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NIPPON CONNECTION

Japanisches Filmfestival Frankfurt am Main

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THE ACTOR

(japanische OmeU)

Von Satoko YOKOHAMA, Japan 2015, DCP, 123 Min., FSK 12
Mit Ken YASUDA, Kumiko ASO, Shohei UNO, Hirofumi ARAI, Shota SOMETANI

Keiner kann so schön tot umfallen wie Takuji, der unangefochtene König der Nebendarsteller im japanischen Film. Doch sein Leben als Schauspieler ist alles andere als glamourös. Eines Tages trifft er die charmante Azumi, Tochter eines Lokalbesitzers, und er beginnt sich zu fragen: Wo soll es nun eigentlich hingehen? Mit ihrem dritten Spielfilm präsentierte Satoko YOKOHAMA eines der Highlights auf dem Tokyo International Film Festival 2015: lakonischer Humor, kombiniert mit surrealen Traumsequenzen, schauspielerisch grandios umgesetzt von Hauptdarsteller Ken YASUDA – und natürlich sind auch alle Nebenrollen großartig besetzt!

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Fr. 27.05., 17:30

LOWLIFE LOVE

(japanische OmeU)

Von Eiji UCHIDA, Japan 2015, DCP, 110 Min.
Mit Kiyohiko SHIBUKAWA, Maya OKANO, Denden, Chika UCHIDA, Shugo OSHINARI

Als junger Indie-Regisseur hatte Tetsuo einen Hit gelandet – mittlerweile ist er nicht mehr ganz so jung, weitere Erfolge sind ausgeblieben, und der einst hoffnungsvolle und enthusiastische Filmemacher hat sich in einen zynischen, sexbesessenen Kotzbrocken verwandelt. Da trifft er auf Ken, einen naiven, aber talentierten Drehbuchautor, und auf Minami, eine vielversprechende Nachwuchsschauspielerin. Schafft er mit ihnen doch noch den Durchbruch? In Eiji UCHIDAs bissiger, herausragend besetzter Satire erscheint das Filmbusiness als eine perverse Konkurrenzmaschinerie. Ob er damit der Wirklichkeit vielleicht näher kommt, als es Cinephilen lieb sein kann?

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Fr. 27.05., 20:15

THE CASE OF HANA & ALICE

(japanische OmeU)

Von Shunji IWAI, Japan 2015, DCP, 100 Min., FSK 6

Die 14-jährige Alice findet nach einem Umzug kaum Anschluss in ihrer neuen Klasse. Da bietet die Suche nach Yuda, einem Schüler, der vor einem Jahr auf rätselhafte Weise verschwunden ist, eine willkommene Ablenkung. Unerwartete Hilfe bei ihren Nachforschungen bekommt Alice ausgerechnet von dem verschrobenen Nachbarsmädchen Hana, das seit Yudas Verschwinden das Haus nicht mehr verlassen hat. In seinem ersten Animationsfilm erzählt Shunji IWAI die Vorgeschichte seines Publikumserfolgs HANA & ALICE. Mit dem im Rotoskopieverfahren erstellten Anime über den Beginn einer ungleichen Freundschaft präsentiert sich IWAI einmal mehr als Meister des japanischen Jugendfilms.

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Fr. 27.05., 22:30

MISS HOKUSAI

(japanische OmeU)

Von Keiichi HARA, Japan 2015, DCP, 90 Min., FSK 12

Edo, das heutige Tokio, im Jahr 1814: Der Künstler Tetsuzo, auch bekannt unter dem Namen Hokusai, arbeitet tagein, tagaus in seinem Atelier, um die hohe Nachfrage nach seinen Bildern zu befriedigen. Doch nur wenige wissen, dass einige dieser Meisterwerke in Wirklichkeit das Werk seiner Tochter Oei sind. Mit visueller Eleganz und einfühlsamer Figurenzeichnung erzählt MISS HOKUSAI Episoden aus dem Leben einer jungen Frau, die zeit ihres Lebens im Schatten ihres weltberühmten Vaters stand. Zwischen Künstlerbiographie, Familiendrama und Coming of Age-Geschichte ist Keiichi HARA ein vielschichtiges Porträt einer zu unrecht übersehenen Künstlerin gelungen.

