanuels rumänische Heimat unterdessen zunehmend in eine ultranationalistische Gesellschaft. Eines Tages dann, während der Zweite Weltkrieg auszubrechen droht, verliebt sich Emanuel…

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Do. 16.02. bis Di. 21.02., 17:45
Mi. 22.02., 17:30

ELLE

(französische OmU)

Von Paul Verhoeven, Frankreich / Deutschland / Belgien 2016, 131 Min.
Mit Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Anne Consigny

Die Geschäftsfrau Michèle ist erfolgreiche Leiterin einer großen Videospielfirma und gehört zu den großen Namen in der Branche. Ihren Erfolg verdankt sie vor allem ihrer rigorosen, rücksichtslosen Arbeitsweise, die auch ihre Konkurrenten zu spüren bekommen. In ihrem Liebesleben zeigt die Karrierefrau dieselbe unterkühlte Attitüde wie im Berufsleben. Doch als Michèle eines Tages in ihrem Zuhause von einem Fremden überfallen und brutal vergewaltigt wird, verändert sich ihr Leben schlagartig. Dass der Täter draußen unerkannt herumläuft, lässt Michèle keine Ruhe, doch Anzeige erstatten will sie nicht. Mit eisernem Willen entschließt sie sich dazu, auf eigene Faust die Spuren ihres Peinigers zu verfolgen, um sich an ihm zu rächen. Michèles riskantes Unterfangen gerät schon bald außer Kontrolle...

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Do. 16.02. bis Di. 21.02., 20:15
Do. 23.02. bis Mi. 01.03., 21:45

EUROPA – EIN KONTINENT ALS BEUTE

Von Christoph Schuch und Rainer Krausz, Deutschland 2016, 78Min.

Am So. 26. Februar in Anwesenheit der Regisseure Christoph Schuch und Reiner Krausz

Jahrzehntelang wurden die Europäer zwischen Finnland und Zypern von einem Versprechen zusammengehalten, das Frieden und mehr Wohlstand in Aussicht stellte. Doch seit der Finanzkrise 2008 befindet sich das europäische Projekt in der größten Misere seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Kontinent wird gespalten von neoliberalen Wirtschaftskonzepten, Korruption und Banken, die global agieren. Arbeitsrechte und soziale Standards werden immer weiter aufgeweicht, was Völkerhass, Klassenkampf und Nationalismus schürt und die Menschen in die Hände von Rechtspopulisten treibt. In Christoph Schuchs Dokumentarfilm „Europa – Ein Kontinent als Beute“ werden wichtige Fragen zur Problematik gestellt, allen voran natürlich: Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Und wie schaffen wir es wieder aus dieser gefährlichen Situation heraus?

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Do. 23.02. bis Mi. 01.03., 18:00

NERUDA

(spanische OmU)

Von Pablo Larraín, Chile / Argentinien / Frankreich / Spanien 2016, 108 Min.
Mit Luis Gnecco, Gael García Bernal, Mercedes Morán

1948 bezichtigt der chilenische Senator Pablo Neruda, seines Zeichens berühmter Dichter und Kommunist, die Regierung von Präsident Videla des Verrats. Die Retourkutsche folgt sofort in Form von Nerudas Amtsenthebung, seiner Verhaftung kann er nur durch Flucht entgehen. Zusammen mit seiner Frau Delia del Carril versucht er, das Land unbemerkt zu verlassen. Doch der Polizist Peluchoneau ist ihnen bereits hartnäckig auf den Fersen, wodurch ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, dem Neruda einen gewissen Reiz abgewinnen kann. Immer wieder führt er seinen Verfolger mit falschen Spuren in die Irre und schon bald verbreitet sich seine Geschichte in die ganze Welt – selbst Künstler wie Pablo Picasso setzen sich für seine Freiheit ein. In der beeindruckenden Bergwelt Chiles macht sich Neruda dann für das endgültige Ende seines Duells mit Peluchoneau bereit…

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Do. 23.02. bis Sa. 25.02., 19:45
So. 26.02., 20:00
Mo. 27.02. bis Mi. 01.03., 19:45