© 2014-2015 Hinako Sugiura•MS.HS / Sarusuberi Film Partners
All Rights Reserved

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Sa. 28.05., 14:00
Do. 16.06. bis Di. 21.06., 18:00

PIETA IN THE TOILET

(japanische OmeU)

Von Daishi MATSUNAGA, Japan 2015, DCP, 120 Min., FSK12
Mit Yojiro NODA, Hana SUGISAKI, Lily Franky, Saya ICHIKAWA, Shinobu OTAKE

Nach seinem Abschluss an einer Kunsthochschule hat Hiroshi seine Träume bereits mit 28 Jahren aufgegeben und hält sich als Fensterputzer über Wasser. Als bei ihm Krebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird, sieht er dem Ende seines Lebens mit Gleichgültigkeit entgegen – bis er im Krankenhaus die junge Mai kennenlernt. Klingt wie ein deprimierendes Sterbedrama? Weit gefehlt. PIETA IN THE TOILET wirkt, trotz seiner tragischen Prämisse, dank subtilem Humor und grandioser Besetzung erfrischend lebensbejahend. Mit poetischer Bildsprache erzählt Daishi MATSUNAGA die Geschichte eines jungen Mannes, der erst im Angesicht des Todes lernt zu leben.

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Sa. 28.05., 18:00

THEIR DISTANCE

(japanische OmeU)

Von Rikiya IMAIZUMI, Japan 2015, DCP, 109 Min., FSK12
Mit REN, Fumiko AOYAGI, Hanae KAN, Minhyun, JR

Sich selbst von seiner Umwelt isolierend, arbeitet der junge Koreaner Leon Tag für Tag als Schuster, ohne zu merken, dass seine Kollegin Kokaze heimlich Gefühle für ihn hegt. Als er eines Tages einem auf der Parkbank schlafenden Mädchen begegnet, wird seinem monotonen Dasein neues Leben eingehaucht. Es beginnt ein amüsant inszeniertes Spiel emotionaler Irrungen und Wirrungen, die zu einem sympathischen romantischen Film geformt werden, der an die Unbeholfenheit der ersten Liebe erinnert. In den Haupt- und Nebenrollen sind zahlreiche K-Pop-Idols und junge Stars der koreanisch-japanischen Community zu bewundern.

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Sa. 28.05., 20:30

THE EMPIRE OF CORPSES

(japanische OmeU)

Von Ryotaro MAKIHARA, Japan 2015, DCP, 120 Min., FSK 16

100 Jahre nachdem es dank der Experimente von Victor Frankenstein gelungen ist, Tote zum Leben zu erwecken, dienen diese als Arbeiter und Soldaten. Der Medizinstudent John Watson forscht auf dem Gebiet der „Necroware“, der Programmierung von Software, die die Toten gefügig machen soll. Unerwartet bekommt Watson einen Geheimauftrag von der britischen Königin: Er soll Frankensteins Originalnotizen finden, mit deren Hilfe man Unsterblichkeit erlangen kann. Das mit zahlreichen Zitaten aus der Weltliteratur gespickte Anime-Abenteuer ist Teil einer Trilogie von Adaptionen der Romane des Schriftstellers Project Itoh.

©Project Itoh & Toh EnJoe / THE EMPIRE OF CORPSES

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Sa. 28.05., 22:45

GOOD STRIPES

(japanische OmeU)

Von Yukiko SODE, Japan 2015, Blu-ray, 119 Min.
Mit Akiko KIKUCHI, Ayumu NAKAJIMA, Asami USUDA, Juri IBATA, Itsuki SAGARA

Midoris und Masaos leidenschaftslose Beziehung steht kurz vor dem Aus. Doch die Trennungspläne finden ein jähes Ende, als Midori feststellt, dass sie schwanger ist. Die beiden beschließen kurzerhand zu heiraten, und während das Pflichtgefühl zunächst überwiegt, entwickelt sich im Laufe der nächsten Monate eine zaghafte Wiederannäherung – und doch stehen dem Paar noch einige Bewährungsproben bevor. In ihrem zweiten Langfilm beweist die Regisseurin und Drehbuchautorin Yukiko SODE ein erstaunliches Feingefühl dafür, in alltäglichen Szenen eine warmherzige Liebesgeschichte zu erzählen und ihren sympathischen Charakteren Tiefe und Glaubwürdigkeit zu verleihen.

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So. 29.05., 18:00

THAT’S IT

(japanische OmeU)

Von Gakuryu ISHII, Japan 2015, DCP, 110 Min.
Mit Shota SOMETANI, Erina MIZUNO, Kiyohiko SHIBUKAWA, Jun MURAKAMI, Go AYANO

Daikoku lebt wie ein Geist. Ohne Papiere, ohne Identität, angetrieben nur von dem Wunsch nach Rache an seinem Vater, der ihn einst im Stich ließ, schlägt er sich auf der Straße durch. Als ihm eines Tages eine Festplatte mit brisanten Daten in die Hände fällt, wird er in die Machenschaften skrupelloser Verbrecher hineingezogen. Zusammen mit der Prostituierten Ami zieht er gegen den brutalen Gangster-Boss Senju in den Krieg und muss sich am Ende seiner eigenen Vergangenheit stellen. Inspiriert von der Musik der japanischen Punk Rock-Band bloodthirsty butchers kreiert Gakuryu ISHII ein audiovisuelles Feuerwerk – rasant, schonungslos und laut!

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So. 29.05., 20:15

THE WHISPERING STAR

(japanische OmeU)

Von Sion SONO, Japan 2015, DCP, 101 Min., FSK 0
Mit Megumi KAGURAZAKA, Kenji ENDO, Yuto IKEDA, Koko MORI

Yoko ist ein Android und für die interstellare Zustellung von Paketen zuständig. Sie hat nicht oft Gelegenheit zur Konversation, obwohl der exzentrische Bordcomputer ihres Raumschiffs hin und wieder für Abwechslung sorgt. Aber Yoko fängt an sich zu wundern, was diese Menschen, denen sie begegnet, mit ihren Gefühlen und Erinnerungen doch für komische Wesen sind. Sion SONO drehte seine experimentelle Weltraum-Parabel in den evakuierten Gebieten in Fukushima unter Mitwirkung zahlreicher Laiendarsteller. Der für seine wilden filmischen Eskapaden bekannte Regisseur zeigt sich hier einmal von einer anderen Seite und bleibt trotzdem wie gewohnt ausdrucksstark und eigensinnig.

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So. 29.05., 22:15

THE ANIMALS

von Kerstin Cmelka, Deutschland / Österreich 2016, 81 Min.

Bühnenproben zu „Cat People“ (nach dem Film von Jacques Tourneur) geraten zu einer satirischen, mitunter Slapstick-artigen Reflektion über Methoden der Selbstdarstellung. Kerstin Cmelka bewegt sich in diesem Kosmos der Inszenierungsgelüste mit einer lauernden Energie, als würde sie sich tatsächlich jeden Moment in einen Panther verwandeln.

Premiere in Anwesenheit von Kerstin Cmelka. Begleitend zur Ausstellung „Mikrodrama #11“ im SCHAUT!-Ausstellungsraum im 1.Stock (Eröffnung 20 Uhr)
Am So. 12.06. in Anwesenheit von Kerstin Cmelka


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Mi. 08.06., 22:00
So. 12.06., 14:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

AGNES

Von Johannes Schmid, Deutschland 2016, 105 Min.
Mit Odine Johne, Stephan Kampwirth, Berit Menze

Am Fr. 03.06. in Anwesenheit von Schauspielerin Odine Johne

Sachbuchautor Walter lernt bei einer Recherche in der Düsseldorfer Universitätsbibliothek die 28-jährige Physikstudentin Agnes kennen. Die radikale Haltung der jungen Frau zum Leben fasziniert den 41-Jährigen und fordert ihn zugleich heraus, denn er hat es sich längst in einem unverbindlichen, gemäßigten Alltag gemütlich gemacht. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Menschen entspinnt sich eine zarte Liebesbeziehung, die ins Wanken gerät, als Agnes Walter ein Experiment vorschlägt: Er soll eine Geschichte über ihre Liebe schreiben. Während Walter zunächst nur nacherzählt, was geschehen ist, schreibt er auch zunehmend, was sein soll – und verliert sich in der Geschichte, während Agnes sich mit ihrer realen Liebe immer mehr alleingelassen fühlt. Sie spürt, dass Walter das Bild von ihr und das Erzählen davon langsam wichtiger wird als sie selbst. Als der Autor begreift, was geschieht, weiß er, dass er den Schluss der Geschichte erzählen muss: Und der kann Agnes Liebe und Leben kosten…

Basiert auf dem Roman "Agnes" von Peter Stamm.

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Do. 02.06. bis Mi. 08.06., 20:00
Do. 09.06. bis Di. 14.06., 18:00

FACTORY COMPLEX

(OmU)

Von Heung-soon Im, Südkorea 2015, 95 Min.

„I want to wear Nike shoes, too“ war die Parole von Frauen, die Nike-Schuhe herstellten, als sie in den 1980er Jahren begannen, sich gegen die miserablen Arbeitsbedingungen zu wehren.
Der Videokünstler Im Heung-soon, dessen Mutter in einer Textilfabrik arbeitete, macht sie sichtbar: Arbeiterinnen, die die Grundlage für Südkoreas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht schufen und dafür mit ihrer Gesundheit, oft mit dem Leben bezahlten. Im Heung-soon spannt den Bogen zur globalisierten Konsumwelt von heute, in der es wiederum Frauen sind, die in Textilfabriken, der Elektroindustrie, in Supermärkten, Callcentern oder als Servicekräfte den Laden am Laufen halten, kaum genug zum Leben verdienen und immer freundlich lächeln. Die nüchterne Chronik der Ausbeutung, erzählt in Interviewpassagen, durchwebt er mit surrealistisch-experimentellen Performances. Sie individualisieren den Schmerz derjenigen, die sonst als Masse und Humankapital wahrgenommen werden.

Factory Complex, zwischen Kunst und Dokumentation changierend, gewann den Silbernen Löwen bei der 56. Kunstbiennale in Venedig. In der Begründung hieß es, Heung-soon Im übersetze die traurige Realität ausbeuterischer Arbeitsbedingungen von Frauen in Asien in eine wunderbare Bildsprache. Sein wie ein Dokumentarfilm anmutender Videobeitrag nähere sich den Figuren mit einer solchen Intensität, dass jede Einstellung für sich ein Gemälde ist.

Filmpremiere in Frankfurt/Main und Gespräch mit Tschong-Gak Lee, Inchon, Südkorea.

Tschong Gak-Lee war Arbeiterin, dann Vorsitzende der Gewerkschaft  in der Dong-Il-Textilfabrik; sie war dort aktiv u.a. in den Arbeitskämpfen von 1976-1978 und hat/te seitdem viele verschiedene Funktionen inne, so z.B. als Ko-Präsidentin der Vereinigung der NGOs für die Demokratisierung in Inchon oder als Vorsitzende der Kommission für Bügerbeteiligung bei der Aufstellung des Haushalts in einem Stadtteil von Inchon u.v.m.

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Fr. 10.06., 20:00

Kinothek Asta Nielsen e.V. präsentiert

Die Kinothek Asta Nielsen ist eine Gründung von Filmliebhaberinnen. Von Filmkuratorinnen, Filmhistorikerinnen und -theoretikerinnen, Kritikerinnen und Filmstudierenden. Sie sehen den Sinn und Zweck einer Kinothek darin, das, was durch die Raster des heutigen Kinos fällt, jenseits des Spezialistentums zugänglich und im Kino wieder erfahrbar zu machen.

VERFÜHRUNG – DIE GRAUSAME FRAU

von Elfi Mikesch und Monika Treut nach Motiven des Romas Venus im Pelz von Leopold von Sacher-Masoch, BRD 1985, 84 Min. 35 mm
Mit Mechthild Grossmann, Udo Kier, Sheila McLaughlin, Carola Regnier, Georgette Dee

In Kooperation mit Kinothek Asta Nielsen e.V.
Wanda ist eine geheimnisvolle Domina und clevere Geschäftsfrau. Ihr Beruf ist es, grausam zu sein, und ihre Spezialität, ihre LiebhaberInnen in die Falle der Verführung zu locken. In ihrer Galerie im Hamburger Hafen inszeniert Wanda bizarre Bühnenshows für ein zahlendes Publikum: sadomasochistische Rituale als ästhetische Form und gewinnbringendes Geschäft. Auch in ihrem Privatleben ist sie eine souveräne Herrscherin. Sie bestimmt die Spielregeln der Lust, denen ihre LiebhaberInnen zu folgen haben. Gregor, ihr sklavischer Bühnenpartner, ist ein romantischer Schwärmer. Justine ist eine naive Unschuld aus Amerika. Als Wandas gelehrige Schülerin begreift sie bald, daß die Verführung ein teuflisch raffiniertes Spiel ist. Herr Mährsch ist Journalist und will Wanda interviewen. Sein berufliches Interesse bricht schnell zusammen. Statt dessen entdeckt er seine masochistischen Wünsche. Nur Caren, die lesbische Freundin und exzentrische Geschäftsfrau, leidet. Deshalb muß sie aus dem Spiel ausgeschlossen werden. Denn die Show muß weitergehen.

DIE BLAUE DISTANZ
von Elfi Mikesch nach Briefen von Unica Zürn, BRD 1983, 20 Min., 35 mm

Werde ich dir einmal begegnen?
Nach drei Wegen im Regen bilde
im Erwachen dein Gegenbild: er,
der Magier. Engel weben dich in
den Drachenleib. Ringe im Wege,
lange beim Regen werd ich dein.
Unica Zürn, Anagramm
(Ermenonville 1959)

Elfi Mikesch: "Die blaue Distanz" wird die Perspektive der Boulevards von Paris genannt, die der Blick bis zum unbestimmten Horizont wahrnehmen kann. Gleichzeitig bedeutet sie die Distanz zweier Liebenden in den Briefen der Künstlerin Unica Zürn. Im Film begegnet einer Reisenden ihr Ebenbild, hinter dem sich der Geliebte oder die Geliebte verbirgt, sublimiert aus dem Mangel an Nähe. Eine Phantasmagorie zwischen Traum und Wirklichkeit, während einer nächtlichen Zugfahrt zwischen Berlin und Basel. „Bedrohlich ist das Bild derjenigen, die sich in Bewegung versetzen, egal ob in der Bewegung des Reisens oder Trennens, des Abschieds, nur für diejenigen, die ihren Platz eingenommen haben, an dem sie sesshaft sind.“

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Mi. 15.06., 18:00

BEFORE STONEWALL

(OmU)

Dokumentarfilm von Greta Schiller, USA 1985, 87 Min.

Zum Christopher Street Day. Mit Gespräch. Kooperation mit Kinothek Asta Nielsen

„Wir benannten es nicht, wir taten es!“
Jahrzehnte bevor der erste Christopher-Street-Day gefeiert wurde, gab es für Schwule und Lesben noch keine adäquate Bezeichnung – und etwas, das keinen Namen hatte, konnte folglich gar nicht existieren.
Mit ihrem vielfach preisgekrönten BEFORE STONEWALL zeichnen Greta Schiller und Robbie Rosenberg die Geschichte des Sichtbarwerdens von Schwulen und Lesben in der amerikanischen Gesellschaft auf – ein lebendiges Dokument einer verborgenen Geschichte, voller Witz und Ironie und manchmal auch Traurigkeit.
BEFORE STONEWALL setzt mit Hilfe von Dokumenten, Filmausschnitten und Fotos, vor allem aber aus Aussagen von ‚ordinary gay people’ Anekdoten, Geschichten und Ereignisse in einer Weise zusammen, als hätte man keinen Film gesehen, sondern das alles selbst erlebt. Authentisch.

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Mi. 22.06., 20:00